MIt einer Versicherung können Sie Ihr Gastronomiebetrieb schützen.
Beim Füh­ren ei­nes Re­stau­rants oder ei­ner Bar sind Sie vie­len Ri­si­ken aus­ge­setzt, wel­che Sie im Scha­dens­fall teu­er zu ste­hen kom­men. Wir zei­gen Ih­nen, mit wel­chen ob­li­ga­to­ri­schen so­wie frei­wil­li­gen Ver­si­che­run­gen Sie sich und Ih­ren Gas­tro­no­mie­be­trieb am bes­ten schüt­zen können. 

Be­ra­tung Versicherungen

Möch­ten Sie eine kos­ten­lo­se Be­ra­tung er­hal­ten? Un­ser Part­ner kon­tak­tiert Sie ger­ne für ein un­ver­bind­li­ches Be­ra­tungs­ge­spräch. Sie pro­fi­tie­ren von ei­nem Gastro­pe­dia Ra­batt von bis zu 25 % auf den Be­triebs- und Personenversicherungen.

Ob­li­ga­to­ri­sche Versicherungen

Tabelle mit Überblick über die obligatorischen Versicherungen in der Gastronomie

Fol­gend zei­gen wir Ih­nen, wel­che Ver­si­che­run­gen Sie für sich und Ihre Mit­ar­bei­ten­den in der Gas­tro­no­mie ab­schlies­sen müs­sen. Wenn Sie eine Ein­zel­fir­ma grün­den, gel­ten Sie so­wohl als Selb­stän­di­g­er­wer­ben­der als auch als Ar­beit­ge­ber. In die­sem Fall wer­den Sie von vie­len So­zi­al­ver­si­che­run­gen als Spe­zi­al­fall be­han­delt. De­tails zu die­sen Aus­nah­men fin­den Sie in der Be­schrei­bung der je­wei­li­gen Versicherung.

1. Säu­le (AHV / IV / EO)

Fällt das Er­werbs­ein­kom­men in­fol­ge von Al­ter oder Tod des Ehe­part­ners weg, soll die Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung (AHV) den Exis­tenz­be­darf de­cken. Die AHV ist für alle in der Schweiz wohn­haf­ten oder er­werbs­tä­ti­gen Per­so­nen ob­li­ga­to­risch. Ab dem 1. Ja­nu­ar nach dem 17. Ge­burts­tag müs­sen Er­werbs­tä­ti­ge Bei­trä­ge be­zah­len. Spä­tes­tens ab dem 1. Ja­nu­ar nach dem 20. Ge­burts­tag sind alle Per­so­nen (so­mit auch Nicht­er­werbs­tä­ti­ge) beitragspflichtig.

Die In­va­li­den­ver­si­che­rung (IV) deckt das Ri­si­ko der In­va­li­di­tät auf­grund Krank­heits- und Un­fall­fol­gen ab.

Die Er­werbs­er­satz­ord­nung (EO) er­setzt den Per­so­nen, die Militär‑, Zi­vil­dienst oder Zi­vil­schutz leis­ten, ei­nen Teil des Lohn­aus­falls. Zu­dem über­nimmt die EO wäh­rend 14 Wo­chen nach der Ge­burt den Lohn­aus­fall bei Mutterschaft.

Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung (ALV)

Die Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung (ALV) er­bringt Leis­tun­gen im Fal­le der Ar­beits­lo­sig­keit, Kurz­ar­beit, wet­ter­be­ding­ten Ar­beits­aus­fäl­len und Zah­lungs­un­fä­hig­keit der Ar­beit­ge­be­rin und för­dert die Wie­der­ein­glie­de­rung von Er­werbs­lo­sen in den Arbeitsmarkt.

Grund­sätz­lich sind alle Ar­beit­neh­mer ver­si­che­rungs­pflicht. Das heisst, dass Sie auch als Ge­sell­schaf­ter ei­ner AG oder GmbH sich und Ihre Ar­beit­neh­mer bei der ALV an­mel­den müs­sen. Füh­ren Sie ein Ein­zel­un­ter­neh­men oder sind Sie Teil ei­ner Per­so­nen­ge­sell­schaft, gel­ten Sie als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­der und sind nicht versicherbar.

Ab­rech­nung der 1. Säu­le und der ALV

So­wohl Sie als Ar­beit­ge­ber als auch Ihre Ar­beit­neh­mer zah­len je 5.3 % des AHV-Brut­to­lohns als Bei­trä­ge an die AHVIV und EO. Die ALV be­trägt 2.2 % des Brut­to­lohns, wo­bei auch hier je die Hälf­te (1.1 %) vom vom Ar­beit­neh­mer bzw. Ar­beit­ge­ber be­zahlt wird.

Vor der Grün­dung oder Über­nah­me Ih­res Be­triebs müs­sen Sie sich bei der Aus­gleichs­kas­se an­mel­den. Für Mit­glie­der des Be­rufs­ver­ban­des Gastro­Suis­se ist die Ver­bands­kas­se Gastro­So­cial die zu­stän­di­ge Aus­gleichs­kas­se (ob­li­ga­to­risch). Sind Sie nicht Mit­glied von Gastro­Suis­se, mel­den Sie sich und Ihre An­ge­stell­ten bei der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Aus­gleichs­kas­se an.

Die Aus­gleichs­kas­se ent­schei­det, ob Sie als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­der oder Ar­beit­neh­mer gel­ten. Als Ar­beit­neh­mer gel­ten Sie dann, wenn Sie als Ge­sell­schaf­ter ei­ner AG oder GmbH im Un­ter­neh­men ar­bei­ten. Die AHV-Prä­mi­en sind für Selbst­stän­di­ge tie­fer als für An­ge­stell­te. Die­se Ein­tei­lung ist auch für wei­te­re Ver­si­che­run­gen wie die Un­fall­ver­si­che­rung oder Pen­si­ons­kas­se wichtig.

