Rich­tig ser­vie­ren im Restaurant

Richtig servieren im Restaurant
Ein gu­ter Ser­vice ist in der Gas­tro­no­mie wich­tig, um mit der Kon­kur­renz mit­zu­hal­ten und sich ab­zu­he­ben. Bei der rich­ti­gen Be­die­nung im Re­stau­rant gibt es vie­le Punk­te zu be­ach­ten. Die­ser Ar­ti­kel er­klärt, was Mit­ar­bei­ten­de im Ser­vice beim Be­die­nen von Gäs­ten be­ach­ten müs­sen und wie sie pro­fes­sio­nell und kun­den­ori­en­tiert arbeiten. 

Ser­vice­kurs Gastronomie

Im Ser­vice­kurs der Schwei­zer Gas­tro­no­mie­fern­schu­le eig­nen Sie sich die Grund­la­gen für ei­nen kun­den­ori­en­tier­ten und pro­fes­sio­nel­len Ser­vice an. Ide­al für Be­rufs­ein­stei­ger und Aus­hil­fen im Servicebereich.

Ser­vice­vor­be­rei­tung

Um eine hohe Ser­vice­qua­li­tät in der Gas­tro­no­mie zu er­rei­chen, muss die Ser­vice­vor­be­rei­tung un­be­dingt vor An­kunft der ers­ten Gäs­te ab­ge­schlos­sen sein. Dazu ge­hö­ren ins­be­son­de­re die per­sön­li­che Vor­be­rei­tung, die Mise en Place und das Auf­de­cken der Tische.

Per­sön­li­che Vorbereitung

Die per­sön­li­che Vor­be­rei­tung auf ei­nen Ser­vice­ein­satz ist so­wohl für die Gäs­te als auch für das Ser­vice­per­so­nal re­le­vant. Sie be­ginnt mit der per­sön­li­chen Hy­gie­ne. Mit­ar­bei­ten­de im Ser­vice re­prä­sen­tie­ren den Be­trieb ge­gen­über den Gäs­ten und soll­ten des­halb ge­pflegt auf­tre­ten. Das re­gel­mäs­si­ge Wa­schen und Pfle­gen der Hän­de ist Pflicht. Ne­ben der per­sön­li­chen Hy­gie­ne ist die Selbst­mo­ti­va­ti­on ein aus­schlag­ge­ben­der Punkt. Die Kun­den­zu­frie­den­heit so­wie das Be­triebs­kli­ma hän­gen stark von der Selbst­mo­ti­va­ti­on al­ler Mit­ar­bei­ten­den ab. Ohne Selbst­mo­ti­va­ti­on kann eine hohe Ser­vice­qua­li­tät kaum er­reicht werden.

Mise en Place

Die Mise en Place hat zum Ziel, die Gäs­te­be­treu­ung zu op­ti­mie­ren. Noch be­vor die Gäs­te ein­tref­fen, wer­den Spei­se­kar­ten, Ta­bletts, Porte­mon­naies und Kar­ten­ge­rä­te zum Ein­kas­sie­ren über­prüft und vor­be­rei­tet. Das Auf­fül­len von Ver­brauchs­ma­te­ria­li­en ge­hört eben­falls dazu. Be­son­ders wäh­rend der Stoss­zei­ten läuft die Be­die­nung mit ei­ner gu­ten Mise en Place viel stress­frei­er und kon­trol­lier­ter ab.

Auf­de­cken

Zur Vor­be­rei­tung ge­hört eben­falls das Auf­de­cken der Ti­sche. Je nach Be­trieb und Ser­vice wird un­ter­schied­li­ches Ge­deck ver­langt. Mass­ge­bend sind ins­be­son­de­re der An­lass und die Ziel­grup­pe. In bo­den­stän­di­gen Re­stau­rants wer­den oft ein­fa­che Tisch­sets und al­len­falls Pa­pier­ser­vi­et­ten ver­wen­det. In ge­ho­be­nen Re­stau­rants ge­hö­ren Tisch­tü­cher und Stoff­ser­vi­et­ten zur Standardausrüstung.

Gäs­te­be­treu­ung

Je nach Be­trieb ist eine be­stimm­te Ser­vice­tech­nik und ein be­stimm­tes Auf­tre­ten der Mit­ar­bei­ten­den an­ge­bracht. In ei­nem ge­ho­be­nen Re­stau­rant wird ein per­sön­li­cher Ser­vice vor­aus­ge­setzt, in ei­nem ein­fa­chen Mit­tags­re­stau­rant muss der Ser­vice vor al­lem ef­fi­zi­ent sein. Es gibt je­doch ei­ni­ge Grund­re­geln, die in al­len Gas­tro­no­mie­be­trie­ben be­ach­tet wer­den sollten.

Bei ei­ner te­le­fo­ni­schen Re­ser­vie­rung oder spä­tes­tens, so­bald die Gäs­te das Re­stau­rant be­tre­ten, be­ginnt die ak­ti­ve Gäs­te­be­treu­ung. Nun ist der ers­te Ein­druck ent­schei­dend. Die Be­grüs­sung der Gäs­te soll­te freund­lich und auf­merk­sam er­fol­gen. Ein Lä­cheln und di­rek­ter Blick­kon­takt schaf­fen eine an­ge­neh­me At­mo­sphä­re. Es ist wich­tig, auf in­di­vi­du­el­le Wün­sche ein­zu­ge­hen und den Gäs­ten das Ge­fühl zu ge­ben, will­kom­men zu sein. Gäs­te ge­hen in Re­stau­rants, um sich wohl­zu­füh­len und es sich gut ge­hen zu las­sen. Ha­ben die Gäs­te te­le­fo­nisch oder on­line ei­nen Tisch re­ser­viert, wer­den sie zu ih­rem Tisch be­glei­tet. Oder sie er­hal­ten die Mög­lich­keit, zwi­schen Ti­schen auszuwählen.

