MIt einer Versicherung können Sie Ihr Gastronomiebetrieb schützen.
Beim Füh­ren ei­nes Re­stau­rants oder ei­ner Bar sind Sie vie­len Ri­si­ken aus­ge­setzt, wel­che Sie im Scha­dens­fall teu­er zu ste­hen kom­men. Wir zei­gen Ih­nen, mit wel­chen ob­li­ga­to­ri­schen so­wie frei­wil­li­gen Ver­si­che­run­gen Sie sich und Ih­ren Gas­tro­no­mie­be­trieb am bes­ten schüt­zen können. 

Be­ra­tung Versicherungen

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Ob­li­ga­to­ri­sche Versicherungen

Tabelle mit Überblick über die obligatorischen Versicherungen in der Gastronomie

Fol­gend zei­gen wir Ih­nen, wel­che Ver­si­che­run­gen Sie für sich und Ihre Mit­ar­bei­ten­den in der Gas­tro­no­mie ab­schlies­sen müs­sen. Wenn Sie eine Ein­zel­fir­ma grün­den, gel­ten Sie so­wohl als Selb­stän­di­g­er­wer­ben­der als auch als Ar­beit­ge­ber. In die­sem Fall wer­den Sie von vie­len So­zi­al­ver­si­che­run­gen als Spe­zi­al­fall be­han­delt. De­tails zu die­sen Aus­nah­men fin­den Sie in der Be­schrei­bung der je­wei­li­gen Versicherung.

1. Säu­le (AHV / IV / EO)

Fällt das Er­werbs­ein­kom­men in­fol­ge von Al­ter oder Tod des Ehe­part­ners weg, soll die Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung (AHV) den Exis­tenz­be­darf de­cken. Die AHV ist für alle in der Schweiz wohn­haf­ten oder er­werbs­tä­ti­gen Per­so­nen ob­li­ga­to­risch. Ab dem 1. Ja­nu­ar nach dem 17. Ge­burts­tag müs­sen Er­werbs­tä­ti­ge Bei­trä­ge be­zah­len. Spä­tes­tens ab dem 1. Ja­nu­ar nach dem 20. Ge­burts­tag sind alle Per­so­nen (so­mit auch Nicht­er­werbs­tä­ti­ge) beitragspflichtig.

Die In­va­li­den­ver­si­che­rung (IV) deckt das Ri­si­ko der In­va­li­di­tät auf­grund Krank­heits- und Un­fall­fol­gen ab.

Die Er­werbs­er­satz­ord­nung (EO) er­setzt den Per­so­nen, die Militär‑, Zi­vil­dienst oder Zi­vil­schutz leis­ten, ei­nen Teil des Lohn­aus­falls. Zu­dem über­nimmt die EO wäh­rend 14 Wo­chen nach der Ge­burt den Lohn­aus­fall bei Mutterschaft.

Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung (ALV)

Die Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung (ALV) er­bringt Leis­tun­gen im Fal­le der Ar­beits­lo­sig­keit, Kurz­ar­beit, wet­ter­be­ding­ten Ar­beits­aus­fäl­len und Zah­lungs­un­fä­hig­keit der Ar­beit­ge­be­rin und för­dert die Wie­der­ein­glie­de­rung von Er­werbs­lo­sen in den Arbeitsmarkt.

Grund­sätz­lich sind alle Ar­beit­neh­mer ver­si­che­rungs­pflicht. Das heisst, dass Sie auch als Ge­sell­schaf­ter ei­ner AG oder GmbH sich und Ihre Ar­beit­neh­mer bei der ALV an­mel­den müs­sen. Füh­ren Sie ein Ein­zel­un­ter­neh­men oder sind Sie Teil ei­ner Per­so­nen­ge­sell­schaft, gel­ten Sie als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­der und sind nicht versicherbar.

Ab­rech­nung der 1. Säu­le und der ALV

So­wohl Sie als Ar­beit­ge­ber als auch Ihre Ar­beit­neh­mer zah­len je 5.3 % des AHV-Brut­to­lohns als Bei­trä­ge an die AHVIV und EO. Die ALV be­trägt 2.2 % des Brut­to­lohns, wo­bei auch hier je die Hälf­te (1.1 %) vom vom Ar­beit­neh­mer bzw. Ar­beit­ge­ber be­zahlt wird.

Vor der Grün­dung oder Über­nah­me Ih­res Be­triebs müs­sen Sie sich bei der Aus­gleichs­kas­se an­mel­den. Für Mit­glie­der des Be­rufs­ver­ban­des Gastro­Suis­se ist die Ver­bands­kas­se Gastro­So­cial die zu­stän­di­ge Aus­gleichs­kas­se (ob­li­ga­to­risch). Sind Sie nicht Mit­glied von Gastro­Suis­se, mel­den Sie sich und Ihre An­ge­stell­ten bei der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Aus­gleichs­kas­se an.

Die Aus­gleichs­kas­se ent­schei­det, ob Sie als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­der oder Ar­beit­neh­mer gel­ten. Als Ar­beit­neh­mer gel­ten Sie dann, wenn Sie als Ge­sell­schaf­ter ei­ner AG oder GmbH im Un­ter­neh­men ar­bei­ten. Die AHV-Prä­mi­en sind für Selbst­stän­di­ge tie­fer als für An­ge­stell­te. Die­se Ein­tei­lung ist auch für wei­te­re Ver­si­che­run­gen wie die Un­fall­ver­si­che­rung oder Pen­si­ons­kas­se wichtig.

Be­ruf­li­che Vor­sor­ge (BVG)

Die Be­ruf­li­che Vor­sor­ge (auch Pen­si­ons­kas­se ge­nannt) soll Rent­nern ein fi­nan­zi­ell kom­for­ta­bles Le­ben über dem Exis­ten­mi­ni­mum er­mög­li­chen. Ob­li­ga­to­risch bei­trags­pflich­tig sind Ihre Mit­ar­bei­ten­den, wel­che zwi­schen 18 Jah­re und 65 Jah­re (Frau­en 64 Jah­re) alt sind und jähr­lich min­des­tens Fr. 21’510.- ver­die­nen. Sie als Ar­beit­ge­ber müs­sen we­nigs­tens die Hälf­te der Prä­mie übernehmen.

Grund­sätz­lich kön­nen Sie als Be­triebs­füh­re­rin frei ent­schei­den, bei wel­cher der vie­len Pen­si­ons­kas­sen Sie Ihre Mit­ar­bei­ter ver­si­chern. Im L‑GAV des Gast­ge­wer­bes gibt es aber ei­ni­ge zu­sätz­li­che Be­stim­mun­gen, wel­che bei der Be­ruf­li­chen Vor­sor­ge be­ach­tet wer­den müs­sen. Die wich­tigs­te Pen­si­ons­kas­se, die mit dem L‑GAV kon­form ist, ist die Ver­bands­kas­se GastroSocial.

Als selbst­stän­di­g­er­wer­ben­de Per­son sind Sie hin­ge­gen nicht ob­li­ga­to­risch der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge un­ter­stellt, kön­nen sich aber frei­wil­lig ver­si­chern las­sen. Bes­ten­falls ver­si­chern Sie sich gleich bei der­sel­ben Pen­si­ons­kas­se wie Ihr Personal.

Fa­mi­li­en­zu­la­gen

Die Fa­mi­li­en­zu­la­gen sol­len die Kos­ten, die den El­tern durch den Un­ter­halt ih­rer Kin­dern ent­ste­hen, aus­glei­chen. Alle Ar­beit­neh­mer, Nicht­er­werbs­tä­ti­ge und Selb­stän­di­ge­wer­ben­den in der Schweiz sind anspruchsberechtigt.

Als Ar­beit­ge­ber müs­sen Sie sich in im Kan­ton Ih­res Be­trie­bes ei­ner dort tä­ti­gen Fa­mi­li­en­aus­gleichs­kas­se an­schlies­sen und die Bei­trä­ge ein­zah­len. Die­se Ver­pflich­tung be­steht auch dann, wenn Sie nur Per­so­nal ohne Kin­der be­schäf­ti­gen. Die Zu­la­gen müs­sen Sie dann zu­sam­men mit dem Lohn den Ar­beit­neh­mern auszahlen.

Als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­de un­ter­ste­hen Sie der Fa­mi­li­en­zu­la­gen­ord­nung des Kan­tons, in wel­chem Sie von der AHV er­fasst sind. Sie müs­sen sich dort ei­ner Fa­mi­li­en­aus­gleichs­kas­se an­schlies­sen, auch wenn Sie selbst kei­ne Fa­mi­li­en­zu­la­gen be­zie­hen. Falls Sie An­spruch auf Fa­mi­li­en­zu­la­gen ha­ben, er­hal­ten Sie die Zu­la­gen di­rekt von der Ausgleichskasse.

Kran­ken­ver­si­che­rung (KV)

Die Kran­ken­ver­si­che­rung ist für in der Schweiz woh­nen­de Per­so­nen ob­li­ga­to­risch. Die Ver­si­che­rung ist da­bei Sa­che Ih­rer Mit­ar­bei­ter. Sie als Ar­beit­ge­ber müs­sen Ihr Per­so­nal dar­auf hin­wei­sen, dass der Ab­schluss der Ver­si­che­rung ob­li­ga­to­risch ist.

Un­fall­ver­si­che­run­gen (UVG)

Die Be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung (BUV) über­nimmt die Hei­lungs­kos­ten und die Lohn­fort­zah­lung bei ei­nem Aus­fall auf­grund ei­nes Un­falls wäh­rend der Ar­beit oder auf dem Arbeitsweg.

Sie sind als Ar­beit­ge­ber ver­pflich­tet, alle Mit­ar­bei­ter ge­gen Be­rufs­un­fall zu ver­si­chern. Als Mit­glied ei­ner AG oder GmbH gel­ten Sie auch als Ar­beit­neh­mer, falls Sie in der Ge­sell­schaft ar­bei­ten. In die­sem Fall müs­sen auch Sie ver­si­chert wer­den. Die ge­sam­ten Kos­ten der Be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung tra­gen Sie als Ar­beit­ge­ber und kön­nen nicht vom Lohn Ih­rer An­ge­stell­ten ab­ge­zo­gen werden.

Die Nicht­be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung ver­si­chert ge­gen Un­fäl­le in der Frei­zeit. Mit­ar­bei­ter, die min­des­tens 8 Stun­den pro Wo­che bzw. 32 Stun­den im Mo­nat ar­bei­ten, müs­sen ge­gen Nicht­be­rufs­un­fall ver­si­chert wer­den. Die Prä­mie der Nicht­be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung zie­hen Sie Ih­ren An­ge­stell­ten vom Lohn ab. Sie als Ar­beit­ge­be­rin über­wei­sen den Prä­mi­en­be­trag dann an die Versicherung.

Die Un­fall­ver­si­che­rung für die BUV wie die NBUV kann über die Suva oder bei ei­ner an­de­ren zu­ge­las­se­nen Ver­si­che­rung (Pri­vat­ver­si­che­rer, Kran­ken­kas­sen, öf­fent­li­che Un­fall­ver­si­che­rungs­kas­sen) ab­ge­schlos­sen wer­den. Die Höhe der Prä­mi­en ist von der Grös­se so­wie des all­ge­mei­nen Ri­si­kos des Be­triebs abhängig.

Als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­der sind Sie nicht ob­li­ga­to­risch un­fall­ver­si­chert. Sie kön­nen sich aber frei­wil­lig bei der­sel­ben Ver­si­che­rung wie Ihr Per­so­nal ver­si­chern lassen.

Kran­ken­tag­geld­ver­si­che­rung (KTG)

Ge­mäss dem L‑GAV für das Gast­ge­wer­be sind Sie als Ar­beit­ge­ber ver­pflich­tet, für alle Ihre Ar­beit­neh­me­rin eine Kran­ken­tag­geld­ver­si­che­rung ab­zu­schlies­sen. Ist eine Mit­ar­bei­te­rin krank oder fällt sie we­gen Mut­ter­schaft aus, be­kommt sie wei­ter­hin ei­nen Teil des Lohns wäh­rend ei­ner be­stimm­ten Zeit­dau­er. Sie als Ar­beit­ge­ber müs­sen min­des­tens die Hälf­te der Prä­mie über­neh­men. Als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­de ist die KTG nicht ob­li­ga­to­risch, der Ab­schluss ei­ner frei­wil­li­gen Kran­ken­tag­geld­ver­si­che­rung ist aber zu empfehlen.

Für die Wahl der pas­sen­den KTG kön­nen Sie sich von ver­schie­de­nen pri­va­ten Ver­si­che­run­gen Of­fer­ten ein­ho­len, da­mit Sie de­ren An­ge­bo­te ver­glei­chen können.

Mo­tor­fahr­zeug­ver­si­che­rung

Be­sit­zen Sie Be­triebs­fahr­zeu­ge, müs­sen Sie für die­se eine Mo­tor­fahr­zeug­ver­si­che­rung ab­schlies­sen. Die Ver­si­che­rung be­zahlt, wenn mit dem ver­si­cher­ten Fahr­zeug Per­so­nen oder Sa­chen ge­schä­digt wer­den. Es kommt da­bei nicht dar­auf an, wer das Auto fährt. Zu­sätz­lich kön­nen Sie mit ei­ner Kas­ko­ver­si­che­rung Sach­schä­den am Fahr­zeug ab­de­cken. Die Kas­ko­ver­si­che­rung ist freiwillig.

Frei­wil­li­ge Versicherungen

Im Fol­gen­den stel­len wir Ih­nen die Ver­si­che­run­gen vor, wel­che nicht ob­li­ga­to­risch ab­ge­schlos­sen wer­den müs­sen, trotz­dem aber sehr zu emp­feh­len sind für ei­nen Gastronomiebetrieb.

Füh­ren Sie be­reits vor der Er­öff­nung Ih­res Be­trie­bes eine Ri­si­ko­ana­ly­se durch. Da­bei de­cken Sie die Ri­si­ken Ih­res Gast­ge­wer­be­be­triebs auf und kön­nen sich in ei­nem nächs­ten Schritt über­le­gen, wel­che Ver­si­che­run­gen die pas­sen­den für Ih­ren Be­trieb sind. Für alle auf­ge­führ­ten Ver­si­che­run­gen gibt es ver­schie­dens­te An­ge­bo­te pri­va­ter Ver­si­che­rer. Leis­tun­gen und Preis kön­nen da­bei va­ri­ie­ren, wes­halb das Ein­ho­len von meh­re­ren Of­fer­ten zum Ver­gleich emp­foh­len wird.

Be­triebs­haft­pflicht

Schä­di­gen Sie durch Ih­ren Gast­ge­wer­be­be­trieb Per­so­nen oder Sa­chen, so wer­den Sie haft­pflich­tig. Dies kann schnell teu­er wer­den, wenn sich bspw. ein Gast auf­grund ei­ner Le­bens­mit­tel­ver­gif­tung für meh­re­re Tage ins Spi­tal muss und län­ge­re Zeit ar­beits­un­fä­hig bleibt. Sol­che Schä­den kön­nen Sie mit ei­ner Be­triebs­haft­pflicht ver­si­chern. Die Ver­si­che­rung deckt je nach Bran­che ver­schie­de­ne Ri­si­ken ab. Wir emp­feh­len Ih­nen des­halb, eine auf die Gas­tro­no­mie zu­ge­schnit­te Be­triebs­haft­pflicht abzuschliessen.

Wählen Sie Versicherungen aus, die für Ihr Restaurant passend sind

Sach­ver­si­che­rung

Eine Sach­ver­si­che­rung schützt das ge­sam­te In­ven­tar Ih­res Re­stau­rants wie Wa­ren, Ma­schi­nen, Com­pu­ter und Werk­zeu­ge. Grund­sätz­lich de­cken Sach­ver­si­che­run­gen Schä­den durch Feu­er, Was­ser oder Ein­bruch. Wich­tig ist, dass Sie den ge­nau­en Wert des In­ven­tars re­gel­mäs­sig über­prü­fen, weil die Ver­si­che­rungs­sum­me dem Er­satz­wert der Ge­gen­stän­de entspricht.