Be­ruf­li­che Vor­sor­ge (BVG)

Die Be­ruf­li­che Vor­sor­ge (auch Pen­si­ons­kas­se ge­nannt) soll Rent­nern ein fi­nan­zi­ell kom­for­ta­bles Le­ben über dem Exis­ten­mi­ni­mum er­mög­li­chen. Ob­li­ga­to­risch bei­trags­pflich­tig sind Ihre Mit­ar­bei­ten­den, wel­che zwi­schen 18 Jah­re und 65 Jah­re (Frau­en 64 Jah­re) alt sind und jähr­lich min­des­tens Fr. 21’510.- ver­die­nen. Sie als Ar­beit­ge­ber müs­sen we­nigs­tens die Hälf­te der Prä­mie übernehmen.

Grund­sätz­lich kön­nen Sie als Be­triebs­füh­re­rin frei ent­schei­den, bei wel­cher der vie­len Pen­si­ons­kas­sen Sie Ihre Mit­ar­bei­ter ver­si­chern. Im L‑GAV des Gast­ge­wer­bes gibt es aber ei­ni­ge zu­sätz­li­che Be­stim­mun­gen, wel­che bei der Be­ruf­li­chen Vor­sor­ge be­ach­tet wer­den müs­sen. Die wich­tigs­te Pen­si­ons­kas­se, die mit dem L‑GAV kon­form ist, ist die Ver­bands­kas­se GastroSocial.

Als selbst­stän­di­g­er­wer­ben­de Per­son sind Sie hin­ge­gen nicht ob­li­ga­to­risch der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge un­ter­stellt, kön­nen sich aber frei­wil­lig ver­si­chern las­sen. Bes­ten­falls ver­si­chern Sie sich gleich bei der­sel­ben Pen­si­ons­kas­se wie Ihr Personal.

Fa­mi­li­en­zu­la­gen

Die Fa­mi­li­en­zu­la­gen sol­len die Kos­ten, die den El­tern durch den Un­ter­halt ih­rer Kin­dern ent­ste­hen, aus­glei­chen. Alle Ar­beit­neh­mer, Nicht­er­werbs­tä­ti­ge und Selb­stän­di­ge­wer­ben­den in der Schweiz sind anspruchsberechtigt.

Als Ar­beit­ge­ber müs­sen Sie sich in im Kan­ton Ih­res Be­trie­bes ei­ner dort tä­ti­gen Fa­mi­li­en­aus­gleichs­kas­se an­schlies­sen und die Bei­trä­ge ein­zah­len. Die­se Ver­pflich­tung be­steht auch dann, wenn Sie nur Per­so­nal ohne Kin­der be­schäf­ti­gen. Die Zu­la­gen müs­sen Sie dann zu­sam­men mit dem Lohn den Ar­beit­neh­mern auszahlen.

Als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­de un­ter­ste­hen Sie der Fa­mi­li­en­zu­la­gen­ord­nung des Kan­tons, in wel­chem Sie von der AHV er­fasst sind. Sie müs­sen sich dort ei­ner Fa­mi­li­en­aus­gleichs­kas­se an­schlies­sen, auch wenn Sie selbst kei­ne Fa­mi­li­en­zu­la­gen be­zie­hen. Falls Sie An­spruch auf Fa­mi­li­en­zu­la­gen ha­ben, er­hal­ten Sie die Zu­la­gen di­rekt von der Ausgleichskasse.

Kran­ken­ver­si­che­rung (KV)

Die Kran­ken­ver­si­che­rung ist für in der Schweiz woh­nen­de Per­so­nen ob­li­ga­to­risch. Die Ver­si­che­rung ist da­bei Sa­che Ih­rer Mit­ar­bei­ter. Sie als Ar­beit­ge­ber müs­sen Ihr Per­so­nal dar­auf hin­wei­sen, dass der Ab­schluss der Ver­si­che­rung ob­li­ga­to­risch ist.

Un­fall­ver­si­che­run­gen (UVG)

Die Be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung (BUV) über­nimmt die Hei­lungs­kos­ten und die Lohn­fort­zah­lung bei ei­nem Aus­fall auf­grund ei­nes Un­falls wäh­rend der Ar­beit oder auf dem Arbeitsweg.

Sie sind als Ar­beit­ge­ber ver­pflich­tet, alle Mit­ar­bei­ter ge­gen Be­rufs­un­fall zu ver­si­chern. Als Mit­glied ei­ner AG oder GmbH gel­ten Sie auch als Ar­beit­neh­mer, falls Sie in der Ge­sell­schaft ar­bei­ten. In die­sem Fall müs­sen auch Sie ver­si­chert wer­den. Die ge­sam­ten Kos­ten der Be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung tra­gen Sie als Ar­beit­ge­ber und kön­nen nicht vom Lohn Ih­rer An­ge­stell­ten ab­ge­zo­gen werden.

Die Nicht­be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung ver­si­chert ge­gen Un­fäl­le in der Frei­zeit. Mit­ar­bei­ter, die min­des­tens 8 Stun­den pro Wo­che bzw. 32 Stun­den im Mo­nat ar­bei­ten, müs­sen ge­gen Nicht­be­rufs­un­fall ver­si­chert wer­den. Die Prä­mie der Nicht­be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung zie­hen Sie Ih­ren An­ge­stell­ten vom Lohn ab. Sie als Ar­beit­ge­be­rin über­wei­sen den Prä­mi­en­be­trag dann an die Versicherung.

Die Un­fall­ver­si­che­rung für die BUV wie die NBUV kann über die Suva oder bei ei­ner an­de­ren zu­ge­las­se­nen Ver­si­che­rung (Pri­vat­ver­si­che­rer, Kran­ken­kas­sen, öf­fent­li­che Un­fall­ver­si­che­rungs­kas­sen) ab­ge­schlos­sen wer­den. Die Höhe der Prä­mi­en ist von der Grös­se so­wie des all­ge­mei­nen Ri­si­kos des Be­triebs abhängig.

