Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on im Ser­vice und in der Küche

Motivierte Mitarbeiter in Service und Küche sind wichtig
Das The­ma Mo­ti­va­ti­on ist auch in der Gas­tro­no­mie wich­tig, denn die Mit­ar­bei­ten­den ha­ben in der Kü­che und im Ser­vice tag­täg­lich Ei­ni­ges zu leis­ten. Mo­ti­vier­te Mit­ar­bei­ten­de im Ser­vice und in der Kü­che sind mit der Ar­beit zu­frie­de­ner, ma­chen nicht nur Dienst nach Vor­schrift und hin­ter­las­sen auch bei Ih­nen als Be­triebs­in­ha­ber ein gu­tes Ge­fühl. Doch was mo­ti­viert Ihre Mit­ar­bei­ter? Hier sie­ben Tipps dazu. 

1. Mo­ti­va­ti­on durch in­ne­re Anreize

In­trinsi­sche Mo­ti­va­ti­on kommt von in­nen, ex­trinsi­sche von aus­sen. Ar­bei­ten Sie zu­sam­men mit Ih­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen her­aus, was die­se im In­nern dazu an­treibt, den Be­ruf aus­zu­üben. So kön­nen die Mit­ar­bei­te­rin­nen die äus­se­ren An­rei­ze mit ih­ren in­ne­ren Zie­len verbinden.

Ihr Koch Max ar­bei­tet bei Ih­nen, weil er den Lohn an­ge­mes­sen fin­det und er ei­nen Job braucht. Ihr Koch Cem ar­bei­tet bei Ih­nen, weil er mög­lichst sein Koch­hand­werk ze­le­brie­ren und aus­bau­en möch­te. Cem ist in­trinsisch, Max ex­trinsisch mo­ti­viert. Ver­su­chen Sie zu­sam­men mit Max her­aus­zu­fin­den, wes­halb er als Koch ar­bei­tet und da­mit sei­ne in­ne­re Mo­ti­va­ti­on zu wecken.

2. Mo­ti­va­ti­on durch Verantwortung

Ge­ben Sie Ih­ren Mit­ar­bei­tern Ver­ant­wor­tung ab und ani­mie­ren Sie die­se zum selbst­stän­di­gen Den­ken und Han­deln. Ei­gen­stän­di­ge Mit­ar­bei­ter sind mo­ti­vier­te Mit­ar­bei­ter, auch in der Gas­tro­no­mie. Trau­en Sie ih­nen an­spruchs­vol­le Ar­bei­ten zu. Erst wenn die Mit­ar­bei­ter Ver­ant­wor­tung tra­gen, füh­len sie sich für die ent­spre­chen­de Ar­beit auch zu­stän­dig und er­le­di­gen die­se motiviert.

Ga­brie­la be­rei­tet ein Ban­kett vor. Ihre Che­fin über­wacht sie da­bei rund um die Uhr und gibt ihr stren­ge An­wei­sun­gen. Ga­brie­la weiss so zwar, was zu tun ist, ver­liert aber bald die Mo­ti­va­ti­on an ih­rer Ar­beit. Ja­net­te hin­ge­gen darf Ban­ket­te an­hand von Check­lis­ten selbst or­ga­ni­sie­ren. Die Ver­ant­wor­tung in der Pla­nung spornt sie an.

3. Mo­ti­va­ti­on durch Lernchancen

Be­stra­fen Sie Ihre Mit­ar­bei­te­rin­nen nicht für Feh­ler, son­dern zei­gen Sie ih­nen auf, was aus die­sen ge­lernt wer­den kann. So er­hal­ten die Mit­ar­bei­te­rin­nen die Freu­de an der Arbeit.

Ih­nen ist auf­ge­fal­len, dass Ihr Ser­vice­mit­ar­bei­ter Tho­mas häu­fig Din­ge beim Ser­vie­ren fal­len lässt. An­statt mit ihm zu schimp­fen, kön­nen Sie ihm auf­zei­gen, wie er in Zu­kunft we­ni­ger Schä­den an­rich­tet: we­ni­ger hek­tisch ge­hen, nicht zu viel auf ein­mal tra­gen etc.

4. Mo­ti­va­ti­on durch per­sön­li­che Belohnung

Geht die Glei­chung mehr Lohn oder teu­re Ge­schen­ke = mehr Mo­ti­va­ti­on auf? Mehr Lohn oder teu­re Ge­schen­ke mo­ti­vie­ren zwar Ihre Mit­ar­bei­ter stark, je­doch nur kurz­fris­tig. Zu­dem stellt sich das Pro­blem ein, dass sich Ihre Mit­ar­bei­ter dar­an ge­wöh­nen, im­mer mehr wol­len und ohne teu­re Be­loh­nun­gen nicht mehr mo­ti­viert sind. Über­le­gen Sie sich per­sön­li­che Be­loh­nun­gen, die Sie spon­tan den ein­zel­nen Mit­ar­bei­tern für po­si­ti­ve Hand­lun­gen ausstellen.