Ge­bäu­de­ver­si­che­rung

Die­se Ver­si­che­rung müs­sen Sie nur ab­schlies­sen, wenn Sie Ei­gen­tü­mer des Be­trie­bes sind. Die Ge­bäu­de­ver­si­che­rung schützt Ihre Lie­gen­schaft vor sämt­li­chen Ri­si­ken. Die Feu­er- und Ele­men­tar­ver­si­che­rung ist in den meis­ten Kan­to­nen ob­li­ga­to­risch. Die Ele­men­tar­ver­si­che­rung schützt da­bei vor Schä­den durch die Na­tur wie bspw. Ha­gel, Sturm oder Über­schwem­mun­gen. Eine Ge­bäu­de­ver­si­che­rung soll­ten Sie in je­dem Fall ab­schlies­sen, denn Schä­den am Ge­bäu­de kön­nen schnell hohe Kos­ten verursachen.

Ge­bäu­de­haft­pflicht

Ver­letzt sich ein Gast durch ei­nen her­ab­fal­len­den Dach­zie­gel oder stürzt auf­grund Glatt­eis beim Ein­gang des Re­stau­rant, wer­den Sie als Ei­gen­tü­me­rin des Ge­bäu­des haft­bar. Die Ge­bäu­de­haft­pflicht über­nimmt Schä­den, wel­che durch das Ge­bäu­de bzw. Grund­stück entstehen.

Be­triebs­un­ter­bruch­ver­si­che­rung

Muss Ihr Re­stau­rant län­ger ge­schlos­sen blei­ben z.B. we­gen ei­nes Bran­des, kann dies die Exis­tenz Ih­res Re­stau­rants ge­fähr­den. Die Ver­si­che­rung deckt in ei­ner sol­chen Si­tua­ti­on die fi­nan­zi­el­len Fol­gen des Be­triebs­un­ter­bruchs. Das heisst die di­rek­ten Kos­ten so­wie den ent­gan­ge­nen Gewinn.

Rechts­schutz­ver­si­che­rung

Falls es zu Strei­tig­kei­ten mit dem Lie­fe­ran­ten, Kun­den oder Mit­ar­bei­ter kommt, kann es in ei­nem Ver­fah­ren vor Ge­richt schnell teu­er wer­den. Die Rechts­schutz­ver­si­che­rung si­chert Sie ge­gen die fi­nan­zi­el­len Ri­si­ken sol­cher Rechts­strei­tig­kei­ten ab, hilft Ih­nen aber auch bei all­ge­mei­nen ju­ris­ti­schen Fragen.

Or­gan­haft­pflicht­ver­si­che­rung

In ei­nem Un­ter­neh­men fal­len Ver­wal­tungs­rä­te, Ge­schäfts­füh­rer oder Per­so­nen in lei­ten­der Po­si­ti­on wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen. Ver­let­zen die­se Per­so­nen Ihre Pflich­ten, kön­nen Sie scha­den­er­satz­pflich­tig wer­den. Die Or­gan­haft­pflicht­ver­si­che­rung deckt die­ses Ri­si­ko ab, in­dem sie all­fäl­li­ge Scha­den­kos­ten über­nimmt oder ab­wehrt. Eine sol­che Ver­si­che­rung ist vor al­lem bei grös­se­ren Un­ter­neh­men sinnvoll.

Fa­zit

Wir emp­feh­len Ih­nen, die ein­zel­nen Ver­si­che­run­gen sorg­fäl­tig zu ver­glei­chen. Da­mit ver­hin­dern Sie, dass Sie für be­stimm­te Schä­den oder Aus­fäl­le mehr­fach oder gar nicht ab­ge­deckt sind. Be­den­ken Sie, dass die ab­ge­schlos­se­nen Ver­si­che­run­gen für Sie fi­nan­zi­ell trag­bar sein müs­sen. Las­sen Sie sich da­her im Vor­he­r­ein gut be­ra­ten und schlies­sen Sie Ver­si­che­run­gen ab, wel­che auf das Gast­ge­wer­be zu­ge­schnit­ten sind.

Un­se­re Lösungen

Be­ra­tung Versicherungen

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Re­stau­rant kau­fen oder mieten? 

Wenn Sie ein Re­stau­rant er­öff­nen, stellt sich die Fra­ge, wel­chen Ver­trag Sie ab­schlies­sen. Wir er­klä­ren Ih­nen den Kauf­ver­trag, den Miet­ver­trag, den Pacht­ver­trag und den Fran­chise­ver­trag und zei­gen Ih­nen die Un­ter­schie­de so­wie die Vor- und Nach­tei­le auf. 

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Rechnung bezahlen inklusive Mehrwertsteuer
Wuss­ten Sie, dass die meis­ten Gas­tro­no­mie­be­trie­be dazu ver­pflich­tet sind, eine Mehr­wert­steu­er auf ih­ren Um­satz zu be­zah­len? Die Mehr­wert­steu­er ver­hin­dert, dass Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen im Er­stel­lungs­pro­zess mehr­mals ver­steu­ert wer­den. Es wird im­mer nur eine Steu­er auf den Mehr­wert er­ho­ben. Doch was ge­nau ist der «Mehr­wert» und wie be­rech­net man die Steu­er dafür? 

Vor­la­ge MwSt.-Abrechnung

Mit die­ser Vor­la­ge kön­nen Sie her­aus­fin­den, wel­che Meh­wert­steu­er­ab­rech­nungs­art zu Ih­rem Be­trieb passt und die ge­schul­de­te Mehr­wert­steu­er ein­fach be­rech­nen las­sen. Ex­cel-Do­ku­ment mit 2 Ta­bel­len und An­lei­tung — Preis Fr. 18.-

In der Gas­tro­no­mie zah­len sie bei­spiels­wei­se beim Ein­kauf von Le­bens­mit­teln ei­nen Kauf­preis. Wenn Sie die Le­bens­mit­tel wei­ter­ver­ar­bei­ten, ge­win­nen die­se an Wert und Sie kön­nen die­se z.B. in Form ei­nes Ge­richts zu ei­nem hö­he­ren Ver­kaufs­preis an Gäs­te ver­kau­fen. Auf die­sen Mehr­wert, der nichts an­de­res ist als die Ab­wei­chung von Kauf- und Ver­kaufs­preis, müs­sen Sie eine Mehr­wert­steu­er be­zah­len. Die Mehr­wert­steu­er ver­hin­dert also, dass Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen im Er­stel­lungs­pro­zess mehr­mals ver­steu­ert wer­den. Denn auf das von Ih­nen ein­ge­kauf­te Le­bens­mit­tel muss­te der Lie­fe­rant ja auch schon eine Mehr­wert­steu­er bezahlen.

Die Mehr­wert­steu­er ist eine in­di­rek­te Steu­er des Bun­des, die auf die Um­sät­ze im In­land und auf Ein­fuh­ren aus dem Aus­land er­ho­ben wird. Wenn Ihr Um­satz pro Jahr über Fr. 100‘000.- liegt, dann un­ter­liegt Ihr Be­trieb der Mehr­wert­steu­er­pflicht. Sie müs­sen sich in­ner­halb von 30 Ta­gen nach Be­ginn der Steu­er­pflicht bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­be­hör­de (ESTV) schrift­lich an­mel­den. Nach­fol­gend ler­nen Sie Schritt für Schritt die wich­tigs­ten Punk­te zur Mehr­wert­steu­er und er­fah­ren von drei Mög­lich­kei­ten zur Ab­rech­nung mit un­ter­schied­li­chen Vor- und Nachteilen.

Die Mehr­wert­steu­er in der Gastronomie

Die Ab­wei­chung zwi­schen Kaufs- und Ver­kaufs­preis ist der Mehr­wert. Bei der Er­stel­lung ei­nes Pro­dukts oder ei­ner Dienst­leis­tung wird nur die­se Dif­fe­renz be­steu­ert. Es wird die so­ge­nann­te Mehr­wert­steu­er (MwSt.) erhoben.

Die Mehr­wert­steu­er, die beim Kauf be­zahlt wird, ist die Vor­steu­er. Sie kann je nach Ab­rech­nungs­me­tho­de von der ei­ge­nen Mehr­wert­steu­er­schuld ab­ge­zo­gen wer­den. Da­mit wird eine Mehr­fach­be­steue­rung ver­mie­den, denn der Lie­fe­rant hat auf sei­nen Ver­kaufs­preis ja auch be­reits eine Mehr­wert­steu­er bezahlt.

Um die Vor­steu­er ab­zu­zie­hen, ist es wich­tig, dass die Be­le­ge für Käu­fe und Ver­käu­fe kor­rekt und voll­stän­dig sind. Bei feh­ler­haf­ten An­ga­ben kön­nen Sie die Mehr­wert­steu­er nicht zu­rück­for­dern. Ach­ten Sie dar­auf, dass fol­gen­de In­for­ma­tio­nen im­mer auf Ih­ren Rech­nun­gen und Be­le­gen auf­ge­führt sind:

  • Name und Adres­se des Ver­käu­fers so­wie des­sen Mehrwertsteuernummer
  • Ab ei­nem Be­trag von Fr. 400.- Name und Adres­se des Käufers
  • Da­tum und Zeit­raum der Leistung
  • Art, Ge­gen­stand und Um­fang der Leistung
  • Das Ent­gelt für die Lie­fe­rung oder die Dienstleistung
  • Der Ver­kaufs­preis, der Steu­er­satz und der Be­trag der Mehr­wert­steu­er; falls der Preis in­klu­si­ve der Mehr­wert­steu­er auf­ge­führt ist, muss der Steu­er­satz an­ge­ge­ben werden.

Wäh­rend in der klas­si­schen Gas­tro­no­mie der Nor­mal­satz gilt, pro­fi­tie­ren Sie beim Take-Away oder dem Ver­kauf «über die Gas­se» vom re­du­zier­ten Steu­er­satz. Ob es sich um ei­nen Take-Away-Ver­kauf han­delt, er­ken­nen Sie bei­spiel­wei­se an den fol­gen­den Situationen:

  • Es ist bei der Be­stel­lung klar, dass ein Gast das Es­sen oder Trin­ken mit­neh­men und nicht vor Ort kon­su­mie­ren will.
  • Die Ware wird zur Mit­nah­me ge­eig­net abgepackt.
  • Es gel­ten un­ter­schied­li­che Prei­se für die Kon­su­ma­ti­on vor Ort und für Take-Away

Die Ab­rech­nung

Als Be­triebs­in­ha­ber sind Sie ver­ant­wort­lich für die kor­rek­te Ab­rech­nung der Mehr­wert­steu­er bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung (ESTV). Nach­dem Sie sich schrift­lich bei der ESTV an­ge­mel­det ha­ben, er­hal­ten Sie Ihre Un­ter­neh­mens-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer (UID). Die­se Num­mer muss mit der Er­gän­zung «MWST» auf Ih­ren Rech­nun­gen ver­merkt sein.

Ab­hän­gig vom jähr­li­chen Steu­er­um­satz kön­nen Sie zwi­schen zwei Ab­rech­nungs­me­tho­den wäh­len, der ef­fek­ti­ven Ab­rech­nung und der Saldosteuersatzmethode.

Ef­fek­ti­ve Abrechnung

Grund­sätz­lich wird  die Mehr­wert­steu­er quar­tals­wei­se nach der ef­fek­ti­ven Ab­rech­nungs­me­tho­de be­rech­net. Die MwSt.-Abrechnung und das Be­zah­len hat spä­tes­tens 60 Tage nach Quar­tals­en­de zu er­fol­gen. Wenn Sie die­se Frist nicht ein­hal­ten, müs­sen Sie Ver­zugs­zin­sen be­zah­len. Um die ge­schul­de­te Steu­er zu be­rech­nen, wird die Vor­steu­er von der Mehr­wert­steu­er auf den Um­satz oder den Ein­kauf abgezogen.

Sal­do­s­t­eu­er­satz­me­tho­de

Die ef­fek­ti­ve Ab­rech­nung ist re­la­tiv auf­wän­dig. Klei­ne­ren Un­ter­neh­men steht des­halb die Sal­do­s­t­eu­er­satz­me­tho­de (SSS-Me­tho­de) zur Ver­fü­gung. Bei der SSS-Me­tho­de han­delt es sich um Pau­schal­steu­er­sät­ze. Die Mehr­wert­steu­er wird mit ei­nem tie­fe­ren Sal­do­s­t­eu­er­satz auf den Um­satz er­ho­ben, da­für kann die Vor­steu­er nicht ab­ge­zo­gen werden.

Mit die­ser Me­tho­de darf ab­rech­nen, wer mit der Sal­do­s­t­eu­er­satz­me­tho­de eine ma­xi­ma­le jähr­li­che Steu­er­schuld von Fr. 103’000.- hat und jähr­lich höchs­tens 5.005 Mil­lio­nen Fran­ken Um­satz er­wirt­schaf­tet. Die Ab­rech­nung er­folgt halb­jähr­lich und die Ab­rech­nungs- und Be­zah­lungs­frist von 60 Ta­gen ist eben­falls ein­zu­hal­ten. Die Steu­er­be­hör­de er­laubt ma­xi­mal zwei Sal­do­s­t­eu­er­sät­ze pro Be­trieb. Wer mit der SSS-Me­tho­de ab­rech­nen will, muss dies der ESTV schrift­lich mit­tei­len. Sie kön­nen nur alle drei Jah­re von der ef­fek­ti­ven Ab­rech­nung zur Sal­do­s­t­eu­er­satz­me­tho­de wech­seln. Auf die ef­fek­ti­ve Ab­rech­nung kön­nen Sie je­des Jahr wech­seln. Über­le­gen Sie sich, wel­che Ab­rech­nungs­me­tho­de für Ih­ren Be­trieb am sinn­volls­ten ist.

Die Steu­er­ver­wal­tung führt stich­pro­ben­wei­se Kon­trol­len auf die ein­ge­reich­ten Ab­rech­nun­gen durch. Wir stel­len Ih­nen nun drei Va­ri­an­ten vor, die Sie bei ei­ner feh­ler­frei­en Ab­rech­nung unterstützen:

Mehrwertsteuer Abrechnung Quittungen

Mög­lich­keit 1: Die Mehr­wert­steu­er­ab­rech­nung selbst machen

Die­se Mög­lich­keit emp­fiehlt sich vor al­lem für Be­triebs­in­ha­ben­de, die sich im Be­reich Buch­hal­tung gut aus­ken­nen. Es ist wich­tig, dass die ge­setz­li­chen Vor­ga­ben ein­ge­hal­ten wer­den. Un­se­re Gastro­pe­dia Vor­la­ge un­ter­stützt Sie beim kor­rek­ten Aus­fül­len der Mehr­wert­steu­er-Ab­rech­nung. Sie ent­hält eine kur­ze Ein­füh­rung zur Mehr­wert­steu­er­ab­rech­nung in­klu­si­ve ei­ner Check­lis­te, die Sie da­bei un­ter­stützt die bes­te Ab­rech­nungs­me­tho­de für Ih­ren Be­trieb zu fin­den.  Wei­ter ent­hält die Vor­la­ge je eine Schritt-für-Schritt An­lei­tung zur ef­fek­ti­ven Mehr­wert­steu­er­ab­rech­nungs­me­tho­de und zur Saldosteuersatzmethode. 

Vor­tei­le

Nach­tei­le

Vor­la­ge MwSt.-Abrechnung

Mit die­ser Vor­la­ge kön­nen Sie her­aus­fin­den, wel­che Meh­wert­steu­er­ab­rech­nungs­art zu Ih­rem Be­trieb passt und die ge­schul­de­te Mehr­wert­steu­er ein­fach be­rech­nen las­sen. Ex­cel-Do­ku­ment mit 2 Ta­bel­len und An­lei­tung — Preis Fr. 18.-

Mög­lich­keit 2: Die Ab­rech­nung mit­hil­fe ei­nes Online-Programms

Es gibt un­ter­schied­li­che On­line-Buch­hal­tungs­pro­gram­me, mit de­nen Sie auch die Mehr­wert­steu­er­ab­rech­nung er­stel­len kön­nen. Die Da­ten wer­den je nach Pro­gramm so auf­be­rei­tet, dass Sie die Da­tei di­rekt in das Por­tal der ESTV ex­por­tie­ren können.

Kla­ra: Die Buch­hal­tungs­soft­ware ist kos­ten­los und die MwSt.-Abrechnung er­folgt au­to­ma­tisch. Die Ab­rech­nung muss da­nach kon­trol­liert und für die ESTV auf­be­rei­tet werden.