Als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­der sind Sie nicht ob­li­ga­to­risch un­fall­ver­si­chert. Sie kön­nen sich aber frei­wil­lig bei der­sel­ben Ver­si­che­rung wie Ihr Per­so­nal ver­si­chern lassen.

Kran­ken­tag­geld­ver­si­che­rung (KTG)

Ge­mäss dem L‑GAV für das Gast­ge­wer­be sind Sie als Ar­beit­ge­ber ver­pflich­tet, für alle Ihre Ar­beit­neh­me­rin eine Kran­ken­tag­geld­ver­si­che­rung ab­zu­schlies­sen. Ist eine Mit­ar­bei­te­rin krank oder fällt sie we­gen Mut­ter­schaft aus, be­kommt sie wei­ter­hin ei­nen Teil des Lohns wäh­rend ei­ner be­stimm­ten Zeit­dau­er. Sie als Ar­beit­ge­ber müs­sen min­des­tens die Hälf­te der Prä­mie über­neh­men. Als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­de ist die KTG nicht ob­li­ga­to­risch, der Ab­schluss ei­ner frei­wil­li­gen Kran­ken­tag­geld­ver­si­che­rung ist aber zu empfehlen.

Für die Wahl der pas­sen­den KTG kön­nen Sie sich von ver­schie­de­nen pri­va­ten Ver­si­che­run­gen Of­fer­ten ein­ho­len, da­mit Sie de­ren An­ge­bo­te ver­glei­chen können.

Mo­tor­fahr­zeug­ver­si­che­rung

Be­sit­zen Sie Be­triebs­fahr­zeu­ge, müs­sen Sie für die­se eine Mo­tor­fahr­zeug­ver­si­che­rung ab­schlies­sen. Die Ver­si­che­rung be­zahlt, wenn mit dem ver­si­cher­ten Fahr­zeug Per­so­nen oder Sa­chen ge­schä­digt wer­den. Es kommt da­bei nicht dar­auf an, wer das Auto fährt. Zu­sätz­lich kön­nen Sie mit ei­ner Kas­ko­ver­si­che­rung Sach­schä­den am Fahr­zeug ab­de­cken. Die Kas­ko­ver­si­che­rung ist freiwillig.

Frei­wil­li­ge Versicherungen

Im Fol­gen­den stel­len wir Ih­nen die Ver­si­che­run­gen vor, wel­che nicht ob­li­ga­to­risch ab­ge­schlos­sen wer­den müs­sen, trotz­dem aber sehr zu emp­feh­len sind für ei­nen Gastronomiebetrieb.

Füh­ren Sie be­reits vor der Er­öff­nung Ih­res Be­trie­bes eine Ri­si­ko­ana­ly­se durch. Da­bei de­cken Sie die Ri­si­ken Ih­res Gast­ge­wer­be­be­triebs auf und kön­nen sich in ei­nem nächs­ten Schritt über­le­gen, wel­che Ver­si­che­run­gen die pas­sen­den für Ih­ren Be­trieb sind. Für alle auf­ge­führ­ten Ver­si­che­run­gen gibt es ver­schie­dens­te An­ge­bo­te pri­va­ter Ver­si­che­rer. Leis­tun­gen und Preis kön­nen da­bei va­ri­ie­ren, wes­halb das Ein­ho­len von meh­re­ren Of­fer­ten zum Ver­gleich emp­foh­len wird.

Be­triebs­haft­pflicht

Schä­di­gen Sie durch Ih­ren Gast­ge­wer­be­be­trieb Per­so­nen oder Sa­chen, so wer­den Sie haft­pflich­tig. Dies kann schnell teu­er wer­den, wenn sich bspw. ein Gast auf­grund ei­ner Le­bens­mit­tel­ver­gif­tung für meh­re­re Tage ins Spi­tal muss und län­ge­re Zeit ar­beits­un­fä­hig bleibt. Sol­che Schä­den kön­nen Sie mit ei­ner Be­triebs­haft­pflicht ver­si­chern. Die Ver­si­che­rung deckt je nach Bran­che ver­schie­de­ne Ri­si­ken ab. Wir emp­feh­len Ih­nen des­halb, eine auf die Gas­tro­no­mie zu­ge­schnit­te Be­triebs­haft­pflicht abzuschliessen.

Wählen Sie Versicherungen aus, die für Ihr Restaurant passend sind

Sach­ver­si­che­rung

Eine Sach­ver­si­che­rung schützt das ge­sam­te In­ven­tar Ih­res Re­stau­rants wie Wa­ren, Ma­schi­nen, Com­pu­ter und Werk­zeu­ge. Grund­sätz­lich de­cken Sach­ver­si­che­run­gen Schä­den durch Feu­er, Was­ser oder Ein­bruch. Wich­tig ist, dass Sie den ge­nau­en Wert des In­ven­tars re­gel­mäs­sig über­prü­fen, weil die Ver­si­che­rungs­sum­me dem Er­satz­wert der Ge­gen­stän­de entspricht.

Ge­bäu­de­ver­si­che­rung

Die­se Ver­si­che­rung müs­sen Sie nur ab­schlies­sen, wenn Sie Ei­gen­tü­mer des Be­trie­bes sind. Die Ge­bäu­de­ver­si­che­rung schützt Ihre Lie­gen­schaft vor sämt­li­chen Ri­si­ken. Die Feu­er- und Ele­men­tar­ver­si­che­rung ist in den meis­ten Kan­to­nen ob­li­ga­to­risch. Die Ele­men­tar­ver­si­che­rung schützt da­bei vor Schä­den durch die Na­tur wie bspw. Ha­gel, Sturm oder Über­schwem­mun­gen. Eine Ge­bäu­de­ver­si­che­rung soll­ten Sie in je­dem Fall ab­schlies­sen, denn Schä­den am Ge­bäu­de kön­nen schnell hohe Kos­ten verursachen.

