Food­trends 2020 – Wie ent­wi­ckelt sich die Gas­tro­no­mie weiter?

Mit der Integration von Foodtrends in die Speisekarte kann das Speiseangebot attraktiver gemacht werden
Das neue Jahr­zehnt ist an­ge­bro­chen und wir Gas­tro­no­men soll­ten uns über die Kon­zep­ti­on un­se­rer neu­en Spei­se­kar­ten Ge­dan­ken ma­chen. Da­mit wir die Be­dürf­nis­se un­se­rer Gäs­te be­frie­di­gen kön­nen, soll­ten wir uns mit den ak­tu­ells­ten Trends aus­ein­an­der­set­zen. Im All­ge­mei­nen lässt sich fest­hal­ten, dass vie­le von uns be­wuss­ter le­ben und es­sen. Dies be­reits seit ei­ni­ger Zeit, da­her wer­den sich vie­le Trends aus dem Jahr 2019 in die­sem Jahr ver­stär­ken, zu­dem kom­men ei­ni­ge neue Trends hin­zu. Wir ha­ben die wich­tigs­ten Trends für Sie zusammengefasst: 

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Neue Trends 2020

West­afri­ka­ni­sche Küche

West­afri­ka­ni­sche Ge­schmacks­rich­tun­gen tau­chen in vie­len Ge­rich­ten auf und ver­lei­hen ih­nen ein rei­ches und er­di­ges Aro­ma. Das Trio aus To­ma­ten, Zwie­beln und Chi­li­pfef­fer bil­det die Grund­la­ge für vie­le west­afri­ka­ni­sche Ge­rich­te, zu­dem sind Erd­nüs­se, Ing­wer und Zi­tro­nen­gras gän­gi­ge Zu­ta­ten. Die 16 Na­tio­nen in­ner­halb West­afri­kas tei­len sich ähn­li­che Le­bens­mit­tel, ha­ben aber je­weils ihre ei­ge­nen Spe­zia­li­tä­ten. Aus West­afri­ka stam­men Su­per­foods, wie Mo­rin­ga und Ta­ma­rin­de so­wie auch we­ni­ger be­kann­te Ge­trei­de­kör­nern wie Sorghum, Fo­nio, Teff und Hir­se. All die­se Zu­ta­ten sind viel­ver­spre­chend, um die­ses Jahr eine Trend­be­we­gung auszulösen.

Fleisch-Pflan­zen­mi­schung

Da vie­le Fleisch­lieb­ha­ber nicht gänz­lich auf ih­ren Fleisch­kon­sum ver­zich­ten wol­len oder kön­nen, könn­te eine Fleisch-Pflan­zen­mi­schung zu ei­nem Trend wer­den. Statt ei­nes Bur­gers an­zu­bie­ten, der aus 100 % Rind­fleisch be­steht, könn­ten Sie ein Bur­ger­pat­ty aus 75 % Rind­fleisch und 25 % pflanz­li­chen Le­bens­mit­teln, wie bei­spiels­wei­se Pil­zen, kre­ieren. Da­durch kann ei­ner­seits der Fleisch­kon­sum re­du­ziert wer­den und an­de­rer­seits wird dem Um­welt­be­wusst­sein der Gäs­te Sor­ge getragen.

Neu­ar­ti­ge Süssungsmittel

Für die­je­ni­gen, die Süs­se aus­ser­halb der üb­li­chen Ver­däch­ti­gen, wie Zu­cker, Stevia, Ho­nig und Ahorn­si­rup su­chen, gibt es viel mehr zur Aus­wahl: Si­ru­p­re­duk­tio­nen aus Frucht­quel­len, wie Mönchs­früch­ten, Gra­nat­äp­feln, Ko­kos­nüs­sen und Dat­teln sind eine Mög­lich­keit, um Ih­rem An­ge­bot eine neu­ar­ti­ge Süs­se zu ver­lei­hen. Süss­si­ru­pe aus Stär­ke wie Sorghum und Süss­kar­tof­fel sind ver­gleich­bar mit den in­ten­si­ven Aro­men von Me­las­se oder Ho­nig und kön­nen zum Ba­cken und Süs­sen von Ge­trän­ken ver­wen­det wer­den. He­ben Sie sich mit dem Ver­zicht auf Zu­cker, Stevia oder Ho­nig von der Kon­kur­renz ab.

Neuartige Süssungsmittel zum Süssen von Speisen.

Ess­ba­re Trinkhalme

Vie­le Re­stau­rants und Bars set­zen kei­ne Plas­tik­trink­hal­me mehr ein. In den meis­ten Fäl­len wer­den die­se durch Trink­hal­me aus Pa­pier, Me­tall oder bio­lo­gisch ab­bau­ba­ren Ma­te­ria­li­en er­setzt. Der neus­te Trend sind ess­ba­re Trink­hal­me, wel­che bei­spiels­wei­se auf Ba­sis von Ap­fel­tres­ter, den Press­rück­stän­den bei der Her­stel­lung von Ap­fel­saft, pro­du­ziert wer­den. Die­se neue Art von Trink­hal­men tra­gen nicht nur zur Ver­bes­se­rung un­se­rer Um­welt bei, son­dern schme­cken auch fruch­tig-süss nach Apfel.

Kin­der­me­nüs

So­ge­nann­te Mill­en­ni­al-El­tern er­zie­hen eine Ge­nera­ti­on von klei­nen Fein­schme­ckern. El­tern le­ben den Kin­dern das Es­sen und de­ren Viel­falt vor. Da­her ist es nicht mehr un­üb­lich, dass Kin­der auch mal Su­shi mit den El­tern ver­spei­sen. Hin­zu kommt, dass El­tern eine ge­sun­de und aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung ih­rer Kin­der am Her­zen liegt. Folg­lich kann eine ab­wechs­lungs­rei­che und viel­sei­ti­ge Kin­der­kar­te, mit krea­ti­ven ve­ga­nen und ve­ge­ta­ri­schen Al­ter­na­ti­ven oder Pro­duk­ten aus bio­lo­gi­scher Her­stel­lung, ein Ma­gnet für Fa­mi­li­en werden.