Be­xio: Die­se Buch­hal­tungs­soft­ware ist kos­ten­pflich­tig. Ein Vor­teil ist, dass das Ab­rech­nungs­for­mu­lar so dar­ge­stellt wird, dass es dem Ab­rech­nungs­for­mu­lar der ESTV entspricht.

Oder Sie rech­nen die Mehr­wert­steu­er di­rekt mit dem On­line-Tool der ESTV ab. Hier kön­nen Sie ent­schei­den zwi­schen «ESTV-Su­is­se­Tax» (mit Ac­count) und «MWST-Ab­rech­nung easy» (ohne Account).

Vor­tei­le

Nach­tei­le

KLARA

KLARA bie­tet eine ein­fa­che, kos­ten­lo­se On­line-Busi­ness­soft­ware, die Be­trie­be in sämt­li­chen ad­mi­nis­tra­ti­ven Be­lan­gen im Be­reich der Buch­hal­tung unterstützt. 

be­xio

be­xio ver­folgt das Ziel, das per­fek­te Werk­zeug für die ge­sam­te KMU-Ad­mi­nis­tra­ti­on be­reit­zu­stel­len. Es ist eine ein­fa­che und ef­fi­zi­en­te Busi­ness­soft­ware, die Ih­nen mehr Zeit für Ihr Kern­ge­schäft lässt.

Mög­lich­keit 3: Der Treu­hän­der über­nimmt die Mehrwertsteuerabrechnung

Sie kön­nen die Mehr­wert­steu­er­ab­rech­nung auch Ih­rem Treu­hän­der über­ge­ben. Es ist sinn­voll, ei­nen Treu­hän­der aus­zu­wäh­len, der Kennt­nis­se über die ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen in der Gas­tro­no­mie hat.

Vor­tei­le

Nach­tei­le

TESMAG

Mit ih­rem Back­ground aus der Gas­tro­no­mie sind die Mit­ar­bei­ten­den von TESMAG die Ex­per­ten für Ihre Treuhandaufgaben.

Fa­zit

Auf den Mehr­wert, der durch die Ab­wei­chung zwi­schen Kaufs- und Ver­kaufs­preis ent­steht, müs­sen Sie eine Steu­er be­zah­len. Es gibt un­ter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten, wie Sie zu ei­ner kor­rek­ten Mehr­wert­steu­er­ab­rech­nung kom­men. Wäh­len Sie die­je­ni­ge Va­ri­an­te aus, die für Sie per­sön­lich am bes­ten passt und bei der Sie das Ge­fühl ha­ben, dass die­se am ehes­ten Ih­ren Fä­hig­kei­ten ent­spricht.  Die Wahl zwi­schen der Sal­do­s­t­eu­er­satz­me­tho­de und der ef­fek­ti­ven Ab­rech­nung ist schluss­end­lich auch von der jähr­li­chen Steu­er­schuld abhängig.

Un­se­re Lösungen

Vor­la­ge MwSt.-Abrechnung

Mit die­ser Vor­la­ge kön­nen Sie her­aus­fin­den, wel­che Meh­wert­steu­er­ab­rech­nungs­art zu Ih­rem Be­trieb passt und die ge­schul­de­te Mehr­wert­steu­er ein­fach be­rech­nen las­sen. Ex­cel-Do­ku­ment mit 2 Ta­bel­len und An­lei­tung — Preis Fr. 18.-

Grund­kurs Gastronomieführung

Im Grund­kurs Gas­tro­no­mie­füh­rung er­ar­bei­ten Sie die not­wen­di­gen Kom­pe­ten­zen für die Füh­rung ei­nes Gastro­be­triebs. Dazu ge­hö­ren ne­ben recht­li­chen und buch­hal­te­ri­schen The­men auch die Be­rei­che Hy­gie­ne, Be­triebs­füh­rung und Marketing.

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L‑GAV Kon­troll­stel­le

Falls Sie wei­ter­füh­ren­de Fra­gen zum Ge­samt­ar­beits­ver­trag ha­ben oder recht­li­che Be­ra­tung be­nö­ti­gen, kön­nen Sie di­rekt die L‑GAV Kon­troll­stel­le kontaktieren. 

Net­to- und Bruttolohn

Grund­sätz­lich wird zwi­schen ei­nem Brut­to- und Net­to­lohn un­ter­schie­den. Der ver­ein­bar­te Lohn zwi­schen Ar­beit­ge­ber und ‑neh­mer ist der Brut­to­lohn. Von die­sem wer­den die So­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge ab­ge­zo­gen. Die ob­li­ga­to­ri­schen sind AHV/IV/EO (5.3 %) und die Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung (1.1 %). Da­ne­ben sind auch noch an­de­re Lohn­ab­zü­ge mög­lich und ver­pflich­tend. Nach den Ab­zü­gen bleibt der Net­to­lohn, die­ser ist in den meis­ten Fäl­len tie­fer als der Brut­to­lohn. So­mit er­hal­ten Ar­beit­neh­mer im­mer ei­nen Net­to­lohn ausbezahlt.

Ein Bei­spiel dazu:

Tim ar­bei­tet Teil­zeit als Kell­ner im Re­stau­rant Röss­li und hat ei­nen Mo­nats­lohn von Fr. 2‘000.-. Da­bei han­delt es sich um den Bruttolohn.

  • AHV/I­V/EO-Ab­zug (5.3 %) von Fr. 2‘000.- = Fr. 106.-
  • AL-Ab­zug (1.1 %) von Fr. 2‘000.- = Fr. 22.-
  • To­tal Ab­zü­ge = Fr. 128.-
 
  • (Brut­to­lohn) — (Ab­zü­ge) = Nettolohn
  • (Fr. 2‘000.-) — (Fr. 128.-) = Fr. 1872.- Net­to­lohn, wel­cher Tim aus­be­zahlt bekommt

Für die bes­se­re Ver­ständ­lich­keit ent­hält die­ses Bei­spiel nur die AHV/IV/EO- und AL-Ab­zü­ge. In der Pra­xis sind wei­te­re Ab­zü­ge sehr wahrscheinlich.

Min­dest­lohn

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Im Lan­des­ge­samt­ar­beits­ver­trag des Gast­ge­wer­bes (L‑GAV) ist ein schweiz­wei­ter Min­dest­lohn in der Gas­tro­no­mie ge­re­gelt. Un­ter den L‑GAV fal­len alle Be­trie­be, die gast­ge­werb­li­che Leis­tun­gen an­bie­ten. Zahlt eine Ar­beit­ge­be­rin den Min­dest­lohn nicht, dro­hen ihr recht­li­che Sank­tio­nen. Im Gast­ge­wer­be ist schweiz­weit ein ein­heit­li­cher Lohn für ge­leis­te­te Ar­beit aus­zu­be­zah­len. Es bleibt die Fra­ge, wer be­kommt wie viel Min­dest­lohn und war­um. Dies kön­nen Sie mit un­se­rem Min­dest­lohn­be­rech­ner ganz ein­fach aus­rech­nen. Ge­ben Sie die Aus­bil­dungs­stu­fe und Stel­len­pro­zent Ih­rer Mit­ar­bei­ten­den an:

Mo­nat­li­cher Bruttolohn

3470

Stun­den­lohn

19.07

Le­gen­de:
Stu­fe I a: Mit­ar­bei­ten­de ohne Be­rufs­leh­re
Stu­fe I b: Mit­ar­bei­ten­de ohne Be­rufs­leh­re mit er­folg­reich ab­sol­vier­ter Pro­gres­so-Aus­bil­dung
Stu­fe II: Mit­ar­bei­ten­de mit 2‑jähriger be­ruf­li­chen Grund­bil­dung mit eidg. Be­rufs­at­test oder gleich­wer­ti­ger Aus­bil­dung
Stu­fe III a: Mit­ar­bei­ten­de mit be­ruf­li­cher Grund­bil­dung mit eidg. Fä­hig­keits­zeug­nis oder gleich­wer­ti­ger Aus­bil­dung
Stu­fe III b: Mit­ar­bei­ten­de mit be­ruf­li­cher Grund­bil­dung mit eidg. Fä­hig­keits­zeug­nis oder gleich­wer­ti­ger Aus­bil­dung und 6 Ta­gen be­rufs­spe­zi­fi­scher Wei­ter­bil­dung
Stu­fe IV: Mit­ar­bei­ten­de mit ei­ner Berufsprüfung

Höhe des Mindestlohnes

Im Art. 10 vom L‑GAV wird die ent­schei­den­de Fra­ge nach der Höhe des Loh­nes ge­re­gelt. Bei der Höhe der Min­dest­löh­ne wird nach der Art der Aus­bil­dung un­ter­schie­den. Vor der An­stel­lung ei­nes neu­en Mit­ar­bei­ters ist zu schau­en, zu wel­cher Lohn­ka­te­go­rie er ge­hört. Auch aus­län­di­sche Aus­bil­dun­gen sind teil­wei­se in der Schweiz gül­tig. Dies ent­schei­det das Staats­se­kre­ta­ri­at für Bil­dung, For­schung und In­no­va­ti­on (SBFI).

Die ver­schie­de­nen Ka­te­go­rien er­hal­ten ei­nen un­ter­schied­lich ho­hen Min­dest­lohn. Das ist auf die Art und Dau­er der Aus­bil­dung zu­rück­zu­füh­ren. Da­her er­hal­ten Per­so­nen ohne Be­rufs­bil­dung ei­nen tie­fe­ren Lohn als Mit­ar­bei­ten­de mit ei­nem eid­ge­nös­si­schen Fä­hig­keits­zeug­nis. Alle Min­dest­löh­ne in der Gas­tro­no­mie wur­den An­fang 2022 erhöht.

Aus­nah­men

Ein­füh­rungs­zeit
Zur Ein­füh­rung dür­fen neue Mit­ar­bei­ten­de aus­nahms­wei­se zu ei­nem tie­fe­ren Lohn als den Min­dest­lohn an­ge­stellt wer­den. Aber auch dies ist im L‑GAV klar ge­re­gelt. Der Lohn darf ma­xi­mal um 8 % ge­kürzt wer­den und dies auch nur für eine Zeit von drei bis ma­xi­mal zwölf Mo­na­ten. Da­mit ein tie­fe­rer Lohn wäh­rend der Ein­füh­rungs­zeit be­zahlt wer­den darf, muss dies von An­fang an schrift­lich im Ver­trag aus­ge­han­delt wor­den sein.

Stu­die­ren­de
Auf Stu­die­ren­de, die ei­nen Ne­ben­job in der Gas­tro­no­mie ha­ben, ist der Min­dest­lohn nicht an­wend­bar. Be­din­gung ist, dass die­se Per­so­nen kein Stu­di­um im Zu­sam­men­hang mit dem Gast­ge­wer­be ma­chen und das Stu­di­um ihre Voll­zeit­be­schäf­ti­gung ist.

Prak­ti­kan­tin­nen
Auch Prak­ti­kan­tin­nen sind vom Min­dest­lohn in der Gas­tro­no­mie aus­ge­nom­men. Ge­mäss Art. 11 L‑GAV ha­ben sie le­dig­lich den An­spruch auf ei­nen mo­nat­li­chen Brut­to­lohn von min­des­tens Fr. 2‘216.-. Um Geld zu spa­ren, kön­nen aber nicht nor­ma­le Mit­ar­bei­ten­de als Prak­ti­kan­ten an­ge­stellt wer­den. Nur Stu­die­ren­de von gas­tro­no­mi­schen Fach­schu­len, wel­che als Teil ih­rer Aus­bil­dung ein Prak­ti­kum ab­sol­vie­ren müs­sen, kön­nen als Prak­ti­kan­ten an­ge­stellt werden.

Ler­nen­de
Bei Ler­nen­den steht die Aus­bil­dung im Zen­trum. Des­halb er­hal­ten sie auch nicht den nor­ma­len Min­dest­lohn. Die gröss­ten Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de in der Gas­tro­no­mie ha­ben aber auch ei­nen Min­dest­lohn für Ler­nen­de ver­ein­bart. Die­ser ist im 1. Lehr­jahr Fr. 1‘020.-, im 2. Lehr­jahr Fr. 1‘300.- und im 3. Lehr­jahr Fr. 1‘550.-. Wird ein Ler­nen­der nach sei­ner er­folg­rei­chen Aus­bil­dung an­ge­stellt, er­hält er ganz nor­mal den Min­dest­lohn ausbezahlt.

Nicht­ein­hal­ten des Mindestlohns

Die Kon­troll­stel­le des L‑GAV ist da­für zu­stän­dig, dass auch wirk­lich alle Be­trof­fe­nen den Min­dest­lohn er­hal­ten. Bei die­ser Stel­le kön­nen An­ge­stell­te eine neu­tra­le und un­ent­gelt­li­che In­for­ma­ti­on er­hal­ten, wenn die Richt­li­ni­en des L‑GAV nicht ein­ge­hal­ten wer­den. Dies ist per E‑Mail oder Te­le­fon möglich.

Auch eine Kla­ge ist mög­lich. In die­sem Fall führt die Kon­troll­stel­le eine Kon­trol­le im be­trof­fe­nen Be­trieb durch. Wur­de tat­säch­lich zu we­nig Lohn aus­be­zahlt, setzt die Kon­troll­stel­le der Ar­beit­ge­be­rin eine Frist von 30 Ta­gen zur Nach­zah­lung. Wur­de auch in die­ser Zeit nicht der Lohn nach­be­zahlt, muss die Ar­beit­ge­be­rin mit recht­li­chen Kon­se­quen­zen rechnen.

13. Mo­nats­lohn

Durch den L‑GAV ist auch ein 13. Mo­nats­lohn vor­ge­schrie­ben (Art. 13). So­mit ha­ben Mit­ar­bei­ten­de ei­nen An­spruch auf ei­nen zu­sätz­li­chen Mo­nats­lohn pro Jahr. Die­ser ist auch zu be­zah­len, wenn die Mit­ar­bei­te­rin krank war und/oder ei­nen Un­fall hat­te. Der 13. Mo­nats­lohn ist auch wäh­rend und nach der Schwan­ger­schaft aus­zu­be­zah­len. Für Mit­ar­bei­ter wird zu­sätz­lich auch die Zeit wäh­rend des Mi­li­tärs an­ge­rech­net. Der 13. Mo­nats­lohn kann pe­ri­odisch, z.B. ein­mal jähr­lich, zwei­mal jähr­lich, Ende Sai­son, aber auch mo­nat­lich aus­be­zahlt wer­den. Per­so­nen, wel­che im Stun­den­lohn an­ge­stellt sind, er­hal­ten je­den Mo­nat den An­teil ih­res 13. Mo­nats­lohns ausbezahlt.

Trink­geld

Das Trink­geld wird vom Gast frei­wil­lig be­zahlt. Wie das Trink­geld un­ter den Mit­ar­bei­ten­den auf­ge­teilt wird, kann in je­dem Be­trieb sel­ber ge­re­gelt wer­den. Das Trink­geld ist aber kein Lohn­be­stand­teil und darf des­halb auch nicht an den Min­dest­lohn an­ge­rech­net werden.

Bei­spiel:

Be­kommt je­mand Fr. 100.- Trink­geld pro Mo­nat. Dann darf der Min­dest­lohn nicht ein­fach um Fr. 100.- ge­kürzt wer­den, weil die Per­son Trink­geld be­kom­men hat.

Das Trinkgeld darf nicht an den Mindestlohn angerechnet werden.

Über­stun­den

Auch Über­stun­den sind zu­sätz­lich zum nor­ma­len Min­dest­lohn ge­schul­det. Muss eine Per­son mehr Stun­den ar­bei­ten als nor­ma­ler­wei­se, dann be­kommt sie auch ent­spre­chend mehr Lohn. Es darf nicht der Min­dest­lohn aus­be­zahlt wer­den und da­für müs­sen dann Mit­ar­bei­ten­de mehr Stun­den Ar­beit leisten.