Ge­bäu­de­haft­pflicht

Ver­letzt sich ein Gast durch ei­nen her­ab­fal­len­den Dach­zie­gel oder stürzt auf­grund Glatt­eis beim Ein­gang des Re­stau­rant, wer­den Sie als Ei­gen­tü­me­rin des Ge­bäu­des haft­bar. Die Ge­bäu­de­haft­pflicht über­nimmt Schä­den, wel­che durch das Ge­bäu­de bzw. Grund­stück entstehen.

Be­triebs­un­ter­bruch­ver­si­che­rung

Muss Ihr Re­stau­rant län­ger ge­schlos­sen blei­ben z.B. we­gen ei­nes Bran­des, kann dies die Exis­tenz Ih­res Re­stau­rants ge­fähr­den. Die Ver­si­che­rung deckt in ei­ner sol­chen Si­tua­ti­on die fi­nan­zi­el­len Fol­gen des Be­triebs­un­ter­bruchs. Das heisst die di­rek­ten Kos­ten so­wie den ent­gan­ge­nen Gewinn.

Rechts­schutz­ver­si­che­rung

Falls es zu Strei­tig­kei­ten mit dem Lie­fe­ran­ten, Kun­den oder Mit­ar­bei­ter kommt, kann es in ei­nem Ver­fah­ren vor Ge­richt schnell teu­er wer­den. Die Rechts­schutz­ver­si­che­rung si­chert Sie ge­gen die fi­nan­zi­el­len Ri­si­ken sol­cher Rechts­strei­tig­kei­ten ab, hilft Ih­nen aber auch bei all­ge­mei­nen ju­ris­ti­schen Fragen.

Or­gan­haft­pflicht­ver­si­che­rung

In ei­nem Un­ter­neh­men fal­len Ver­wal­tungs­rä­te, Ge­schäfts­füh­rer oder Per­so­nen in lei­ten­der Po­si­ti­on wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen. Ver­let­zen die­se Per­so­nen Ihre Pflich­ten, kön­nen Sie scha­den­er­satz­pflich­tig wer­den. Die Or­gan­haft­pflicht­ver­si­che­rung deckt die­ses Ri­si­ko ab, in­dem sie all­fäl­li­ge Scha­den­kos­ten über­nimmt oder ab­wehrt. Eine sol­che Ver­si­che­rung ist vor al­lem bei grös­se­ren Un­ter­neh­men sinnvoll.

Fa­zit

Wir emp­feh­len Ih­nen, die ein­zel­nen Ver­si­che­run­gen sorg­fäl­tig zu ver­glei­chen. Da­mit ver­hin­dern Sie, dass Sie für be­stimm­te Schä­den oder Aus­fäl­le mehr­fach oder gar nicht ab­ge­deckt sind. Be­den­ken Sie, dass die ab­ge­schlos­se­nen Ver­si­che­run­gen für Sie fi­nan­zi­ell trag­bar sein müs­sen. Las­sen Sie sich da­her im Vor­he­r­ein gut be­ra­ten und schlies­sen Sie Ver­si­che­run­gen ab, wel­che auf das Gast­ge­wer­be zu­ge­schnit­ten sind.

Un­se­re Lösungen

Be­ra­tung Versicherungen

Möch­ten Sie eine kos­ten­lo­se Be­ra­tung er­hal­ten? Un­ser Part­ner kon­tak­tiert Sie ger­ne für ein un­ver­bind­li­ches Be­ra­tungs­ge­spräch. Sie pro­fi­tie­ren von ei­nem Gastro­pe­dia Ra­batt von bis zu 25 % auf den Be­triebs- und Personenversicherungen.

Ver­wand­te Artikel

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Verbänden in der Gastronomie

Ver­bän­de in der Gastronomie 

Mit der Mit­glied­schaft bei ei­nem Gas­tro­no­mie­ver­band pro­fi­tie­ren Sie von di­ver­sen Vor­tei­len: Bran­chen­news, Gleich­ge­sinn­te, Ver­güns­ti­gun­gen etc. Zu­dem set­zen sich die Ver­bän­de für die In­ter­es­sen der Mit­glie­der in der Öf­fent­lich­keit ein. Doch wel­cher Ver­band passt zu mir und mei­nem Restaurant?

Weiterlesen » 
Frau macht sich Gedanken, welche Rechtsform sie für ihren neuen Gastrobetrieb wählen soll

Ein­zel­fir­ma oder GmbH? — Rechts­form in der Gastronomie 

Oft ste­hen Sie als an­ge­hen­de Gas­tro­no­min vor dem Ent­scheid, wel­che Rechts­form Sie bei der Grün­dung Ih­res Re­stau­rants wäh­len sol­len. Soll es ein Ein­zel­un­ter­neh­men, eine GmbH oder doch eine Ak­ti­en­ge­sell­schaft wer­den? Die Rechts­form hat Aus­wir­kun­gen auf die Grün­dungs­kos­ten, Haf­tung, Be­trei­bung, Steu­ern und vie­les mehr.

Weiterlesen » 
Eine Gasse mit verschiedenen Tischen eines Gastronomiebetriebs

Re­stau­rant kau­fen oder mieten? 

Wenn Sie ein Re­stau­rant er­öff­nen, stellt sich die Fra­ge, wel­chen Ver­trag Sie ab­schlies­sen. Wir er­klä­ren Ih­nen den Kauf­ver­trag, den Miet­ver­trag, den Pacht­ver­trag und den Fran­chise­ver­trag und zei­gen Ih­nen die Un­ter­schie­de so­wie die Vor- und Nach­tei­le auf. 