Be­kann­te Trends

Dies sind Trends, die be­reits be­stehen, de­nen je­doch in Zu­kunft eine wach­sen­de Be­deu­tung zu­kom­men wird.

Plant Ba­sed Food

Der Trend von Plant Ba­sed Food exis­tiert be­reits seit ei­ner Wei­le, die­ser Trend ent­wi­ckelt sich je­doch fort­lau­fend wei­ter. Bis an­hin wur­den tie­ri­sche Pro­duk­te durch pflanz­li­che er­setzt wie bei­spiels­wei­se durch Früch­te, Al­gen, Pil­ze oder Soja. Das Spek­trum von pflanz­li­chen Er­satz­pro­duk­ten soll fort­lau­fend er­wei­tert wer­den. Ei­ner der neus­ten Trends be­steht dar­in, Soja durch Mung­boh­nen, Hanf­sa­men, Kür­bis, Was­ser­me­lo­nen­ker­ne oder gol­de­ne Chlo­rel­la zu er­set­zen. Wei­ter soll aus Was­ser­me­lo­nen­ker­nen, ver­schie­de­nen Nüs­sen und so­gar aus Ki­cher­erb­sen, But­ter her­ge­stellt wer­den, um die Pro­duk­ti­on und Ver­wer­tung von Palm­öl zu ver­rin­gern. Palm­öl wird als eine der Haupt­ur­sa­chen für die Ent­wal­dung und als eine gros­se Be­dro­hung für ver­schie­de­ne Tier­ar­ten an­ge­se­hen.
Spe­zi­al­tipp: Ken­nen Sie die Frucht «schwar­ze Sa­po­te»? Die­se Frucht schmeckt nach Scho­ko­la­den­pud­ding je­doch ist sie völ­lig ka­lo­rien­arm! Lei­der ist sie in der Schweiz nur sehr schwer erhältlich.

“Re­ge­ne­ra­ti­ve Landwirtschaft”

Ein Trend, der eben­falls schon seit ei­ni­ger Zeit be­steht. Die re­ge­ne­ra­ti­ve Land­wirt­schaft soll die Bo­den­ge­sund­heit ver­bes­sern und zum Kli­ma­schutz bei­tra­gen. In Kom­bi­na­ti­on mit der re­ge­ne­ra­ti­ven Land­wirt­schaft tritt auch der «Lo­ca­vo­re-Trend» auf. Bei die­sem An­satz kon­su­mie­ren Kon­su­men­ten nur Pro­duk­te, die in der Re­gi­on pro­du­ziert wurden.

Fer­men­tier­te al­ko­hol­freie Getränke

Das Ge­sund­heits­be­wusst­sein der Kon­su­men­ten be­schränkt sich nicht nur auf Spei­sen, son­dern über­trägt sich auch auf Ge­trän­ke. Da vie­le Ver­brau­cher nach Al­ter­na­ti­ven zu Al­ko­hol su­chen, tau­chen über­all ein­zig­ar­ti­ge al­ko­hol­freie Va­ria­tio­nen auf. Vie­le die­ser Ge­trän­ke ver­su­chen, klas­si­sche Cock­tail­aro­men mit De­stil­la­ti­ons­me­tho­den, die ty­pi­scher­wei­se für Al­ko­hol re­ser­viert sind, wie­der­her­zu­stel­len. Da­durch wird eine Al­ter­na­ti­ve zum Al­ko­hol ge­schaf­fen wie zum Bei­spiel al­ko­hol­frei­er Gin. Da­mit kön­nen Sie sich si­cher ge­hen, dass sich Gäs­te, die sonst den Bar­wa­gen mei­den, an­ge­zo­gen werden.

Getränketrends in der Gastronomie können zu mehr Erfolg führen

Zero Was­te

Kom­pos­tie­rung und Ver­mei­dung des Kaufs von Le­bens­mit­teln mit über­mäs­si­ger oder ver­schwen­de­ri­scher Ver­pa­ckung sind Mög­lich­kei­ten, wie Kö­che den Null-Ab­fall-Trend in die­sem Jahr in ihre Kü­che in­te­grie­ren kön­nen. Jün­ge­re so­wie auch äl­te­re Ge­nera­tio­nen schät­zen dies und wol­len Re­stau­rants un­ter­stüt­zen, die um­welt­freund­lich sind. Dem­entspre­chend soll­ten Sie dar­auf ach­ten und dies auch öf­fent­lich kommunizieren.

“Open Kit­chen”

Sie ken­nen si­cher be­reits den An­satz, dass Gäs­te in die Kü­che schau­en kön­nen. Der «open-kit­chen-trend» geht noch et­was wei­ter. Die Gäs­te be­su­chen Re­stau­rants, um et­was zu er­le­ben, sie wol­len Teil der Er­fah­rung sein. La­den Sie Ihre Gäs­te nicht nur zum Es­sen ein, son­dern ent­wer­fen Sie ein ein­zig­ar­ti­ges Er­leb­nis. Sei es, dass der Koch et­was am Tisch flam­biert oder auch nur den Tel­ler am Tisch an­rich­tet: Ih­rer Fan­ta­sie sind kei­ne Gren­zen gesetzt.

Un­se­re Lösungen

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Grün­der­pfad zum ei­ge­nen Gastrobetrieb

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