Lohn­sys­tem

Nach L‑GAV ist eine An­stel­lung im Fest- oder Um­satz­lohn mög­lich, aber auch eine Kom­bi­na­ti­on da­von. Beim Fest­lohn wis­sen die Mit­ar­bei­ten­den ge­nau, wel­chen Lohn sie er­hal­ten. Die­ser Be­trag ist je­den Mo­nat gleich hoch, un­ab­hän­gig da­von, wie hoch der Um­satz im Be­trieb ist. Beim Um­satz­lohn er­hält die Mit­ar­bei­te­rin ei­nen ge­wis­sen Teil des Um­sat­zes, den sie er­wirt­schaf­tet, aus­be­zahlt. Das Trink­geld zählt nicht zum Um­satz. Läuft es in ei­nem Mo­nat nicht so gut, dann ist trotz­dem min­des­tens der Min­dest­lohn der Gas­tro­no­mie zu be­zah­len. Im Nor­mal­fall wer­den Mit­ar­bei­ten­de im Gast­ge­wer­be mit ei­nem Fest­lohn angestellt.

Bei­spiel:

Tim hat eine 3‑jährige Be­rufs­leh­re ab­sol­viert und ist im Um­satz­lohn an­ge­stellt. Er er­hält 10 % vom Um­satz.
In ei­nem schlech­ten Mo­nat be­trägt der Um­satz Fr. 10‘000.-. So­mit wür­de Tim nur Fr. 1‘000.- aus­be­zahlt be­kom­men. Sei­ne Ar­beit­ge­be­rin muss ihm trotz­dem den Min­dest­lohn von Fr. 4‘203.- bezahlen.

Stun­den­lohn

In der Gas­tro­no­mie ist es üb­lich, dass Teil­zeit­an­ge­stell­te im Stun­den­lohn an­ge­stellt wer­den. Auch hier muss der Min­dest­lohn ein­ge­hal­ten wer­den. Da­für wird der Min­dest­lohn auf eine Stun­den­ba­sis her­un­ter­ge­rech­net. Wich­tig im Stun­den­lohn ist, dass die Fe­ri­en- und Fei­er­tags­ent­schä­di­gung (10.65 % und 2.27 %) Ende Mo­nat zu­sätz­lich zum Lohn zu be­zah­len ist. Je­den Mo­nat muss auch der An­teil (8.33 %) des 13. Mo­nats­lohns aus­be­zahlt werden.

Ein Bei­spiel dazu:

An­drea ar­bei­tet 20 Stun­den pro Mo­nat als Kell­ne­rin im Re­stau­rant zum Lö­wen und ver­dient Fr. 25.- pro Stunde.

  • So­mit hat sie ei­nen Stun­den­lohn von Fr. 500.- pro Monat.
  • Fe­ri­en­zu­schlag (10.65 %) von Fr. 500.- = Fr. 53.25
  • Fei­er­tags­zu­schlag (2.27 %) von Fr. 500.- = Fr. 11.35
  • An­teil 13. Mo­nats­lohn (8.33 %) von Fr, 500.- = Fr. 41.65
= AHV-Brut­to­lohn: Fr. 500.- + Fr. 53.25 + Fr. 11.35 + Fr. 41.65 = Fr. 606.25

Ab­ge­zo­gen wird:

  • AHV/I­V/EO-Ab­zug (5.3 %) von Fr. 606.25 = Fr. 32.15
  • AL-Ab­zug (1.1 %) von Fr. 606.25 = Fr. 6.65
  • To­tal Ab­zü­ge = Fr. 38.80

 

  • (AHV-Brut­to­lohn) — (Ab­zü­ge) = Nettolohn
  • (Fr. 606.25) — (Fr. 38.80) = Fr. 567.45 be­kommt An­drea ausbezahlt
 

Für die bes­se­re Ver­ständ­lich­keit ent­hält die­ses Bei­spiel nur die AHV/IV/EO- und AL-Ab­zü­ge. In der Pra­xis sind wei­te­re Ab­zü­ge sehr wahrscheinlich/zwingend.

Lohn­aus­zah­lung

Die Lohn­aus­zah­lung muss grund­sätz­lich am letz­ten Tag des Mo­na­tes er­fol­gen. Wenn Ar­beit­ge­be­rin und Ar­beit­neh­mer ein­ver­stan­den sind, kann der Lohn auch bis spä­tes­tens am 6. des nächs­ten Mo­nats be­zahlt wer­den. Je­den Mo­nat muss der Ar­beit­neh­mer eine über­sicht­li­che Lohn­ab­rech­nung er­hal­ten. Auf die­ser muss klar er­sicht­lich sein, wie viel Brut­to- und Net­to­lohn der Ar­beit­neh­mer hat.

Lohn­ent­wick­lung

Der Brut­to­min­dest­lohn in der Gas­tro­no­mie und Ho­tel­le­rie ist als un­ters­tes Mi­ni­mum zu ver­ste­hen, wel­ches zwin­gend alle Ar­beit­neh­mer be­kom­men müs­sen. Dem­entspre­chend ist eine Lohn­er­hö­hung je­der­zeit mög­lich und soll­te auch re­gel­mäs­sig ge­macht wer­den. Da­mit kann die gute Ar­beit von Mit­ar­bei­ten­den und die Treue bei län­ge­rer Be­schäf­ti­gung im Be­trieb be­ach­tet wer­den. Auch Ar­beit­neh­mer kön­nen in ei­nem Ge­spräch eine Lohn­er­hö­hung an­spre­chen. Soll­te sich eine Ar­beit­ge­be­rin stur an den Min­dest­lohn hal­ten, ist dies ge­setz­lich kor­rekt, kann aber dazu füh­ren, dass gute Mit­ar­bei­ten­de den Be­trieb verlassen.

Fa­zit

Der Min­dest­lohn muss bei bei üb­li­chen Ar­beits­be­digun­gen im­mer ein­ge­hal­ten wer­den. Die Höhe des Loh­nes ist ab­hän­gig von der Art der Aus­bil­dung. Beim Min­dest­lohn in der Gas­tro­no­mie han­delt es sich um das ab­so­lu­te Mi­ni­mum, das be­zahlt wer­den muss. An­sons­ten dro­hen recht­li­che Sank­tio­nen. Dies be­deu­tet, dass auch mehr be­zahlt wer­den kann und auch soll, wenn gute Leis­tun­gen er­bracht wer­den. Das Trink­geld darf aber in kei­nem Fall an die­sen Lohn an­ge­rech­net wer­den. An­ge­stell­te ha­ben zu be­ach­ten, dass es sich um ein Brut­to­min­dest­lohn han­delt. Da­her wer­den noch die Lohn­ab­zü­ge ge­tä­tigt und am Ende wird ein tie­fe­rer Net­to­lohn ausbezahlt.

Un­se­re Lösungen

L‑GAV Kon­troll­stel­le

Falls Sie wei­ter­füh­ren­de Fra­gen zum Ge­samt­ar­beits­ver­trag ha­ben oder recht­li­che Be­ra­tung be­nö­ti­gen, kön­nen Sie di­rekt die L‑GAV Kon­troll­stel­le kontaktieren. 

Vor­la­ge be­fris­te­ter Arbeitsvertrag

Bei ei­nem be­fris­te­ten Ar­beits­ver­trag müs­sen Sie so­wohl ar­beits­recht­li­che als auch Be­stim­mun­gen des L‑GAVs be­ach­ten. Die­se Vor­la­ge ent­spricht die­sen Be­stim­mun­gen und kann auf Ih­ren Be­trieb an­ge­passt wer­den. Word-Do­ku­ment mit 2 Sei­ten — Preis Fr. 8.-

Vor­la­ge un­be­fris­te­ter Arbeitsvertrag

Bei ei­nem un­be­fris­te­ten Ar­beits­ver­trag müs­sen Sie so­wohl ar­beits­recht­li­che als auch Be­stim­mun­gen des L‑GAVs be­ach­ten. Die­se Vor­la­ge ent­spricht die­sen Be­stim­mun­gen und kann auf Ih­ren Be­trieb an­ge­passt wer­den. Word-Do­ku­ment mit 2 Sei­ten — Preis Fr. 8.-

Vor­la­ge Ar­beits­ver­trag für Aushilfen

Bei ei­nem Ar­beits­ver­trag für Aus­hil­fen müs­sen Sie spe­zi­fi­sche ar­beits­recht­li­che und L‑GAV Be­stim­mun­gen be­ach­ten. Die­se Vor­la­ge ent­spricht die­sen Be­stim­mun­gen und kann auf Ih­ren Be­trieb an­ge­passt wer­den. Word-Do­ku­ment mit 2 Sei­ten — Preis Fr. 8.-

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Finanzieren Sie Ihren Gastronomiebetrieb mit Crowdfunding
Eine Mög­lich­keit zur Fi­nan­zie­rung Ih­res Gas­tro­no­mie­be­triebs ist das Crowd­fun­ding, auch Schwarm­fi­nan­zie­rung ge­nannt. Sie schaf­fen bei der Aus­schrei­bung Ih­res Pro­jekts nicht nur eine Fi­nan­zie­rungs­mög­lich­keit, son­dern auch ein Mar­ke­ting­in­stru­ment, um Ihr Pro­jekt be­kannt zu ma­chen. In die­sem Bei­trag zei­gen wir Ih­nen, wie Sie in zehn Schrit­ten Ihr Pro­jekt er­folg­reich crowdfunden. 

Crow­di­fy

Crow­di­fy er­mög­licht Ih­nen Ihr Pro­jekt auf ei­ner Platt­form mit gros­sem Pu­bli­kum zu tei­len. Fin­den Sie hier Ihre Boos­ter, um Ihr Pro­jekt zu finanzieren.

In zehn Schrit­ten zeigt Ih­nen So­phia, wie Sie von der Idee Ih­res Pro­jekts über die Aus­schrei­bung auf ei­ner Crowd­fun­ding Platt­form zu der er­folg­rei­chen Lan­cie­rung des Pro­jekts kommen.

Crowdfunding_Sophia_neu

Das Crowd­fun­ding-Prin­zip verstehen

Bei den meis­ten Crowd­fun­ding Platt­for­men gilt das Al­les-oder-nichts-Prin­zip. Er­rei­chen Sie die Ziel­sum­me oder mehr für Ihr Pro­jekt, dann wird Ih­nen das Geld aus­be­zahlt und Sie kön­nen Ihr Pro­jekt fi­nan­zie­ren. Er­rei­chen Sie sie nicht, dann geht das Geld zu­rück an die Boos­ter. Falls Sie nicht er­folg­reich sind, ent­ste­hen kei­ne Kos­ten für Sie. Bei Er­folg be­rech­nen Ih­nen die meis­ten Platt­for­men eine Kom­mis­si­on von etwa 10 %. In die­ser Kom­mis­si­on sind auch alle Kre­dit­kar­ten­ge­büh­ren enthalten.

Grund­sätz­lich er­hal­ten Pro­jekt­i­ni­ta­to­ren ihr Geld aus drei ver­schie­de­nen Quel­len: Von Freun­den, Fa­mi­lie und Be­kann­ten (der Crowd), von ent­fern­ten Be­kann­ten und Be­kann­ten von Be­kann­ten (Um­feld) und von ir­gend­wo (Ma­gic). Da die­ses Prin­zip von in­nen ge­gen aus­sen funk­tio­niert, ist es enorm wich­tig, dass Sie Ihre ei­ge­ne Crowd am An­fang stark aktivieren.

Bei dem «Re­ward Ba­sed Crowd­fun­ding», das es bei­spiels­wei­se bei Crow­di­fy gibt, be­stim­men Sie die Ziel­sum­me, die Lauf­zeit des Crowd­fun­dings (3 bis 100 Tage) und die Goo­dies, die Sie Ih­ren Boos­tern, also den Per­so­nen, die Ihr Pro­jekt fi­nan­zi­ell un­ter­stüt­zen, als Ge­gen­leis­tung für ihre Un­ter­stüt­zung an­bie­ten. Boos­ter kön­nen Sie üb­ri­gens auch un­ter­stüt­zen, ohne ein Goo­die zu erhalten.

Er­ken­nen Sie die Mög­lich­kei­ten, Crowd­fun­ding als Mar­ke­ting­in­stru­ment zu nutzen

Crowd­fun­ding ist mehr als nur Mit­tel­be­schaf­fung. Mit ei­nem Crowd­fun­ding­pro­jekt ge­ne­rie­ren Sie:

  • Reich­wei­te: Mit Crowd­fun­ding ge­ne­rie­ren Sie eine Fan­ba­se, die Ihr Vor­ha­ben vom ers­ten Mo­ment an unterstützt.
  • Mar­ke­ting: Crowd­fun­ding ist im­mer auch gleich Mar­ke­ting, denn Ihre Com­mu­ni­ty teilt Ihr https://gastropedia.ch/online-marketing-gastronomie/287/Projekt auf So­cial Me­dia und Me­di­en be­rich­ten dar­über. So ma­chen Sie ak­tiv Wer­bung für Ihr Produkt.
  • Bran­ding: Ihre neue Mar­ke wird be­kannt und durch die re­gel­mäs­si­ge In­ter­ak­ti­on mit Ih­rer Crowd wird die­se Be­kannt­heit etabliert.
  • Pre-Mar­ket-Check: Ihr Pro­jekt ist ein neu­es Pro­dukt. Wenn die­ses auf Crow­di­fy ge­kauft wird, ste­hen die Chan­cen gut, dass es sich spä­ter auch auf dem Markt gut ver­kau­fen wird. Wenn Ihr Pro­jekt je­doch nicht un­ter­stützt wird, deu­tet das dar­auf hin, dass die Nach­fra­ge für Ihr Pro­dukt nicht so gross ist, wie Sie viel­leicht denken.
  • Open In­no­va­ti­on: Crowd­fun­ding eig­net sich auch als Markt­check. Wenn Ihr Pro­jekt Un­ter­stüt­zung fin­det und zwi­schen den ver­schie­de­nen Pro­jek­ten her­aus­sticht, dann wis­sen Sie, es kann sich auf dem Markt behaupten.
  • Ver­triebs­ka­nal: Wol­len Sie ein neu­es Pro­dukt oder eine neue Dienst­leis­tung lan­cie­ren oder be­nö­ti­gen für ein be­stehen­des Pro­dukt / eine be­stehen­de Dienst­leis­tung wei­te­re fi­nan­zi­el­le Mit­tel? Mit ei­nem Crowd­fun­ding­pro­jekt kön­nen Sie die­ses schon vor­ab verkaufen.
  • CRM: Sie kön­nen so­wohl be­stehen­de als auch neue Kun­den über ein Crowd­fun­ding Pro­jekt stär­ker an sich binden.
Crowdfunding ist auch ein Marketingkanal

Pla­nen Sie ge­nü­gend Zeit für die Vor­be­rei­tungs­pha­se ein

Es lohnt sich, min­des­tens zwei Mo­na­te in eine gute Vor­be­rei­tung zu in­ves­tie­ren. Fol­gen­des gibt es zu tun:

  • Pro­jekt erfassen
  • Mass­nah­me­plan erstellen
  • Kom­mu­ni­ka­ti­ons­plan erstellen
  • Start pla­nen

Stim­men Sie die vier Schrit­te auf­ein­an­der ab.

Su­chen Sie die rich­ti­ge Platt­form für Ihr Projekt

Um Ihr Pro­jekt er­fas­sen zu kön­nen, müs­sen Sie sich zu­erst für eine Platt­form ent­schei­den. Fol­gen­de drei Punk­te sind wich­tig bei der Wahl Ih­rer Crowd­fun­ding Plattform:

  • Die Platt­form soll da zu Hau­se sein, wo Ihre Crowd zu Hau­se ist. Ist Ihre Crowd in der Schweiz zu Hau­se, dann wäh­len Sie eine Schwei­zer Platt­form. Lebt aber Ihre Crowd in der USA, dann ist eine lo­ka­le Platt­form in der USA sinn­vol­ler. Dies hat zwei Gründen:
    • Die Spra­che auf der Platt­form: Nicht alle in der Schweiz spre­chen / schrei­ben im per­fek­tes­ten Englisch.
    • Die Zah­lungs­ka­nä­le: Schwei­ze­rIn­nen zah­len ger­ne mit hier be­kann­ten Zah­lungs­mit­teln wie z.B. TWINT und in Schwei­zer Franken.
  • Un­ter­stützt Sie die Platt­form mit Sup­port und Know-How? Vie­le Platt­for­men bie­ten ihr Know-How ge­gen Be­zah­lung an, an­de­re kos­ten­los. Bei vie­len Platt­for­men er­hält man we­nig bis gar kei­nen Sup­port, bei an­de­ren ist der Sup­port ein Teil der Projektausschreibung.