Weiterlesen » 

Bild­quel­le 1: Ivan Vranić/unsplash.com
Bild­quel­le 2: chuttersnap/unsplash.com

Frau macht sich Gedanken, welche Rechtsform sie für ihren neuen Gastrobetrieb wählen soll
Oft ste­hen Sie als an­ge­hen­de Gas­tro­no­min vor dem Ent­scheid, wel­che Rechts­form Sie bei der Grün­dung Ih­res Re­stau­rants wäh­len sol­len. Soll es ein Ein­zel­un­ter­neh­men, eine GmbH oder doch eine Ak­ti­en­ge­sell­schaft wer­den? Die Rechts­form hat Aus­wir­kun­gen auf die Grün­dungs­kos­ten, Haf­tung, Be­trei­bung, Steu­ern und vie­les mehr. 

Rechts­form­test

Un­ser kos­ten­lo­ser Rechts­form­test un­ter­stützt Sie bei der Su­che nach der ge­eig­ne­ten Rechts­form. Tes­ten Sie ihn gleich!

Wie wäh­len Sie die ge­eig­ne­te Rechts­form Ih­res Gastronomiebetriebes?

Beim Wäh­len der Rechts­form Ih­res Be­trie­bes soll­ten Sie ins­be­son­de­re die nach­fol­gen­den Kri­te­ri­en be­ach­ten. Sie ent­schei­den je­doch selbst, wel­che Kri­te­ri­en für Sie wich­tig sind und wel­che weniger.

  • Be­dürf­nis­se und Zie­le des Un­ter­neh­mens
    Die Rechts­form ist ab­hän­gig von der Art wie der Be­trieb ge­führt wer­den soll und dem ver­folg­ten Un­ter­neh­mens­zweck.
  • Fi­nan­zi­el­les Ri­si­ko
    Je hö­her das fi­nan­zi­el­le Ri­si­ko ist, des­to wich­ti­ger ist die Haf­tungs­fra­ge. Ist Ih­nen eine Haf­tungs­be­schrän­kung wich­tig oder nicht?
  • Unabhängigkeit/Handlungsspielraum
    Je nach Rechts­form ist der Hand­lungs­spiel­raum als Un­ter­neh­me­rin mehr oder we­ni­ger stark ein­ge­schränkt. Wol­len Sie in Ih­rem Re­stau­rant al­lein be­stim­men und auch die al­lei­ni­ge Ver­ant­wor­tung tragen?
  • Ka­pi­tal
    Die Grün­dungs­kos­ten und das not­wen­di­ge Min­dest­ka­pi­tal va­ri­ie­ren je nach Rechtsform.
Tabelle mit Überblick der Rechtsformen in der Gastronomie

Wir ha­ben für Sie drei Bei­spie­le er­stellt, die kon­kre­ter auf die Un­ter­schie­de der Rechts­for­men ein­ge­hen und Ih­nen die­se nä­her­brin­gen sol­len. Zu­dem fin­den Sie wert­vol­le Tipps, was Sie bei der Grün­dung der ein­zel­nen Rechts­for­men be­ach­ten soll­ten, und als Lö­sung ei­nen Rechtsformtest.

Ein­zel­un­ter­neh­men

Bar­ba­ra Ha­ber plant al­lei­ne ein Café zu er­öff­nen. Dies soll­te mög­lichst schnell und un­ver­bind­lich ge­sche­hen. Sie will den ad­mi­nis­tra­ti­ven Auf­wand mög­lichst ge­ring hal­ten. Bar­ba­ra ent­schei­det sich des­halb für ein Einzelunternehmen.

Ein Ein­zel­un­ter­neh­men be­steht nur aus ei­ner ein­zel­nen Per­son als In­ha­be­rin. Es kön­nen aber wei­te­re Per­so­nen an­ge­stellt wer­den. Das Ein­zel­un­ter­neh­men eig­net sich be­son­ders für Tä­tig­kei­ten, die stark mit der In­ha­be­rin in Ver­bin­dung ste­hen. Die Grün­dung ist ein­fach und an kei­ne Form ge­bun­den. Dies er­mög­licht eine ra­sche Geschäftsaufnahme.

Vor­tei­le

Nach­tei­le

Was muss Bar­ba­ra bei der Grün­dung Ih­res Ein­zel­un­ter­neh­mens beachten? 