Be­die­nen Sie nun die Gäs­te und ver­su­chen Sie, im Ver­lauf des Be­su­ches die Be­dürf­nis­se der Gäs­te her­aus­zu­fin­den. Oft reicht es aus, die Gäs­te auf­merk­sam zu be­ob­ach­ten. So se­hen Sie klar, ob die Gäs­te noch ei­nen Wunsch ha­ben, oder kön­nen un­schlüs­si­gen Gäs­ten ei­nen Vor­schlag ma­chen und so wert­vol­le Zu­satz­ver­käu­fe erreichen.

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Ser­vice­re­geln

Be­fol­gen alle Ser­vice­mit­ar­bei­ten­den ei­ni­ge ein­fa­che Ser­vice­re­geln, kann die Ser­vice­qua­li­tät deut­lich ge­stei­gert wer­den. Das Er­leb­nis für den Gast ver­bes­sert sich, die Ab­läu­fe wer­den ef­fi­zi­en­ter und die Un­fall­ge­fahr wird reduziert.

All­ge­mei­ne Regeln

Ser­vice­mit­ar­bei­ten­de soll­ten nur vor­wärts­ge­hen und nur so viel auf ein­mal tra­gen, wie sie be­för­dern kön­nen. Da es im Ser­vice oft hek­tisch zu und her geht, führt ein Miss­tritt oder eine Kol­li­si­on rasch zu Ver­let­zun­gen. Zu­dem kommt es so zu un­nö­ti­gem Wa­ren- und Zeit­ver­lust und zu un­zu­frie­de­nen Gästen.

Ge­trän­ke­ser­vice

Beim Ge­trän­ke­ser­vice ist ins­be­son­de­re die Rei­hen­fol­ge beim Ein­schen­ken zu be­ach­ten. Nach­dem der De­gus­tant das Ge­tränk auf die Qua­li­tät hin pro­biert hat, wird zu­erst der Haupt­per­son (Ge­burts­tag, Ju­bi­lä­um etc.) ein­ge­schenkt. Den Da­men wird vor den Her­ren ein­ge­schenkt, den Äl­te­ren vor den Jün­ge­ren – aus­ser bei Kin­dern, da die­se sonst un­ge­dul­dig wer­den könn­ten. Zu­letzt wird dem Gast­ge­ber oder dem De­gus­tan­ten eingeschenkt.

Spei­se­ser­vice

Ab­ge­se­hen von ei­ni­gen Aus­nah­men (z.B. Brot- und Sa­lat­tel­ler) wer­den Tel­ler von rechts ein­ge­setzt. Es soll­te nie quer über ei­nen Gast hin­weg ein­ge­setzt wer­den, aus­ser die räum­li­chen Ver­hält­nis­se las­sen es nicht an­ders zu. Ab­ge­räumt wird erst, wenn alle Gäs­te am sel­ben Tisch mit ei­nem Gang fer­tig sind. Auch das Ab­räu­men er­folgt von rechts.

Der Ser­vice soll­te stets auf­merk­sam und dis­kret er­fol­gen. Dazu ge­hört das rich­ti­ge Ser­vie­ren von Spei­sen und Ge­trän­ken, das Nach­schen­ken so­wie das Ab­räu­men, ohne die Gäs­te zu stö­ren. Je nach Be­trieb kön­nen spe­zi­el­le Ab­läu­fe oder Ser­vice­stan­dards gelten.

Kellner serviert ein Teller korrekt

Auf­räum­ar­bei­ten

Spä­tes­tens dann, wenn die letz­ten Gäs­te das Re­stau­rant ver­las­sen ha­ben, müs­sen die Ser­vice­an­ge­stell­ten noch di­ver­se Rei­ni­gungs­ar­bei­ten so­wie Vor­be­rei­tun­gen für den nächs­ten Tag vor­neh­men. Die Rei­ni­gung des Ge­schirrs, das Po­lie­ren des Be­stecks und der Glä­ser so­wie eine aus­gie­bi­ge Rei­ni­gung der Ar­beits­flä­chen sind wich­tig, um die hy­gie­ni­schen An­for­de­run­gen zu er­fül­len. Je nach Kom­pe­tenz muss am Ende ei­nes Ar­beits­ta­ges noch der Ta­ges­ab­schluss auf der Kas­se ge­macht werden.

Fa­zit

Das Ser­vie­ren in ei­nem Re­stau­rant wird oft un­ter­schätzt, denn rich­ti­ges Ser­vie­ren be­deu­tet nicht nur, dem Gast den Tel­ler hin­zu­stel­len. Die Ar­beit be­ginnt, be­vor die ers­ten Gäs­te ein­tref­fen und ist noch lan­ge nicht fer­tig, nach­dem die letz­ten Gäs­te das Re­stau­rant ver­las­sen ha­ben. Ein zu­vor­kom­men­der Ser­vice er­höht die Zu­frie­den­heit der Gäs­te und den Um­satz ei­nes Re­stau­rants. Zu­dem soll­ten grund­le­gen­de Ser­vice­re­geln be­ach­tet wer­den, um ei­nen ef­fi­zi­en­ten und si­che­ren Ser­vice zu gewährleisten.

Un­se­re Lösungen

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