Er­fas­sen Sie Ihr Projekt

Auf Crowd­fun­ding-Platt­for­men, wie bei­spiels­wei­se Crow­di­fy, kön­nen Sie sich ganz ein­fach re­gis­trie­ren, Ihr Pro­jekt er­fas­sen und ab­spei­chern. Mit der Be­ar­bei­tung kön­nen Sie sich so viel Zeit neh­men, wie Sie be­nö­ti­gen. Wenn Sie mei­nen, dass Ihr Pro­jekt voll­stän­dig er­fasst ist, kön­nen Sie es ein­rei­chen. Je­des Pro­jekt wird von der Platt­form ge­prüft und be­ant­wor­tet. Es ist mög­lich, ein Pro­jekt in ver­schie­de­nen Spra­chen zu pu­bli­zie­ren. Dies ist dann sinn­voll, wenn Ihre Crowd ver­schie­de­ne sprach­li­che Hin­ter­grün­de hat oder aus ver­schie­de­nen Sprach­räu­men kommt.

Ziel­be­trag: Über­le­gen Sie sich gut, ob die­ser Ziel­be­trag für Ihr Crowd­fun­ding rea­lis­tisch ist. Denn kommt der Be­trag in der fest­ge­leg­ten Lauf­zeit nicht zu­sam­men, ge­hen alle ge­sam­mel­ten Gel­der an Ihre Un­ter­stüt­zer zu­rück. Ihre Ziel­sum­me kön­nen Sie be­rech­nen, in­dem Sie zu­erst Ih­ren ef­fek­ti­ven Pro­jekt­be­darf be­rech­nen und dann die fol­gen­den Punk­te hinzufügen:

  • plus 5 % Reserven
  • plus Aus­la­gen Goo­dies inkl. Porto
  • plus PR/Marketing Auf­wand
  • plus Kom­mis­si­on Platt­form (8–11 %)

Pro­jekt­vi­de­os: Pro­jek­te mit Pro­jekt­vi­de­os sind oft­mals viel er­folg­rei­cher, als sol­che ohne, da die Vi­de­os eine Ge­schich­te über das Pro­jekt er­zäh­len, mit der sich die Un­ter­stüt­ze­rin­nen ver­bin­den kön­nen. Ein Vi­deo zu ma­chen ist aus ver­schie­de­nen Grün­den wichtig:

  • Das Pro­jekt wird erlebbar.
  • Sie schaf­fen ei­nen emo­tio­na­len Be­zug zu Ih­ren Boostern.
  • Sie „outen” sich und wir­ken vertrauenswürdiger.
  • Die Sup­por­te­rin­nen se­hen die Per­son und die Lei­den­schaft hin­ter dem Projekt.

Pro­jekt­be­schrieb: Beim Crowd­fun­ding geht es im­mer um die­se Fra­ge: Für wel­chen Be­trag will ich et­was fun­den? For­mu­lie­ren Sie Ihr Pro­jekt da­her um­fas­send und zei­gen Sie auf, wie­so Sie ge­nau die­sen Ziel­be­trag be­nö­ti­gen und wie die­ser ein­ge­setzt wer­den soll. Es ist wich­tig, dass In­ter­es­sier­te in­ner­halb von ei­ner Mi­nu­te ver­ste­hen, wor­um es sich bei Ih­rem Pro­jekt han­delt, wel­che Mo­ti­va­ti­on da­hin­ter­steckt und wo­für das Geld ge­braucht wird. Die­se In­for­ma­tio­nen sind dann in ei­nem kur­zen Text zu­sam­men­ge­fasst, wel­cher auf der Web­sei­te pro­mi­nent Ihr Pro­jekt anpreist.

Goo­dies: Es ist emp­feh­lens­wert min­des­tens 4–6 Goo­dies zu er­stel­len, für Boos­te­rin­nen mit klei­nem und gros­sem Porte­mon­naie. Goo­dies ent­schei­den oft, ob die Boos­ter end­gül­tig mit an Bord sind und das Pro­jekt sup­por­ten. Es lohnt sich also, hier et­was mehr Zeit zu in­ves­tie­ren und mög­lichst at­trak­ti­ve und krea­ti­ve Goo­dies an­zu­bie­ten. Bei­spie­le da­für sind: ein­zig­ar­ti­ge Er­fah­run­gen, per­sön­li­che Ein­la­dun­gen, selbst­ge­mach­te Ge­schen­ke etc. Je ex­klu­si­ver, des­to besser.

Mass­nah­me­plan erstellen

Im Mass­nah­men­plan de­fi­nie­ren Sie, wer Ihre Crowd ist, wel­che Goo­dies für Ihre Crowd span­nend sind und über wel­che Ka­nä­le oder Touch­points Sie die­se erreichen.

Crowd de­fi­nie­ren: Er­stel­len Sie eine Lis­te, wer al­les zu Ih­rer Crowd ge­hört und über­le­gen Sie sich, wie Sie die­se Per­so­nen am bes­ten er­rei­chen. Durch­stö­bern Sie dazu all Ihre Da­ten­ban­ken, wie E‑­Mail-Ac­counts, Face­book, In­sta­gram, Twit­ter, Sky­pe, Lin­kedin, Xing, Whats­App, Tumb­lr, Wor­d­Press, Students.ch, Spiel­platt­for­men, Vi­si­ten­kar­ten, Klas­sen­freun­de­lis­ten etc.

Goo­dies: Über­le­gen Sie sich, wel­che Goo­dies zu Ih­rer Ziel­grup­pe pas­sen. Er­stel­len Sie wenn mög­lich ein Goo­die, das gleich­zei­tig auch eine Vor­be­stel­lung ist. Der Un­ter­stüt­zer be­kommt mit die­sem Be­trag auch gleich den Ser­vice oder den Zu­gang zu dem, was Sie ent­wi­ckeln und produzieren.

Touch­points: Über­le­gen Sie sich, über wel­che Ka­nä­le Sie Ihre Crowd er­rei­chen, wie zum Bei­spiel So­cial Me­dia, E‑Mail, Events, Schwar­zes Brett. Stu­di­en zei­gen, dass über den Touch­point E‑Mail am meis­ten Goo­dies ver­kauft wer­den. So­cial Me­dia ist wich­tig, weil Sie hier die Chan­ce ha­ben, nicht nur Ihre Crowd, son­dern auch die Crowd Ih­rer Crowd zu erreichen.

Kom­mu­ni­ka­ti­ons­plan erstellen

Für die Lauf­zeit Ih­res Pro­jekts gilt es, eine gute Pla­nung aus­zu­ar­bei­ten und auf­recht­zu­er­hal­ten. Wäh­len Sie Tipps und Mass­nah­men aus, die Sie um­set­zen wol­len und pla­nen Sie Ak­tio­nen ein. Er­stel­len Sie ei­nen Plan für Ein­zel­mass­nah­men. Der Plan zeigt Ih­nen, wann Sie was rea­li­sie­ren wol­len. Ma­chen Sie den Plan gleich für die gan­ze Pro­jekt­lauf­zeit. Be­den­ken Sie da­bei, dass die ers­ten 30 Tage die wich­tigs­ten sind. Die Zeit da­zwi­schen braucht Durch­hal­te­wil­len und der Schluss­spurt ent­schei­det über den Er­folg Ih­res Projekts.

Be­rei­ten Sie Ih­ren Start vor

In­for­mie­ren Sie Ihre engs­te Crowd, also Ihre Fa­mi­lie, Freun­de und Be­kann­ten. Er­zäh­len Sie Ih­nen von Ih­rem Vor­ha­ben. Ver­schi­cken Sie Ih­nen schon vor dem Start­da­tum eine Pre­view Ih­rer Projektseite.

Tipps für den 1. Tag:

  • Psy­cho­lo­gisch ge­se­hen, ist es wich­tig, dass die ers­te Boos­te­rin nicht al­lein ist. Boos­ten Sie des­halb den ers­ten Be­trag gleich selbst. Dies kann auch ein klei­ner Be­trag sein.
  • In­for­mie­ren Sie Ihre engs­te Crowd über den Start Ih­res Projektes.
  • Nut­zen Sie beim Launch ter­mi­nier­te und per­sön­li­che Goodies.
  • Sie kön­nen Goo­dies (z. B. Vor­zugs­kon­di­tio­nen beim Kauf Ih­res Pro­duk­tes) für Ihre engs­te Crowd er­stel­len, die nur die ers­ten 24 Stun­den gül­tig sind.
Die Vorbereitung für den Start des Projekts ist ein wichtiger Punkt.

Ma­chen Sie News

Um Ihre Kam­pa­gne so rich­tig in Fahrt zu brin­gen, ist es wich­tig, dass Sie über ver­schie­dens­te Ka­nä­le re­gel­mäs­sig News schal­ten. Hier ei­ni­ge Tipps und Tricks, die als Hil­fe­stel­lung dienen:

  • Schal­ten Sie News auf So­cial Me­dia, da­mit Ihre Freun­de die­se tei­len und Sie es schaf­fen, in die Be­kann­ten­krei­se die­ser vorzudringen.
  • Schal­ten Sie News auf der Web­site. Be­dan­ken Sie sich bei al­len Boos­tern für ihre Un­ter­stüt­zung. Ei­ni­ge Platt­form, wie Crow­di­fy, bie­ten auch Tools, um den Boos­te­rin­nen di­rekt zu danken.
  • Schal­ten Sie News nicht nur als Bild / Text, son­dern auch als Video.

Hal­ten Sie Ihre Crowd auf dem Laufenden

So­bald Sie Ihr Pro­jekt fi­nan­ziert ha­ben, hal­ten Sie Ihre Crowd auf dem Lau­fen­den mit mo­nat­li­chen Up­dates. Da­mit wis­sen Sie Be­scheid, was mit ih­rem Geld pas­siert und wann die Goo­dies aus­ge­lie­fert werden.

Und den­ken Sie im­mer dar­an: Vor dem Pro­jekt ist nach dem Pro­jekt. Sei­en Sie also freund­lich zu Ih­rer Crowd, dann wird die­se Sie auch bei Ih­rem nächs­ten Pro­jekt unterstützen.

Un­se­re Lösung

Crow­di­fy

Crow­di­fy er­mög­licht Ih­nen Ihr Pro­jekt auf ei­ner Platt­form mit gros­sem Pu­bli­kum zu tei­len. Fin­den Sie hier Ihre Boos­ter, um Ihr Pro­jekt zu finanzieren.

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Die Fi­nan­zie­rung von Gastronomiebetrieben 

Die Fi­nan­zie­rung ist in der Gas­tro­no­mie eine gros­se Her­aus­for­de­rung. Ohne Start­ka­pi­tal ist es sehr schwer, ein Re­stau­rant oder eine Bar zu eröffnen.
Wir zei­gen Ih­nen, wo bei der Er­öff­nung ei­nes Re­stau­rants Kos­ten an­fal­len und stel­len neun Fi­nan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten vor.

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Eine Gasse mit verschiedenen Tischen eines Gastronomiebetriebs
Wenn Sie ein Re­stau­rant er­öff­nen, stellt sich die Fra­ge, wel­chen Ver­trag Sie ab­schlies­sen. Wir er­klä­ren Ih­nen den Kauf­ver­trag, den Miet­ver­trag, den Pacht­ver­trag und den Fran­chise­ver­trag und zei­gen Ih­nen die Un­ter­schie­de so­wie die Vor- und Nach­tei­le auf. 

Urs Mes­ser­li

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Kau­fen

Schlies­sen Sie ei­nen Kauf­ver­trag ab, dann wird Ih­nen das Ei­gen­tum am Lo­kal über­tra­gen. So­mit «ge­hört» Ih­nen das Lo­kal. Von ei­nem ab­ge­schlos­se­nen Kauf kön­nen Sie nicht ein­fach zu­rück­tre­ten, des­halb soll­ten Sie ei­nen Im­mo­bi­li­en­kauf gut über­den­ken. Las­sen Sie sich auf kei­nen Fall un­ter Druck set­zen und über­stür­zen Sie nichts.

Der Kauf­ver­trag ei­ner Im­mo­bi­lie muss schrift­lich ab­ge­schlos­sen und von ei­nem No­tar öf­fent­lich be­glau­bigt wer­den. Of­fi­zi­ell ge­hört das Re­stau­rant aber erst nach dem Ein­trag in das Grund­buch Ihnen.

Vor­tei­le

Nach­tei­le

Mie­ten und Pachten

Miet­ver­trag

Im Ge­gen­satz zum Kauf­ver­trag wird Ih­nen beim Miet­ver­trag das Lo­kal zum Ge­brauch über­las­sen. Da­für müs­sen Sie dem Ver­mie­ter ei­nen Miet­zins be­zah­len. Beim Aus­lau­fen des Miet­ver­tra­ges sind Sie ver­pflich­tet, das Lo­kal wie­der dem Ver­mie­ter zu über­ge­ben. Das be­deu­tet, dass das Lo­kal nicht Ih­nen «ge­hört». Wir emp­feh­len Ih­nen, ei­nen Miet­ver­trag im­mer schrift­lich abzuschliessen.

Neh­men Sie den Miet­zins ge­nau un­ter die Lupe. Bei der Höhe der Mie­te spie­len ver­schie­de­ne Fak­to­ren eine Rol­le wie der Stand­ort, An­zahl Sitz­plät­ze des Lo­kals, ob es sich um ei­nen Roh­bau han­delt, aber auch die Lauf­kund­schaft und die Kon­kur­renz. Der Miet­zins soll­te zwi­schen 8–12 % des jähr­li­chen Um­sat­zes be­tra­gen. Ei­nen hö­he­ren Miet­zins soll­ten Sie nicht ver­ein­ba­ren, weil die­ser für Sie wahr­schein­lich nicht trag­bar ist.

Pacht­ver­trag

Ein Pacht­ver­trag ist dem Miet­ver­trag ähn­lich. Das Lo­kal wird Ih­nen aber nicht nur zum Ge­brauch, son­dern auch zur Nut­zung über­las­sen. Pach­ten Sie ein be­reits be­stehen­des Re­stau­rant, wer­den Ih­nen die Räu­me und das In­ven­tar mit­samt den Ge­schäfts­be­zie­hun­gen über­ge­ben. Der Pacht­ver­trag muss nicht schrift­lich er­fol­gen. Aus Be­weis­grün­den emp­feh­len wir im­mer ei­nen schrift­li­chen Ver­trag. Aus­ser­dem ist es emp­feh­lens­wert, dass Sie sich über die Höhe ei­nes fai­ren Pacht­zin­ses erkundigen.

Un­ter­schie­de

Ein zen­tra­ler Un­ter­schied zum Miet­ver­trag liegt dar­in, dass die Un­ter­halts­pflicht und die Pflicht zur sorg­fäl­ti­gen Be­wirt­schaf­tung beim Pacht­ver­trag wei­ter ge­hen als beim Miet­ver­trag. Im Un­ter­schied zum Miet­ver­trag ha­ben Sie beim Pacht­ver­trag als Päch­ter län­ge­re Kün­di­gungs­fris­ten und län­ge­re Fris­ten bei Zahlungsrückständen.

Vor­tei­le

Nach­tei­le

Bevor ein Kauf- oder Mietvertrag in der Gastronomie abgeschlossen wird, sollten die Vor- und Nachteile abgewogen werden.

Fran­chise­ver­trag

Beim Ab­schluss ei­nes Fran­chise­ver­trags über­neh­men Sie das Ge­schäfts­mo­dell vom Fran­chi­se­ge­ber ge­gen Be­zah­lung. Sie als Fran­chise­neh­mer gel­ten fi­nan­zi­ell als selbst­stän­di­ger Un­ter­neh­mer und tra­gen des­halb das vol­le Ri­si­ko. Je­doch kön­nen Sie vom Wis­sen und den Er­fah­run­gen des Ge­schäfts­part­ners (Fran­chi­se­ge­ber) pro­fi­tie­ren. Fran­chi­sing wird des­halb auch als «ab­hän­gi­ge Selbst­stän­dig­keit» be­zeich­net. Be­kann­te Bei­spie­le für Fran­chi­se­un­ter­neh­men sind McDonald’s, Bur­ger King oder Coop Pronto.