  • Ent­ste­hung: Das Ein­zel­un­ter­neh­men ent­steht mit der Auf­nah­me der Ge­schäfts­tä­tig­keit. Es ist kei­ne ei­gent­li­che Grün­dung notwendig.
  • Min­dest­ka­pi­tal: Bar­ba­ra muss kein Min­dest­ka­pi­tal zur Grün­dung vor­wei­sen können.
  • Name (Fir­ma): Der Fir­men­na­me muss den Fa­mi­li­en­na­men des In­ha­bers ent­hal­ten. Bar­ba­ras Café heisst so­mit „Café Haber“.
  • Staatsangehörigkeit/Wohnsitz in der Schweiz: Bar­ba­ra ist Schwei­ze­rin und muss nichts zu­sätz­lich be­ach­ten. Je­doch sind bei ei­ner an­de­ren Staats­an­ge­hö­rig­keit die ent­spre­chen­den Ar­beits- und Auf­ent­halts­be­wil­li­gun­gen erforderlich.
  • Haf­tung: Bar­ba­ra un­ter­liegt ei­ner per­sön­li­chen und un­be­schränk­ten Haf­tung für sämt­li­che Schul­den ih­res Ca­fés. Bar­ba­ra haf­tet also mit ih­rem Pri­vat­ver­mö­gen. Wenn sich das Ge­schäfts­ver­mö­gen auf Fr. 30’000.- be­läuft und sie Schul­den von Fr. 40’000.- be­glei­chen muss, dann muss sie für die rest­li­chen Fr. 10’000.- pri­vat, das heisst mit ih­rem Ver­mö­gen, auf­kom­men. Geht ihre Ge­schäfts­idee schief, dann ist das Pri­vat­ver­mö­gen ge­fähr­det. Dies ist ein Grund für Bar­ba­ra, sich zu über­le­gen, ob sie das Ein­zel­un­ter­neh­men spä­ter nicht in eine GmbH oder al­len­falls eine AG um­wan­deln will.
  • Buch­füh­rungs­pflicht: Das ist ab­hän­gig vom Jah­res­um­satz des Ca­fés von Bar­ba­ra. Be­trägt der Jah­res­um­satz we­ni­ger als Fr. 500’000.-, ist Bar­ba­ra nur zur Buch­füh­rung über Aus­ga­ben, Ein­nah­men und Ver­mö­gens­la­ge ver­pflich­tet (ver­ein­fach­te Buch­füh­rung). Mit ei­nem Jah­res­um­satz von mehr als Fr. 500’000.- ist Bar­ba­ra aber zur Buch­hal­tung und Rech­nungs­le­gung ver­pflich­tet. Das heisst, es muss eine dop­pel­te Buch­hal­tung mit Bi­lanz, Er­folgs­rech­nung und In­ven­tar ge­führt werden.
  • Re­vi­si­on (Über­prü­fung der Buch­hal­tung durch eine ex­ter­ne Re­vi­si­ons­stel­le): Bar­ba­ra ist nicht ver­pflich­tet, eine Re­vi­si­ons­stel­le einzusetzen.
  • Steu­er: Bar­ba­ra muss nur eine Steu­er­erklä­rung aus­fül­len. Ihr Pri­vat­ver­mö­gen und Ein­kom­men wird ge­mein­sam mit dem Ver­mö­gen und Ein­kom­men des Ca­fés versteuert.
  • Be­trei­bung auf Pfän­dung: Ohne den Ein­trag ins Han­dels­re­gis­ter un­ter­liegt Bar­ba­ra der Be­trei­bung auf Pfän­dung. Das be­deu­tet, dass so viel von Bar­ba­ras Ver­mö­gen oder Ein­kom­men ge­pfän­det wird wie nö­tig ist, um die For­de­rung zu begleichen.
  • Selb­stän­di­ge Er­werbs­tä­tig­keit: Grün­der von Ein­zel­un­ter­neh­men gel­ten in der Re­gel als selb­stän­dig Er­wer­ben­de und sind so­mit für die Ab­si­che­rung ih­rer So­zi­al­ver­si­che­run­gen selbst ver­ant­wort­lich. Die AHV-Aus­gleichs­kas­se ent­schei­det dar­über, ob Bar­ba­ra selb­stän­dig er­werbs­tä­tig ist. Wenn Bar­ba­ra in Zu­kunft Mit­ar­bei­ter an­stellt, muss sie die­se bei den So­zi­al­ver­si­che­run­gen anmelden.
  • Han­dels­re­gis­ter­ein­trag (lie­fert wirt­schaft­li­che In­for­ma­tio­nen über Un­ter­neh­men): Erst ab ei­nem Jah­res­um­satz von Fr. 100’000.- ist der Han­dels­re­gis­ter­ein­trag für Bar­ba­ra obligatorisch.
 

Bar­ba­ra kann aber ihr Café auch frei­wil­lig im Han­dels­re­gis­ter ein­tra­gen las­sen, der Ein­trag bringt fol­gen­de Vor­tei­le mit sich:

  • Schutz der Fir­ma (Name)
  • Öf­fent­lich­keit und Trans­pa­renz der recht­li­chen Ver­hält­nis­se von Un­ter­neh­men. Dies er­höht die Kre­dit­wür­dig­keit des Un­ter­neh­mens. Die Ak­ten im Han­dels­re­gis­ter kön­nen im zen­tra­len Fir­men­in­dex ein­ge­se­hen werden.
  • Be­weis­funk­ti­on

Bar­ba­ras Café un­ter­liegt durch den Ein­trag ins Han­dels­re­gis­ter nicht mehr der Be­trei­bung auf Pfän­dung, son­dern der Be­trei­bung auf Konkurs.

Will sich Bar­ba­ra im Han­dels­re­gis­ter ein­tra­gen las­sen, be­sucht sie am bes­ten die of­fi­zi­el­le Sei­te des Kan­tons, in dem sie ihr Café er­öff­nen will. Auf die­ser Web­site fin­det sie das Han­dels­re­gis­ter­amt des Kan­tons, über wel­ches sie sich ein­tra­gen las­sen kann. Bar­ba­ra kann den Han­dels­re­gis­ter­ein­trag auch über das Por­tal ea­sy­gov vor­neh­men, wel­ches Un­ter­neh­men bei der Grün­dung unterstützt.

Ea­sy­Gov

Das Por­tal Ea­sy­Gov un­ter­stützt Sie Schritt für Schritt beim Grün­den ei­nes Un­ter­neh­mens jeg­li­cher Art von Rechtsform. 

Ach­tung: Es gibt zahl­rei­che in­of­fi­zi­el­le Sei­ten, wel­che den Ein­trag in ein an­de­res von Pri­va­ten ver­fass­ten Fir­men­ver­zeich­nis an­bie­ten. Die­se Sei­ten soll­ten Sie mei­den, weil Sie eine viel hö­he­re Ein­tra­gungs­ge­bühr be­zah­len müs­sen und der Nut­zen frag­wür­dig ist.

Die GmbH ist eher für kleine Betriebe geeignet und personenbezogener als eine AG.

Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung (GmbH)

Hans Fein­schme­cker hat sich ent­schie­den, sei­nen Traum von ei­nem ei­ge­nen Re­stau­rant zu ver­wirk­li­chen. Er will ein Re­stau­rant na­mens „Fei­ner Ge­schmack“ in Wil­li­s­au er­öff­nen. Vor kur­zem hat er ein Erbe von Fr. 50’000.- von sei­nem Va­ter er­hal­ten und will die­ses in sein Re­stau­rant in­ves­tie­ren. Hans will das fi­nan­zi­el­le Ri­si­ko ein­schrän­ken und nimmt hö­he­re An­for­de­run­gen an die Grün­dung in Kauf. Hans ent­schei­det sich des­halb eine GmbH zu gründen.