Bei ho­hem Ar­beits­auf­kom­men hilft Ihre Of­fice­mit­ar­bei­te­rin Lena der üb­ri­gen Kü­chen­bri­ga­de bei der Zu­be­rei­tung der Spei­sen, ob­wohl das nicht in ih­ren Ar­beits­be­reich fällt. Für die­sen Ein­satz schen­ken Sie ihr spon­tan ei­nen SPA-Gut­schein, da Sie wis­sen, dass sie sich ger­ne dort erholt.

5. Mo­ti­va­ti­on durch Lob und Anerkennung

Ach­ten Sie dar­auf, dass in Ih­rem Gastro­be­trieb po­si­ti­ve Wör­ter be­nutzt wer­den und ge­hen Sie mit gu­tem Bei­spiel vor­an. Lo­ben Sie Ihre Mit­ar­bei­te­rin­nen im rich­ti­gen Mo­ment. Ach­ten Sie dar­auf, dass das Lob ehr­lich ist, Ihre Mit­ar­bei­te­rin­nen be­mer­ken so­fort, wenn Sie das, was Sie sa­gen, nicht so meinen.

An ei­nem sehr be­triebs­star­ken Tag ar­bei­tet Ihr Ser­vice­mit­ar­bei­ter Ja­nosch seit meh­re­ren Stun­den und meis­tert alle Si­tua­tio­nen ge­konnt. Da­mit er wei­ter sei­ner Ar­beit so mo­ti­viert nach­geht, zie­hen Sie ihn kurz bei­sei­te und sa­gen ihm in Ih­ren Wor­ten, dass Sie sehr dank­bar für ei­nen solch gu­ten Mit­ar­bei­ter sind.

Führungsstile in der Gastronomie

6. Mo­ti­va­ti­on durch Mitspracherechte

Zei­gen Sie In­ter­es­se an den Per­so­nen, die für Sie ar­bei­ten. Schen­ken Sie ih­nen Ver­trau­en, dass sie die Ar­beit zu Ih­rer Zu­frie­den­heit aus­üben und über­wa­chen Sie dies nicht stän­dig. Las­sen Sie Ihre Mit­ar­bei­ter wis­sen, wie wich­tig sie für den Gastro­be­trieb sind und fra­gen Sie die­se auch ein­mal um Rat. Das stärkt das Selbst­ver­trau­en der Mit­ar­bei­ter und auch die Mo­ti­va­ti­on wächst so.

Sie pla­nen ein neu­es Me­nü­kon­zept für das nächs­te hal­be Jahr. Zie­hen Sie Ihre Kü­chen­bri­ga­de in die Über­le­gun­gen mit ein, in­dem Sie die ein­zel­nen Mit­ar­bei­ter nach Ih­ren Ideen fra­gen. Die Kö­chin An­juk über­zeugt Sie mit be­son­ders gu­ten Ideen, lo­ben Sie sie da­für und ge­ben Sie ihr als An­er­ken­nung die Ver­ant­wor­tung, als Ver­ant­wort­li­che das Kon­zept dann um­set­zen zu dürfen.

7. Mo­ti­va­ti­on durch ein po­si­ti­ves Betriebsklima

Schaf­fen Sie ein po­si­ti­ves Be­triebs­kli­ma, in­dem Sie Be­triebs­vi­sio­nen de­fi­nie­ren und die­se Ih­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen als Mo­ti­va­ti­on be­reit­stel­len. Zei­gen Sie Ih­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen auf, wie sie tag­täg­lich dazu bei­tra­gen, dass die­se Vi­sio­nen rea­li­siert wer­den kön­nen. Stär­ken Sie das Be­triebs­kli­ma, in­dem Sie da­für sor­gen, dass das Team zu­sam­men­hält und zu­sam­men­wach­sen kann. Er­mög­li­chen Sie ein Um­feld der Krea­ti­vi­tät und des Ideenreichtums.

Or­ga­ni­sie­ren Sie ei­nen Work­shop, in­dem alle Mit­ar­bei­ter aus dem Ser­vice und der Kü­che zu­sam­men auf krea­ti­ve Wei­se an Pro­jek­ten ar­bei­ten (The­men­wo­chen, Wein­kon­zept etc.). Pla­nen Sie nach dem Work­shop ei­nen frei­wil­li­gen Tea­me­vent mit ein, in­dem alle Mit­ar­bei­ter zu­sam­men et­was un­ter­neh­men und ge­müt­lich bei­sam­men­sit­zen können.

Fa­zit

Gu­tes Per­so­nal ist in der Gas­tro­no­mie schwer zu fin­den. Umso wich­ti­ger ist es, dass Ihre Mit­ar­bei­ter mo­ti­viert sind, denn mo­ti­vier­te Mit­ar­bei­ter sind treue Mit­ar­bei­ter. Mit un­se­ren sie­ben Tipps ge­lingt es Ih­nen, die Mo­ti­va­ti­on Ih­rer Mit­ar­bei­ter in der Kü­che und im Ser­vice anzukurbeln.

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