Für Sie als Fran­chise­neh­me­rin ist es wich­tig, dass Sie sich ge­naue In­for­ma­tio­nen über den Ge­schäfts­part­ner be­schaf­fen und sich über die Ri­si­ken im Kla­ren sind. Ihr Ge­schäfts­part­ner soll­te Sie über die Pro­duk­te und das Sys­tem de­tail­liert aufklären.

Vor­tei­le

Nach­tei­le

Fa­zit

Wel­cher Ver­trag für Sie der rich­ti­ge ist, hängt von Ih­nen, Ih­rer Si­tua­ti­on und Ih­rer Be­triebs­idee ab. Es ist wich­tig, dass Sie sich vor je­dem Ver­trags­ab­schluss des­sen Vor- und Nach­tei­le be­wusst sind und sich im Kla­ren sind, wor­auf Sie sich ein­las­sen. Egal für wel­chen Ver­trag Sie sich ent­schei­den, schlies­sen Sie die­sen in je­dem Fall schrift­lich ab. Wenn es zu Strei­tig­kei­ten kommt, ha­ben Sie et­was in der Hand.

Un­se­re Lösungen

Vor­la­ge Finanzanalyse

Mit der Vor­la­ge zur Fi­nanz­ana­ly­se kön­nen Sie die Bi­lanz- und Er­folgs­kenn­zah­len be­rech­nen und be­ur­tei­len las­sen. So wis­sen Sie, wo Ihr Be­trieb fi­nan­zi­ell steht. Ex­cel-Do­ku­ment mit 2 Ta­bel­len und An­lei­tung — Preis Fr. 18.-

Urs Mes­ser­li

Sie möch­ten sich vor dem Ab­schluss ei­nes Ver­tra­ges be­ra­ten las­sen? Der er­fah­re­ne Gas­tro­nom Urs Mes­ser­li be­rät und be­glei­tet Sie für alle Pro­jek­te, Kon­zep­te und Pro­zes­se Ih­res Restaurants.

Grund­kurs Gastronomieführung

Der Grund­kurs Gas­tro­no­mie­füh­rung der Schwei­zer Gas­tro­no­mie­fern­schu­le ver­mit­telt Ih­nen die grund­le­gen­den Kennt­nis­se des Ver­trags­recht. Zu­sätz­lich er­fah­ren Sie mehr über wich­ti­ge The­men der Be­triebs­füh­rung in der Gastronomie.

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Eine saubere Buchhaltung ist auch in der Gastronomie Pflicht
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E‑Learning

Im E‑Learning «Bi­lanz und Er­folgs­rech­nung» ler­nen Sie die wich­tigs­ten Punk­te über die Bi­lanz und die Er­folgs­rech­nung. Eig­nen Sie sich das theo­re­ti­sche Grund­wis­sen an und üben Sie das Ge­lern­te an­hand pra­xis­ori­en­tier­ter Übungen. 

Beim Auf­bau ei­nes Gas­tro­no­mie­be­triebs ha­ben meist das Be­triebs­kon­zept und die Stand­ort­su­che Prio­ri­tät. Gleich­zei­tig wer­den un­be­lieb­te­re The­men wie die Buch­hal­tung ver­nach­läs­sigt. Die Buch­hal­tung er­füllt zwei zen­tra­le Funk­tio­nen. Ei­ner­seits muss sie von Ge­set­zes we­gen ge­macht wer­den, an­de­rer­seits lie­fert sie wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen und Zah­len für die Be­triebs­füh­rung. Eine un­sau­be­re Buch­hal­tung in Ih­rem Re­stau­rant kann zu schwer­wie­gen­den Pro­ble­men mit der Steu­er­be­hör­de und zu fi­nan­zi­el­len Schwie­rig­kei­ten füh­ren . Um Pro­ble­me zu ver­mei­den, ist es wich­tig, be­reits zu Be­ginn der Selbst­stän­dig­keit die pas­sen­de Form der Buch­hal­tung für Sie und Ih­ren Be­trieb zu finden.

Buch­hal­tung im Gastronomiebetrieb

Buch­hal­tung ist ein um­gangs­sprach­li­cher Be­griff, rich­tig heisst es Rech­nungs­we­sen. In der Buch­hal­tung wer­den alle Ge­schäfts­vor­fäl­le er­fasst. Dazu ge­hört bei­spiels­wei­se das Be­zah­len von Rech­nun­gen und Löh­nen, das Ver­bu­chen von Ta­ges­ein­nah­men oder auch die Wert­ver­än­de­rung von An­la­gen und Mo­bi­li­en. Un­ab­hän­gig da­von, ob Sie die Buch­hal­tung selbst ma­chen oder an ei­nen Treu­hän­der wei­ter­ge­ben, ist es wich­tig, dass Sie die Zah­len und In­for­ma­tio­nen in Ih­rer Buch­hal­tung ver­ste­hen. Ihr Be­triebs­kon­zept kann noch so gut sein, wenn die Zah­len aber nicht stim­men, wird es frü­her oder spä­ter zur Schlies­sung Ih­res Be­triebs kommen.

Um die ge­setz­li­chen Richt­li­ni­en in der Schweiz ein­zu­hal­ten, wird in der Re­gel die dop­pel­te Buch­hal­tung ver­wen­det. Sie heisst so, weil bei je­dem Ge­schäfts­fall zwei Kon­ten be­trof­fen sind. So sieht man, wo­her das Geld kommt und wo­hin es geht. Das Rech­nungs­we­sen be­steht aus der Fi­nanz- und der Betriebsbuchhaltung:

Fi­nanz­buch­hal­tung

Die Fi­nanz­buch­hal­tung setzt sich aus der Bi­lanz und der Er­folgs­rech­nung zu­sam­men. Mit der Bi­lanz kön­nen Sie die Fra­ge be­ant­wor­ten, wie «reich» Sie sind. In der Bi­lanz lis­ten Sie das Ver­mö­gen (Ak­ti­ven) und das Ka­pi­tal (Pas­si­ven) der Fir­ma zu ei­nem be­stimm­ten Zeit­punkt auf. Die Er­folgs­rech­nung gibt Aus­kunft dar­über, wie­viel Ge­winn ihr Be­trieb er­zielt hat. Hier wer­den alle Auf­wän­de und Er­trä­ge er­fasst. Sind die Er­trä­ge grös­ser als die Auf­wän­de, dann hat Ihr Be­trieb ei­nen Ge­winn erzielt.

Die Fi­nanz­buch­hal­tung ba­siert heu­te auf Grund­bü­chern, dar­in wer­den die Ge­schäfts­fäl­le der wich­tigs­ten Zah­lungs­kon­ten auf­ge­führt. Je­der Ge­schäfts­fall wird ein­zeln ver­bucht. Ge­setz­lich vor­ge­ge­ben ist, dass Sie zwei Grund­bü­cher füh­ren. In ei­nem wer­den die Ge­schäfts­fäl­le mit Bar­geld und im an­de­ren die Ge­schäfts­fäl­le mit dem Bank­kon­to erfasst.

Buchhaltung erledigen

Be­triebs­buch­hal­tung

Die Be­triebs­buch­hal­tung baut auf der Fi­nanz­buch­hal­tung auf und be­steht aus der Kos­ten­rech­nung und den Ne­ben­be­rei­chen Bud­get, Fi­nanz­ana­ly­se und Kal­ku­la­ti­on. Der Kos­ten­rech­nung kön­nen Sie ent­neh­men, wel­che Kos­ten und Er­trä­ge an­fal­len. Mit dem Bud­get ver­su­chen Sie, die fi­nan­zi­el­le Ent­wick­lung des Be­triebs ein­zu­schät­zen und so die Zu­kunft des Be­triebs zu pla­nen. Mit der Fi­nanz­ana­ly­se neh­men Sie eine Be­ur­tei­lung des Be­triebs vor. Sie ver­su­chen da­mit die Fra­ge zu be­ant­wor­ten, wie der Be­trieb da­steht und wo all­fäl­li­ge Pro­ble­me lie­gen. Mit der Be­triebs­buch­hal­tung kön­nen Sie auch die Prei­se kalkulieren.

Steu­ern

Bei Ih­rem Gas­tro­no­mie­be­trieb wer­den di­ver­se Steu­ern fäl­lig. Die Un­ter­la­gen aus Ih­rer Buch­hal­tung sind auch die Grund­la­ge für die Be­hör­den, um die Steu­ern zu be­rech­nen. Ne­ben den Steu­ern, die Sie bei­spiels­wei­se auf Ver­mö­gen und Ge­winn be­zah­len, ist die Mehr­wert­steu­er für Gas­tro­no­mie­be­trie­be be­son­ders wichtig.

Jah­res­ab­schluss

Beim Jah­res­ab­schluss han­delt es sich um den Ab­schluss des kauf­män­ni­schen Ge­schäfts­jah­res. Da­bei wer­den die fi­nan­zi­el­le Lage des Be­triebs und da­mit sein Er­folg ermittelt.

Sie ha­ben un­ter­schied­li­che Op­tio­nen, um Ihre Buch­hal­tung ab­zu­wi­ckeln. Nach­fol­gend stel­len wir Ih­nen drei Va­ri­an­ten vor:

Mög­lich­keit 1: Die Buch­hal­tung selbst machen

Sie kön­nen die Buch­hal­tung selbst­stän­dig er­stel­len . Da­für müs­sen Sie sich in die­sem Be­trieb gut aus­ken­nen. Nur so kön­nen Sie eine sau­be­re Buch­hal­tung er­stel­len und die ge­setz­li­chen Vor­ga­ben er­fül­len.
Ei­ni­ge Teil­be­rei­che der Buch­hal­tung ha­ben wir in an­de­ren Gastro­pe­dia-Bei­trä­gen nä­her er­klärt und Vor­la­gen dazu er­stellt. Wenn Sie also die Buch­hal­tung selbst er­stel­len oder das The­ma ver­tie­fen möch­ten, emp­feh­len wir Ih­nen, Bei­trä­ge und Vor­la­gen zum Bud­get, der Preis­kal­ku­la­ti­on, der Mehr­wert­steu­er und der Lohn­buch­hal­tung an­zu­schau­en . Fol­gen­de Vor- und Nach­tei­le gibt es, wenn Sie die Buch­hal­tung selbst machen:

Vor­tei­le

Nach­tei­le

Be­ach­ten Sie, dass die­se Va­ri­an­te zwar kos­ten­güns­tig er­scheint, je­doch auch Ihre Zeit nicht kos­ten­los ist. Die Ar­beits­zeit, die für die Er­stel­lung ei­ner sau­be­ren Buch­hal­tung auf­ge­wen­det wer­den muss, könn­ten Sie auch in das Kern­ge­schäft investieren.

E‑Learning

Im E‑Learning «Bi­lanz und Er­folgs­rech­nung» ler­nen Sie die wich­tigs­ten Punk­te über die Bi­lanz und die Er­folgs­rech­nung. Eig­nen Sie sich das theo­re­ti­sche Grund­wis­sen an und üben Sie das Ge­lern­te an­hand pra­xis­ori­en­tier­ter Übungen. 

Mög­lich­keit 2: Online-Buchhaltung

Die Buch­hal­tung kön­nen Sie mit­hil­fe ei­ner On­line-Buch­hal­tungs­soft­ware er­stel­len. Oft­mals ist es mög­lich, dass Sie die Be­le­ge mit Ih­rem Smart­pho­ne ein­scan­nen. Die Soft­ware er­kennt den Be­leg und ver­bucht die­sen au­to­ma­tisch. Auch Rech­nun­gen kön­nen Sie so scan­nen. Ach­ten Sie bei On­line-Buch­hal­tungs­pro­gram­men im­mer auch auf die Preis­bil­dung. Ei­ni­ge bie­ten ein kos­ten­lo­ses Kern­pro­gramm an, an­de­re An­bie­ter ver­lan­gen eine mo­nat­li­che Grund­ge­bühr. Auch be­züg­lich der An­zahl An­wen­de­rin­nen und Be­le­ge un­ter­schei­den sich die Anbieter.

Vor­tei­le

Nach­tei­le

KLARA

KLARA bie­tet eine ein­fa­che, kos­ten­lo­se On­line-Busi­ness­soft­ware, die Be­trie­be in sämt­li­chen ad­mi­nis­tra­ti­ven Be­lan­gen im Be­reich der Buch­hal­tung unterstützt. 

Run my Accounts

Run my Ac­counts bie­tet eine voll­stän­di­ge Dienst­leis­tung in­klu­si­ve On­line-Soft­ware an. Die Ad­mi­nis­tra­ti­on der Buch­hal­tung wird so ef­fi­zi­ent und ein­fach wie nur mög­lich ge­stal­tet, wäh­rend die Zah­len gleich­zei­tig von über­all zur Ver­fü­gung stehen.

Mög­lich­keit 3: Der Treu­hän­der über­nimmt die kom­plet­te Buchhaltung

Su­chen Sie sich ei­nen pas­sen­den Treu­hän­der, wenn Sie die gan­ze Buch­hal­tung ab­ge­ben möch­ten. Ach­ten Sie da­bei dar­auf, dass die­ser be­reits Er­fah­rung in der Gas­tro­no­mie mit­bringt und so be­reits die ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen kennt. Wäh­len Sie eine Treu­hän­de­rin, zu der Sie Ver­trau­en ha­ben und le­gen Sie Wert auf die Mit­glied­schaft bei Treu­hand Suisse.

Vor­tei­le

Nach­tei­le

Sie kön­nen auch nur ge­wis­se Be­rei­che der Buch­hal­tung ab­ge­ben. Spre­chen Sie mit Ih­rem ge­wähl­ten Treu­hän­der, um Un­ter­stüt­zung für be­stimm­te The­men zu er­hal­ten. Die ein­zel­nen Tei­le der Buch­hal­tung kön­nen di­rekt auf­ge­teilt und Be­stand­tei­le fix an Ih­ren Treu­hän­der über­ge­ben werden

TESMAG

Mit ih­rem Back­ground aus der Gas­tro­no­mie sind die Mit­ar­bei­ten­den von TESMAG die Ex­per­ten für Ihre Treuhandaufgaben.

Fa­zit

Sie ha­ben di­ver­se Mög­lich­kei­ten, um si­cher­zu­stel­len, dass die Buch­hal­tung in Ih­rem Be­trieb rei­bungs­los ab­läuft. Un­ab­hän­gig da­von, wel­che Va­ri­an­te Ih­nen zu­sagt, muss den­noch min­des­tens ein Grund­ver­ständ­nis der Buch­hal­tung vor­han­den sein. Nur so kön­nen Sie aus den Zah­len wich­ti­ge Schlüs­se für die Be­triebs­füh­rung zie­hen und lang­fris­tig für ei­nen flo­rie­ren­den Be­trieb sorgen.

Un­se­re Lösungen

Vor­la­ge Finanzanalyse

Mit der Vor­la­ge zur Fi­nanz­ana­ly­se kön­nen Sie die Bi­lanz- und Er­folgs­kenn­zah­len be­rech­nen und be­ur­tei­len las­sen. So wis­sen Sie, wo Ihr Be­trieb fi­nan­zi­ell steht. Ex­cel-Do­ku­ment mit 2 Ta­bel­len und An­lei­tung — Preis Fr. 18.-

E‑Learning

Im E‑Learning «Bi­lanz und Er­folgs­rech­nung» ler­nen Sie die wich­tigs­ten Punk­te über die Bi­lanz und die Er­folgs­rech­nung. Eig­nen Sie sich das theo­re­ti­sche Grund­wis­sen an und üben Sie das Ge­lern­te an­hand pra­xis­ori­en­tier­ter Übungen. 

Vor­la­ge Mehr­wert­steu­er- abrechnung

Mit die­ser Vor­la­ge kön­nen Sie her­aus­fin­den, wel­che Meh­wert­steu­er­ab­rech­nungs­art zu Ih­rem Be­trieb passt und die ge­schul­de­te Mehr­wert­steu­er ein­fach be­rech­nen las­sen. Ex­cel-Do­ku­ment mit 2 Ta­bel­len und An­lei­tung — Preis Fr. 18.-

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Wo ent­ste­hen Kosten?