Die GmbH ist eher für klei­ne Be­trie­be ge­eig­net und per­so­nen­be­zo­ge­ner als eine AG. Es wird je­der Ge­sell­schaf­ter (In­ha­ber) im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen und ist so­mit öf­fent­lich ein­seh­bar. Eine GmbH kann meh­re­re Ge­sell­schaf­ter haben.

Vor­tei­le

Nach­tei­le

Was muss Hans bei der Grün­dung sei­ner GmbH beachten? 

  • Öf­fent­li­che Be­ur­kun­dung: Hans muss in ei­ner öf­fent­li­chen Ur­kun­de er­klä­ren, dass er eine GmbH grün­det und dar­in des­sen Or­ga­ni­sa­ti­on und Aus­ge­stal­tung re­geln (Ge­sell­schafts­ver­trag) und die Or­ga­ne (Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung, Ge­schäfts­füh­rung, Re­vi­si­ons­stel­le) be­stim­men. Für die öf­fent­li­che Be­ur­kun­dung ist ein No­tar notwendig.
  • Ent­ste­hung: Die GmbH ent­steht erst durch den Ein­trag ins Handelsregister.
  • Min­dest­ka­pi­tal: Hans be­nö­tigt zur Grün­dung ein Min­dest­ka­pi­tal von Fr. 20’000.-. Bis zum Ein­trag ins Han­dels­re­gis­ter muss das Ka­pi­tal auf ei­nem Sperr­kon­to bei der Bank hin­ter­legt werden.
  • Name (Fir­ma): Der Fir­men­na­me kann Hans frei wäh­len, je­doch ist der Zu­satz „GmbH“ ob­li­ga­to­risch. So­mit lau­tet die Fir­ma sei­nes Re­stau­rants „Fei­ner Ge­schmack GmbH“.
  • Staatsangehörigkeit/Wohnsitz in der Schweiz: Min­des­tens ein Ge­schäfts­füh­rer oder Di­rek­tor muss sei­nen Wohn­sitz in der Schweiz haben.
  • Haf­tung: Hans haf­tet nur mit dem Ge­schäfts­ver­mö­gen für Schul­den der GmbH. Es be­steht kei­ne per­sön­li­che Haf­tung. Wenn also kein Ge­schäfts­ver­mö­gen mehr vor­han­den ist und die GmbH Schul­den im Um­fang von Fr. 50’000.- zu be­zah­len hat, muss Hans nicht mit sei­nem Pri­vat­ver­mö­gen da­für auf­kom­men. Folg­lich wird nur die GmbH zah­lungs­un­fä­hig, nicht aber Hans als Gesellschafter.
  • Buch­füh­rungs­pflicht: Hans ist zur Buch­füh­rung und Rech­nungs­le­gung ver­pflich­tet. Er muss eine dop­pel­te Buch­hal­tung mit Bi­lanz, Er­folgs­rech­nung und In­ven­tar führen.
  • Re­vi­si­on (Über­prü­fung der Buch­hal­tung durch eine ex­ter­ne Re­vi­si­ons­stel­le): Hans ist ver­pflich­tet, eine staat­lich zu­ge­las­se­ne Re­vi­si­ons­stel­le einzusetzen.
  • Steu­er: Hans muss zwei se­pa­ra­te Steu­er­erklä­run­gen aus­fül­len, eine Steu­er­erklä­rung für sich selbst und eine für sei­ne GmbH.
  • Be­trei­bung auf Kon­kurs: Die GmbH wird auf Kon­kurs be­trie­ben. Es fin­det eine Ge­samt­ver­wer­tung statt. Wenn je­mand zu­recht klagt, geht das ge­sam­te Un­ter­neh­men in das Konkursverfahren.
  • Selb­stän­di­ge Er­werbs­tä­tig­keit: Hans gilt nicht als selb­stän­dig Er­wer­ben­der, son­dern als Ar­beit­neh­mer im ei­ge­nen Un­ter­neh­men. Er muss sich bei der AHV-Aus­gleichs­kas­se an­mel­den und die ob­li­ga­to­ri­schen Ver­si­che­run­gen ab­schlies­sen (auch für sei­ne Angestellten).
  • Han­dels­re­gis­ter­ein­trag: Der Han­dels­re­gis­ter­ein­trag ist bei ei­ner GmbH obligatorisch.

Ak­ti­en­ge­sell­schaft (AG)

Max We­ber möch­te mit sei­nem neu er­öff­ne­ten Re­stau­rant Büm­pliz mög­lichst viel Ge­winn er­zie­len. Auf kei­nen Fall will er aber das Ri­si­ko ei­nen Ver­lust pri­vat tra­gen zu müs­sen. Des­halb spielt es ihm auch kei­ne Rol­le, wenn die Grün­dung sehr auf­wän­dig ist und de­ren Kos­ten hö­her aus­fal­len. Aus die­sem Grund hat sich Max für eine AG entschieden.

Die AG ist für eher grös­se­re Un­ter­neh­men ge­eig­net. Sie kann meh­re­re Ak­tio­nä­re (In­ha­ber) ha­ben. Die Ak­tio­nä­re blei­ben je­doch an­onym. Bei ei­ner AG gel­ten stren­ge Bi­lan­zie­rungs­vor­schrif­ten hin­sicht­lich ge­setz­li­cher Re­ser­ven, Mass­nah­men bei Über­schul­dung usw.

Vor­tei­le

Nach­tei­le

Was muss Max bei der Grün­dung sei­ner AG beachten? 