Bei der Er­öff­nung ei­nes Gas­tro­no­mie­be­triebs sind Sie ab dem ers­ten Tag mit der Fi­nan­zie­rung kon­fron­tiert. Die Über­nah­me des In­ven­tars, be­son­ders ei­ner gu­ten Kü­che, kann rasch ei­ni­ge hun­dert­tau­send Fran­ken kos­ten. Oft sind in den In­ven­tar­prei­sen auch Schlüs­sel­gel­der ent­hal­ten. Hin­zu kom­men Kos­ten für Um­bau­ten, Er­satz­an­schaf­fun­gen und die Mo­der­ni­sie­rung des Betriebs.

Die­se In­ves­ti­tio­nen soll­ten gut ge­plant wer­den, loh­nen sich aber. Ma­chen Sie nicht den Feh­ler, ei­nen ma­ro­den Be­trieb ohne Auf­fri­schung wei­ter­zu­füh­ren. Die Gäs­te soll­ten mer­ken, dass mit ei­ner neu­en Be­triebs­in­ha­be­rin auch ein fri­scher Wind durch den Be­trieb weht.

Selbst wenn es sich um ei­nen ein­fa­chen Be­trieb han­delt, brau­chen Sie ein ge­wis­ses Start­ka­pi­tal, um die Start­pha­se über­brü­cken zu kön­nen. Ha­ben Sie das nicht, kann es pas­sie­ren, dass Sie Kon­kurs ge­hen, be­vor Sie über­haupt rich­tig aus­pro­bie­ren konn­ten, ob ihr Kon­zept funk­tio­niert. Als Faust­re­gel gilt, dass Sie min­des­tens 3 Mo­na­te ohne Um­satz und min­des­tens 6 Mo­na­te mit sehr we­nig Um­satz über die Run­den kom­men soll­ten. Bud­ge­tie­ren Sie die­se Zeit dar­um gross­zü­gig und be­sor­gen Sie sich ge­nü­gend Startkapital.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Restaurant zu finanzieren

Wel­che Fi­nan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten gibt es?

Nun ha­ben die we­nigs­ten Grün­de­rin­nen ein­fach so ge­nü­gend Geld auf der ho­hen Kan­te. Wel­che Mög­lich­kei­ten ha­ben Sie also, um die Er­öff­nung ei­nes Re­stau­rants oder ei­nes an­de­ren Gas­tro­no­mie­be­trieb zu finanzieren?

1. Bank­kre­dit (Kon­to­kor­rent­kre­dit)

Als Ers­tes kommt den meis­ten Grün­dern ein Bank­kre­dit in den Sinn. Tat­säch­lich sind in der Schweiz etwa ein Drit­tel der Re­stau­rant- und Ho­tel­be­trie­be durch Ban­ken fi­nan­ziert. Es han­delt sich da­bei aber vor al­lem um Hy­po­the­ken und Bank­kre­di­te von grös­se­ren Betrieben.

Bei klei­ne­ren und mitt­le­ren Gas­tro­no­mie­be­trie­ben sind die Chan­cen für ei­nen klas­si­schen Ge­schäfts­kre­dit nicht be­son­ders hoch, da die Ban­ken bei der Fi­nan­zie­rung von Gas­tro­no­mie­pro­jek­ten sehr vor­sich­tig sind.

Ein über­zeu­gen­der Busi­ness­plan bzw. ein gu­tes Be­triebs­kon­zept ist dar­um un­er­läss­lich. Die Bank wird nicht nur Ihr Pro­jekt be­ur­tei­len, son­dern sie ist dar­an in­ter­es­siert, dass Sie Ihre Zin­sen zah­len und das Geld zu­rück­zah­len. Um das be­ur­tei­len zu kön­nen, wird die Bank Ihr Pro­jekt und vor al­lem auch Sie per­sön­lich oder Ihr Grün­der­team nach ver­schie­de­nen Kri­te­ri­en ein­schät­zen. Hier ste­hen Ihre Chan­cen am bes­ten, wenn Sie be­ruf­lich schon er­folg­reich wa­ren und auf­zei­gen kön­nen, wes­halb Sie auch die­ses Pro­jekt meis­tern werden.

2. Klein­kre­dit (Pri­vat­kre­dit)

Wenn Sie eine Ein­zel­fir­ma grün­den, kön­nen Sie ei­nen Pri­vat­kre­dit auf­neh­men. Hier wer­den die Ban­ken gross­zü­gi­ger sein, da Sie per­sön­lich mit Ih­rem gan­zen Ver­mö­gen (inkl. Haus, Lie­gen­schaf­ten, etc.) haf­ten. Gleich­zei­tig steigt für Sie das Ri­si­ko, da Sie bei ei­nem Kon­kurs viel mehr ver­lie­ren kön­nen. Ein­zel­ne Ban­ken bie­ten auch spe­zi­fi­sche Klein­kre­di­te für In­ha­ber von Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten oder GmbH’s an.

Die Zin­sen sind bei Klein­kre­di­ten viel hö­her als bei Kon­to­kor­rent­kre­di­ten. Da­her sind Klein­kre­di­te für Be­triebs­grün­dun­gen nicht ge­eig­net. Las­sen Sie die Fin­ger von sol­chen Krediten!

3. Lea­sing

Lea­sing be­deu­tet, dass Sie ein Fahr­zeug oder ein an­de­res In­ves­ti­ti­ons­ob­jek­te (z.B. eine Kaf­fee­ma­schi­ne) nicht di­rekt be­zah­len, son­dern in Ra­ten über die Jah­re ab­be­zah­len. Lea­sen ist grund­sätz­lich eine gute Mög­lich­keit, um we­ni­ger Start­ka­pi­tal ein­set­zen zu müs­sen. Die Lea­sing­ra­ten sind oft ver­gleichs­wei­se tief.

Den­ken sind je­doch dar­an, dass Ihr Bud­get durch Lea­sing­ra­ten be­las­tet wird und lea­sen sie nur so viel, wie Sie sich leis­ten kön­nen. Le­sen Sie den Lea­sing­ver­trag ge­nau durch und klä­ren Sie ab, un­ter wel­chen Be­din­gun­gen Sie aus dem Ver­trag aus­stei­gen kön­nen, was pas­siert, wenn das Lea­sing­ob­jekt be­schä­digt wird.

4. Dar­le­hen von Lieferanten

Man­che Lie­fe­ran­ten ge­wäh­ren Kre­di­te für ihre Kun­den. Am be­kann­tes­ten sind Dar­le­hen von Braue­rei­en, die im Ge­gen­zug ver­lan­gen, dass ihr Bier ver­kauft wird. Wäh­rend frü­her Geld aus­be­zahlt wur­de, wer­den heu­te vor al­lem Dar­le­hen für Aus­schank­an­la­gen oder eine Bar­the­ke gewährt.

Vie­le Gas­tro­no­men könn­ten sich ohne Bier­lie­fer­ver­trag nie­mals eine Aus­schank­an­la­ge leis­ten. Wenn die Bier­mar­ke zu Ih­rem Be­trieb passt, ist da­ge­gen nichts ein­zu­wen­den. Sei­en Sie je­doch vor­sich­tig mit fi­xen Ab­nah­me­prei­sen und Min­dest­kon­tin­gen­ten, die Sie ver­kau­fen müssen.

Auch an­de­re Lie­fe­ran­ten kön­nen Dar­le­hen ver­ge­ben, wenn Sie ihr Pro­dukt ver­kau­fen. Ver­brei­tet sind Dar­le­hen von Fleisch­pro­du­zen­ten bei Kebabimbissen.

5. Wer­bung und Ver­kaufs­för­de­rung für Produkte

Wenn Sie sich be­reit er­klä­ren, in Ih­rem Be­trieb be­stimm­te Pro­duk­te zu be­wer­ben, so kön­nen Sie Ver­gü­tun­gen oder Ver­güns­ti­gun­gen er­hal­ten. Über­le­gen Sie auch hier, wel­che Mar­ken zu Ih­rem Be­trieb und Ih­ren Gäs­ten pas­sen und kon­tak­tie­ren Sie die ent­spre­chen­den Fir­men. Sie kön­nen zum Bei­spiel eine kan­to­na­le Meis­ter­schaft im Cock­tail­mi­xen or­ga­ni­sie­ren und sich von ei­nem Spi­ri­tuo­sen­her­stel­ler spon­sern las­sen. Oder Sie ver­kau­fen die Wei­ne der lo­ka­len Wein­hand­lung di­rekt im Be­trieb und er­hal­ten da­für bes­se­re Prei­se. Von den gros­sen Gas­tro­no­mie­lie­fe­ran­ten er­hal­ten Sie in der Re­gel kos­ten­lo­se Wer­be­ma­te­ria­li­en wie Son­nen­schir­me, Ge­trän­ke­kar­ten, Glä­ser, Ge­trän­ke­au­to­ma­ten, Tisch­sets, Ba­ru­ten­si­li­en etc. Hier soll­ten Sie vor­sich­tig sein und nur Din­ge ver­wen­den, die zum Be­trieb pas­sen. An­sons­ten wird der Be­trieb ab­ge­wer­tet und al­les wirkt billig.

6. Freun­de und Verwandte

Sehr vie­le Be­triebs­grün­der er­hal­ten Geld von Freun­den und Ver­wand­ten. Als klei­ner Be­trieb kommt man oft nicht um die­se Fi­nan­zie­rungs­mög­lich­keit her­um. Sei­en Sie sich aber be­wusst, dass da­durch Freund­schaf­ten und Fa­mi­li­en zer­stört wer­den kön­nen. Ma­chen Sie kei­ne gros­sen Ver­spre­chun­gen und zei­gen Sie von An­fang ge­nau auf, wo­für Sie das Geld ver­wen­den und wel­che Sze­na­ri­en es gibt (er­folg­reich, knapp er­folg­reich, nicht erfolgreich). 

7. In­ves­to­ren

Es ist mög­lich, dass Sie Pri­vat­per­so­nen oder Fir­men fin­den, die be­reit sind, in Ih­ren Be­trieb zu in­ves­tie­ren. Be­son­ders wahr­schein­lich ist es nicht, denn die Ri­si­ken in der Gas­tro­no­mie sind hoch und die Mar­gen tief.

Er­folg­ver­spre­chend kön­nen Part­ner­fir­men sein, die von ei­nem gu­ten Gas­tro­no­mie­be­trieb pro­fi­tie­ren, wie zum Bei­spiel eine Berg­bahn für ei­nen Be­trieb im Wandergebiet.

8. Ge­mein­den, Quartiervereinigungen

Im­mer häu­fi­ger sind Ge­mein­den be­reit, ei­nen Be­trieb zu fi­nan­zie­ren, da er sonst ver­schwin­den wür­de. In eine sol­che Fi­nan­zie­rung ist meist die Haus­be­sit­ze­rin in­vol­viert, es wird eine Ge­nos­sen­schaft oder eine Ak­ti­en­ge­sell­schaft ge­grün­det und dann ein ge­eig­ne­ter Mie­ter gesucht.

Je nach Stand­ort des Be­triebs, lohnt es sich, die Fi­nan­zie­rung über eine Quar­tier­ver­ei­ni­gung zu prü­fen. Quar­tier­be­woh­ner ha­ben ein In­ter­es­se dar­an, ei­nen gu­ten Gas­tro­no­mie­be­trieb zu er­hal­ten und sind manch­mal be­reit, An­tei­le ei­ner Ge­nos­sen­schaft oder Ak­ti­en ei­ner Be­triebs­ge­sell­schaft zu kau­fen. Als Ge­gen­wert dür­fen Sie zum Bei­spiel ein­mal pro Jahr kos­ten­los es­sen kommen.

Ma­chen Sie sich dar­auf ge­fasst, dass Per­so­nen, die den Be­trieb mit­fi­nan­zie­ren auch ger­ne mit­re­den. Sie kön­nen nicht mehr so viel selbst be­stim­men, wie wenn Sie den Be­trieb aus ei­ge­nen Mit­teln finanzieren.

9. Crowd­fun­ding (Schwarm­fi­nan­zie­rung)

Crowd­fun­ding be­deu­tet, dass Sie Ihr Pro­jekt auf ei­ner Web­sei­te aus­schrei­ben in­klu­si­ve Be­trag, den Sie be­nö­ti­gen. Die Be­su­cher der Web­sei­te kön­nen in Ihr Pro­jekt in­ves­tie­ren und er­hal­ten eine Ge­gen­leis­tung, falls das Pro­jekt er­folg­reich ist. Das Geld er­hal­ten Sie nur, falls der vol­le Be­trag zu­stan­de kommt, an­sons­ten ver­fällt der Be­trag und wird den In­ves­to­ren zurückerstattet.

Der Vor­teil von Crowd­fun­ding ist, dass vie­le Klein­in­ves­to­ren mit­ma­chen kön­nen, wo­durch schluss­end­lich grös­se­re Be­trä­ge zu­sam­men­kom­men. Crowd­fun­ding funk­tio­niert nur, wenn sich die In­ves­to­ren mit Ih­rem Pro­jekt iden­ti­fi­zie­ren kön­nen. Ma­chen Sie dar­um ihr Pro­jekt spe­zi­ell und in­ter­es­sant (z. B. das ers­te ve­ga­ne Gour­met­re­stau­rant, die Sa­nie­rung ei­nes alt­ein­ge­ses­se­nen Be­trie­bes mit gros­ser Ge­schich­te, eine neue Früh­stücks­bar am Bahn­hof, usw.).

Finanzieren Sie Ihren Gastronomiebetrieb mit Crowdfunding

Zu­sätz­lich müs­sen Sie den In­ves­to­ren eine Ge­gen­leis­tung bie­ten kön­nen. Im Gast­ge­wer­be ist dies mit Getränke‑, Es­sens- oder Über­nach­tungs­gut­schei­nen re­la­tiv einfach.

Aber Ach­tung: Nur ganz we­ni­ge Crowd­fun­ding­pro­jek­te neh­men wirk­lich viel Geld ein. Be­reits Fr. 30’000.- ist ein gros­ser Er­folg. Dar­um wird Crowd­fun­ding auch zu­neh­mend als Mar­ke­ting­ka­nal und nicht als Fi­nan­zie­rungs­quel­le ge­nutzt. Denn wer Ih­nen beim Crowd­fun­ding be­reits Geld ge­ge­ben hat, kommt nach der Er­öff­nung si­cher ein­mal vorbei.

Crow­di­fy

Crow­di­fy er­mög­licht Ih­nen Ihr Pro­jekt auf ei­ner Platt­form mit gros­sem Pu­bli­kum zu tei­len. Fin­den Sie hier Ihre Boos­ter, um Ihr Pro­jekt zu finanzieren.

We­ma­keit

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Fa­zit

Die Fi­nan­zie­rung ist bei der Über­nah­me oder Grün­dung ei­nes Gas­tro­no­mie­be­triebs ein schwie­ri­ges Un­ter­fan­gen. Ban­ken und In­ves­to­ren sind zu­rück­hal­tend, da die Ren­di­ten in der gan­zen Bran­che klein sind. Gel­der aus der ei­ge­nen Pen­si­ons­kas­se und Kre­di­te von Freun­den und Ver­wand­ten sind zu­dem hei­kel, da bei ei­nem Kon­kurs Pro­ble­me in Ih­rem Pri­vat­le­ben ent­ste­hen können.

Sei­en Sie dar­um krea­tiv und of­fen für neue Fi­nan­zie­rungs­quel­len. Und hal­ten Sie die Kos­ten tief, dann brau­chen Sie auch we­ni­ger Kredite.

Un­se­re Lösungen

Vor­la­ge Bud­get Gastronomie

Die­se Ex­cel-Vor­la­ge hilft Ih­nen, ein Bud­get für Ih­ren Gas­tro­no­mie­be­trieb zu er­stel­len. Ex­cel-Do­ku­ment mit 2 Ta­bel­len und An­lei­tung — Preis Fr. 18.-

Vor­la­ge Finanzanalyse

Mit der Vor­la­ge zur Fi­nanz­ana­ly­se kön­nen Sie die Bi­lanz- und Er­folgs­kenn­zah­len be­rech­nen und be­ur­tei­len las­sen. So wis­sen Sie, wo Ihr Be­trieb fi­nan­zi­ell steht. Ex­cel-Do­ku­ment mit 2 Ta­bel­len und An­lei­tung — Preis Fr. 18.-

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In zehn Schrit­ten er­folg­reich Crowdfunden 

Eine Mög­lich­keit zur Fi­nan­zie­rung Ih­res Gas­tro­no­mie­be­triebs ist das Crowd­fun­ding, auch Schwarm­fi­nan­zie­rung ge­nannt. Sie schaf­fen bei der Aus­schrei­bung Ih­res Pro­jekts nicht nur eine Fi­nan­zie­rungs­mög­lich­keit, son­dern auch ein Mar­ke­ting­in­stru­ment, um Ihr Pro­jekt be­kannt zu ma­chen. In die­sem Bei­trag zei­gen wir Ih­nen, wie Sie in zehn Schrit­ten Ihr Pro­jekt er­folg­reich crowdfunden.