  • Öf­fent­li­che Be­ur­kun­dung: Max muss in ei­ner öf­fent­li­chen Ur­kun­de er­klä­ren, dass er eine AG grün­det und dar­in des­sen Or­ga­ni­sa­ti­on so­wie Aus­ge­stal­tung re­geln (Ge­sell­schafts­ver­trag) und die Or­ga­ne (Ge­ne­ral­ver­samm­lung, Ver­wal­tungs­rat, Re­vi­si­ons­stel­le) be­stim­men. Für die öf­fent­li­che Be­ur­kun­dung ist ein No­tar notwendig.
  • Ent­ste­hung: Die AG ent­steht erst durch den Ein­trag ins Handelsregister.
  • Min­dest­ka­pi­tal: Max be­nö­tigt ein Min­dest­ka­pi­tal von Fr. 100’000.-. Er kann bei der Grün­dung nur ei­nen Teil ein­be­zah­len, muss aber in je­dem Fall min­des­tens Fr. 50’000.-, bei hö­he­rem Ak­ti­en­ka­pi­tal min­des­tens 20 % des Nenn­werts (wenn dies mehr als Fr. 50’000.- er­gibt) ein­be­zah­len. Bis zur Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter muss das Ka­pi­tal auf ei­nem Sperr­kon­to bei der Bank hin­ter­legt werden.
  • Name (Fir­ma): Der Fir­men­na­me kann Max frei wäh­len, auch Fan­ta­sie­be­zeich­nun­gen sind er­laubt. Der Zu­satz „AG“ ist aber ob­li­ga­to­risch. Die Fir­ma heisst so­mit „Büm­pliz AG“.
  • Staatsangehörigkeit/Wohnsitz in der Schweiz: Min­des­tens ein Ver­wal­tungs­rats­mit­glied oder eine Di­rek­to­rin muss seinen/ihren Wohn­sitz in der Schweiz haben.
  • Haf­tung: Max haf­tet nicht mit sei­nem Pri­vat­ver­mö­gen für die Schul­den der AG.
  • Buch­füh­rungs­pflicht: Max ist zur Buch­füh­rung und Rech­nungs­le­gung ver­pflich­tet. Er muss eine dop­pel­te Buch­hal­tung mit Bi­lanz, Er­folgs­rech­nung und In­ven­tar führen.
  • Re­vi­si­on (Über­prü­fung der Buch­hal­tung durch eine ex­ter­ne Re­vi­si­ons­stel­le): Max ist ver­pflich­tet, eine staat­lich zu­ge­las­se­ne Re­vi­si­ons­stel­le einzusetzen.
  • Steu­er: Max muss zwei se­pa­ra­te Steu­er­erklä­run­gen aus­fül­len, eine Steu­er­erklä­rung für sich selbst und eine für sei­ne AG.
  • Be­trei­bung auf Kon­kurs: Die AG wird auf Kon­kurs betrieben.
  • Selb­stän­di­ge Er­werbs­tä­tig­keit: Max gilt nicht als selb­stän­dig Er­wer­ben­der, son­dern als Ar­beit­neh­mer in der ei­ge­nen AG. Er muss sich (und sei­ne An­ge­stell­ten) bei der AHV-Aus­gleichs­kas­se an­mel­den und die ob­li­ga­to­ri­schen Ver­si­che­run­gen abschliessen.
  • Han­dels­re­gis­ter­ein­trag: Der Han­dels­re­gis­ter­ein­trag ist obligatorisch.

Fa­zit

Es gibt nicht die eine rich­ti­ge und op­ti­ma­le Rechts­form. Die Wahl der Rechts­form ist ein Ab­wä­gungs­pro­zess ver­schie­de­ner Kri­te­ri­en. Des­halb müs­sen Sie sich über Ihre Be­dürf­nis­se im Kla­ren sein und be­stim­men, wel­che Fak­to­ren für Ihre Si­tua­ti­on ent­schei­dend sind. Die Wahl der Rechts­form ist ein wich­ti­ger Schritt bei der Grün­dung Ih­res Be­trie­bes und soll­te gut durch­dacht sein. Die Rechts­form kön­nen Sie je­doch spä­ter bei Be­darf noch wech­seln. Nut­zen Sie un­se­ren Rechts­form­test, der Sie bei der Su­che nach der ge­eig­ne­ten Rechts­form Ih­res Be­trie­bes unterstützt.

Un­se­re Lösungen

Rechts­form­test

Un­ser kos­ten­lo­ser Rechts­form­test un­ter­stützt Sie bei der Su­che nach der ge­eig­ne­ten Rechts­form. Tes­ten Sie ihn gleich!

Ea­sy­Gov

Das Por­tal Ea­sy­Gov un­ter­stützt Sie Schritt für Schritt beim Grün­den ei­nes Un­ter­neh­mens jeg­li­cher Art von Rechtsform. 

Startups.ch

Brau­chen Sie Un­ter­stüt­zung bei Ih­rer Grün­dung? Startups.ch un­ter­stützt Sie mit pro­fes­sio­nel­ler Hil­fe und bie­tet Ih­nen für die ein­zel­nen Rechts­for­men Grün­der­pa­ke­te an.

Ver­wand­te Artikel

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Verbänden in der Gastronomie

Ver­bän­de in der Gastronomie 

Mit der Mit­glied­schaft bei ei­nem Gas­tro­no­mie­ver­band pro­fi­tie­ren Sie von di­ver­sen Vor­tei­len: Bran­chen­news, Gleich­ge­sinn­te, Ver­güns­ti­gun­gen etc. Zu­dem set­zen sich die Ver­bän­de für die In­ter­es­sen der Mit­glie­der in der Öf­fent­lich­keit ein. Doch wel­cher Ver­band passt zu mir und mei­nem Restaurant?

Weiterlesen » 
Die Finanzierung eines Restaurants ist eine grosse Herausforderung

Die Fi­nan­zie­rung von Gastronomiebetrieben 

Die Fi­nan­zie­rung ist in der Gas­tro­no­mie eine gros­se Her­aus­for­de­rung. Ohne Start­ka­pi­tal ist es sehr schwer, ein Re­stau­rant oder eine Bar zu eröffnen.
Wir zei­gen Ih­nen, wo bei der Er­öff­nung ei­nes Re­stau­rants Kos­ten an­fal­len und stel­len neun Fi­nan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten vor.

Weiterlesen » 

Gastropedia verwendet Cookies. Mehr Infos dazu.