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Schlüsselgeld bezahlt ein Neumieter für die Übernahme eines Mitvertrags in der Gastronomie

Schlüs­sel­geld: Ach­tung vor über­teu­er­ter Inventarübernahme 

Das so­ge­nann­te Schlüs­sel­geld, also der Be­trag, den ein Neu­mie­ter be­zah­len muss, da­mit er ei­nen be­stehen­den Miet­ver­trag über­neh­men kann, er­lebt ei­nen re­gel­rech­ten Boom. Ge­wief­te Immobilien­händler ha­ben das Ein­kas­sie­ren von über­höh­ten Schlüs­­sel- oder Ab­lö­se­gel­dern zum Geschäfts­modell ent­wi­ckelt. Da die­se Gel­der meist nicht of­fen de­kla­riert, son­dern in über­ris­se­nen Inventar­preisen ver­steckt sind, ist ohne pro­fes­sio­nel­le Inventar­schätzung schwie­rig zu eru­ie­ren, wie hoch das ef­fek­ti­ve Ab­lö­se­geld ist.

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Schlüsselgeld bezahlt ein Neumieter für die Übernahme eines Mitvertrags in der Gastronomie
Das so­ge­nann­te Schlüs­sel­geld, also der Be­trag, den ein Neu­mie­ter be­zah­len muss, da­mit er ei­nen be­stehen­den Miet­ver­trag über­neh­men kann, er­lebt ei­nen re­gel­rech­ten Boom. Ge­wief­te Immobilien­händler ha­ben das Ein­kas­sie­ren von über­höh­ten Schlüs­sel- oder Ab­lö­se­gel­dern zum Geschäfts­modell ent­wi­ckelt. Da die­se Gel­der meist nicht of­fen de­kla­riert, son­dern in über­ris­se­nen Inventar­preisen ver­steckt sind, ist ohne pro­fes­sio­nel­le Inventar­schätzung schwie­rig zu eru­ie­ren, wie hoch das ef­fek­ti­ve Ab­lö­se­geld ist. 

In­ven­tar mit Marktwerten

Sie über­neh­men ei­nen Be­trieb oder ha­ben ein Über­nah­me­an­ge­bot er­hal­ten? Wir be­wer­ten das In­ven­tar mit ak­tu­el­len Markt­wer­ten und er­stel­len eine fun­dier­te Auf­lis­tung des In­ven­tars. Preis ge­mäss in­di­vi­du­el­lem Angebot.

Die Pro­ble­ma­tik ist seit län­ge­rem be­kannt, vor al­lem im De­tail­han­del wer­den gro­tes­ke Be­trä­ge be­zahlt, um an gu­ten La­gen ein Ge­schäft zu er­gat­tern. An der Bahnhof­strasse in Zü­rich spricht man von meh­re­ren Mil­lio­nen Fran­ken, die Luxus­konzerne und inter­nationale Ket­ten hin­blät­tern, nur um ei­nen Miet­ver­trag zu er­hal­ten. Wohl­ge­merkt: Die Mie­ten sind des­halb nicht tie­fer. Das Schlüs­sel­geld wird für den Platz be­zahlt, oft­mals be­grün­det mit «Preis für Re­pu­ta­ti­on und Kun­den­stamm», «Good­will» oder ähn­lich ne­bu­lö­sen Umschreibungen.

Völ­lig über­teu­er­te Inventarpreise 

In der Gas­tro­no­mie sind die Schlüs­sel­gel­der tie­fer, aber auch hier gibt es kei­ne ra­tio­na­le Be­grün­dung für über­teu­er­te In­ven­tar­über­nah­men. So wer­den bei Keb­ab­stän­den Stüh­le, Ti­sche und Kü­chen­ge­rä­te, die viel­leicht Fr. 10’000.- wert sind, für über Fr. 100’000.- ver­kauft, bei Re­stau­rants geht es rasch um eine hal­be Mil­li­on Fran­ken fürs In­ven­tar. Der Vor­mie­ter und der Im­mo­bi­li­en­ver­mitt­ler pro­fi­tie­ren mas­siv vom Wei­ter­ver­kauf des Miet­ver­trags (oder der GmbH). Dazu kommt, dass Im­mo­bi­li­en­händ­ler wie gastrokaufen.ch oder Re­mi­com die­se Pra­xis zu­sätz­lich be­feu­ern, in­dem sie sich dar­auf spe­zia­li­sie­ren, Be­trie­be mit be­stehen­den Miet­ver­trä­gen zu über­höh­ten Schlüs­sel­gel­dern weiterzuvermitteln.

Un­er­fah­re­ne Gas­tro­no­men leiden 

Leid­tra­gen­de sind oft schlecht aus­ge­bil­de­te Gas­tro­no­men, die sich den Traum vom ei­ge­nen Im­biss oder Re­stau­rant er­fül­len wol­len und da­für viel zu hohe Ri­si­ken ein­ge­hen. Be­son­ders Aus­län­der lei­hen sich oft von Lands­leu­ten Geld oder neh­men Klein­kre­di­te auf und las­sen sich von Im­mo­bi­li­en­händ­lern über den Tisch zie­hen. Die Lie­gen­schafts­be­sit­zer pro­fi­tie­ren zwar nicht vom Schlüs­sel­geld, sie mi­schen aber kräf­tig mit, wenn es dar­um geht, die Mie­ten hoch­zu­trei­ben. Auch hier sind die Im­mo­bi­li­en­händ­ler fe­der­füh­rend, in­dem sie ver­su­chen, über­ris­se­ne Mie­ten am Markt zu plat­zie­ren. Um gute Be­triebs­kon­zep­te geht es kaum mehr, die Be­sit­zer wol­len ein­fach mög­lichst viel Mie­te raus­ho­len. Es wird in Kauf ge­nom­men, dass die Be­trie­be so kaum Über­le­bens­chan­cen ha­ben und die Mie­ter in im­mer kür­ze­ren Ab­stän­den den Bet­tel hin­schmeis­sen. Dass da­mit die Qua­li­tät des An­ge­bots nicht steigt, liegt auf der Hand.

Das führt dazu, dass er­fah­re­ne Gastro­un­ter­neh­mer kaum mehr be­zahl­ba­re Lo­ka­li­tä­ten fin­den. Ent­we­der ist die Mie­te viel zu hoch oder es wer­den über­ris­se­ne Schlüs­sel­gel­der ver­langt, oft so­gar bei­des. Da sich im­mer ein Dum­mer fin­det, der zu viel zahlt, hat kaum eine Chan­ce, wer sau­ber kal­ku­liert. Die Im­mo­bi­li­en­händ­ler nen­nen das freie Markt­wirt­schaft. Dass die­ser freie Markt vor al­lem da­von lebt, dass sehr gut in­for­mier­te Ver­käu­fer auf schlecht aus­ge­bil­de­te “Träu­mer” tref­fen, wird ger­ne unterschlagen.

Be­son­ders für un­er­fah­re­ne Gas­tro­no­men, lohnt sich eine Grund­aus­bil­dung. Sie hilft ih­nen, die Rea­li­tät ein­zu­schät­zen und die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zu treffen.

Ein Gastronom bei der Immobilienübergabe

Recht­li­che Situation 

Schlüs­sel­gel­der sind grund­sätz­lich le­gal, so­lan­ge der Ver­mie­ter nicht in­vol­viert ist. Der Ver­mie­ter darf nicht pro­fi­tie­ren und nichts wis­sen vom Schlüs­sel­geld. Ist der Ver­mie­ter in­vol­viert, han­delt es sich um ein nich­ti­ges Kopp­lungs­ge­schäft, da die Über­nah­me des Miet­ver­trags mit ei­nem an­de­ren Ge­schäft, näm­lich der Schlüs­sel­geld­zah­lung “ge­kop­pelt” ist. In ei­nem sol­chen Fall ist die Schlüs­sel­geld­zah­lung nicht ge­schul­det und kann zu­rück­ge­for­dert wer­den. Der Miet­ver­trag bleibt bestehen.

Er­fährt der Ver­mie­ter erst im Nach­hin­ein vom Schlüs­sel­geld, kann er da­ge­gen nichts mehr un­ter­neh­men. Der Ver­mie­ter kann sich aber im Vor­feld ge­gen den pro­fit­ori­en­tier­ten Wei­ter­ver­kauf des Miet­ver­trags ab­si­chern, in­dem er im Miet­ver­trag fest­legt, dass die Be­din­gun­gen der Wei­ter­ga­be of­fen­zu­le­gen sind. Wer­den dar­in über­trie­be­ne Ent­schä­di­gun­gen ver­langt, kann der Ver­mie­ter den Wei­ter­ver­kauf an den neu­en Mie­ter ablehnen.

Tipps für die Praxis 

Wor­auf müs­sen Sie bei der Über­nah­me ei­nes Gas­tro­no­mie­be­triebs ach­ten? Wor­an er­ken­nen Sie ver­steck­te Schlüsselgelder?

Ein Merk­mal se­riö­ser An­ge­bo­te ist die In­ven­tar­schät­zung durch eine un­ab­hän­gi­ge In­stanz. Las­sen Sie im Zwei­fels­fall das In­ven­tar schät­zen. Wenn der Über­nah­me­preis da­von ab­weicht, über­le­gen Sie, ob es da­für Grün­de gibt (tie­fer Miet­preis, Kun­den­stamm) und ob Sie den Über­nah­me­preis in­ner­halb von höchs­tens 5 Jah­ren er­wirt­schaf­ten können.

Eine Mie­te in Ab­hän­gig­keit vom Um­satz macht die Kal­ku­la­ti­on ein­fa­cher und zeigt das Be­stre­ben des Ver­mie­ters, eine se­riö­se Part­ner­schaft ein­zu­ge­hen. Nut­zen Sie un­se­ren Bud­get­rech­ner für eine gro­be Schät­zung ei­nes trag­ba­ren Miet­zin­ses. Üb­lich sind 8 – 12 %, bei Nacht­lo­ka­len bis 15 %. Mie­ten, die deut­lich über 12 % (bei Nacht­lo­ka­len über 15 %) des bud­ge­tier­ten Um­sat­zes lie­gen, sind nicht trag­bar. Mit un­se­rer Vor­la­ge zur Fi­nanz­pla­nung kön­nen Sie auch ver­schie­de­ne Mie­ten in Ab­hän­gig­keit zu den Fi­nan­zen Ih­res Be­triebs beurteilen. 

Las­sen Sie sich nicht un­ter Druck set­zen, Im­mo­bi­li­en­händ­ler drän­gen meist sehr rasch auf die Un­ter­schrei­bung von Ver­ein­ba­run­gen, Vor­ver­trä­gen etc., aus de­nen man nur mit Straf­zah­lun­gen wie­der raus­kommt. Zie­hen Sie Fach­per­so­nen bei, wenn Sie un­si­cher sind. Der Zu­satz­auf­wand lohnt sich.

Un­se­re Lösung

In­ven­tar mit Marktwerten

Sie über­neh­men ei­nen Be­trieb oder ha­ben ein Über­nah­me­an­ge­bot er­hal­ten? Wir be­wer­ten das In­ven­tar mit ak­tu­el­len Markt­wer­ten und er­stel­len eine fun­dier­te Auf­lis­tung des In­ven­tars. Preis ge­mäss in­di­vi­du­el­lem Angebot.

Coa­ching Schlüs­sel­geld und Inventarübernahme

Sie sind da­bei ei­nen Be­trieb in­klu­si­ve In­ven­tar zu über­neh­men, sind sich aber un­si­cher, ob die Ab­lö­se­sum­me ge­recht­fer­tigt ist? Un­se­re Part­ner­fir­ma zeigt Ih­nen wor­auf Sie ach­ten müssen.

Vor­la­ge Finanzanalyse

Mit der Vor­la­ge zur Fi­nanz­ana­ly­se kön­nen Sie die Bi­lanz- und Er­folgs­kenn­zah­len be­rech­nen und be­ur­tei­len las­sen. So wis­sen Sie, wo Ihr Be­trieb fi­nan­zi­ell steht. Ex­cel-Do­ku­ment mit 2 Ta­bel­len und An­lei­tung — Preis Fr. 18.-

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Frau macht sich Gedanken, welche Rechtsform sie für ihren neuen Gastrobetrieb wählen soll

Ein­zel­fir­ma oder GmbH? — Rechts­form in der Gastronomie 

Oft ste­hen Sie als an­ge­hen­de Gas­tro­no­min vor dem Ent­scheid, wel­che Rechts­form Sie bei der Grün­dung Ih­res Re­stau­rants wäh­len sol­len. Soll es ein Ein­zel­un­ter­neh­men, eine GmbH oder doch eine Ak­ti­en­ge­sell­schaft wer­den? Die Rechts­form hat Aus­wir­kun­gen auf die Grün­dungs­kos­ten, Haf­tung, Be­trei­bung, Steu­ern und vie­les mehr.

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Was ist Lea­sing – und was bringt es mei­nem Unternehmen? 

Für vie­le Gas­tro­no­men er­scheint der Lea­sing­ver­trag als op­ti­ma­le Lö­sung für sol­che Geld­pro­ble­me. Beim Lea­sing wird kein Start­ka­pi­tal be­nö­tigt (be­son­ders bei der Grün­dung in­ter­es­sant), man be­sitzt das neu­es­te Mo­dell, die Li­qui­di­tät (Bar­geld) wird ge­schont und zu gu­ter Letzt hat man steu­er­li­che Vor­tei­le, da we­ni­ger Ver­mö­gen in der Fir­ma steckt.

Ty­pi­sche Lea­sing­ob­jek­te in der Gas­tro­no­mie sind: Piz­za­öfen, Kaf­fee­ma­schi­ne, Frit­teu­se, Kom­bi­dämp­fer, kom­plet­te Kü­chen, Spül­ma­schi­ne, Kühl­mo­bil, Lieferauto

Der Lea­sing­ver­trag

Doch was ver­birgt sich wirk­lich hin­ter die­sem an­schei­nend nur vor­teils­brin­gen­den Leasingvertrag?

Der Lea­sing­ver­trag stellt ei­nen Ver­trag dar, in wel­chem eine Par­tei (Leasinggeber/in) der an­de­ren Par­tei (Leasingnehmer/in) auf eine fest be­stimm­te Zeit hin ge­gen Ent­gelt ein Lea­sing­ob­jekt (Fahr­zeug, Kaf­fee­ma­schi­ne, sons­ti­ge Kü­chen­ein­rich­tun­gen etc.) zum Ge­brauch und zur Nut­zung überlässt.

Von den oben ge­nann­ten Vor­tei­len des Lea­sing­ver­tra­ges ab­ge­se­hen, birgt Lea­sing auch ei­ni­ge, nicht be­den­ken­lo­se Nach­tei­le. Die­se wer­den ger­ne in die kaum ge­le­se­nen all­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen (AGB) gekleidet.

Die ver­brei­tets­ten Tü­cken des Lea­sing­ver­trags in der Gas­tro­no­mie sind:

  • Mehr­kos­ten bei Kün­di­gung
    Ein Lea­sing­ver­tag kann je­der­zeit ge­kün­digt wer­den. Ver­schwie­gen wird je­doch, dass bei ei­nem früh­zei­ti­gen Aus­stieg die Lea­sing­ra­ten neu auf die­se Ver­trags­dau­er be­rech­net wer­den. Dies kann zu er­heb­li­chen Mehr­kos­ten füh­ren. Das hat zur Fol­ge, dass Sie am Schluss eine saf­ti­ge Rech­nung er­hal­ten, weil Sie den Lea­sing­ge­gen­stand zu früh zu­rück­ge­ge­ben haben.
  • Kein Ei­gen­tum am Lea­sing­ge­gen­stand
    Der Lea­sing­ge­gen­stand ge­hört nicht Ih­nen, son­dern im­mer noch der Lea­sing­ge­sell­schaft. Sie kön­nen des­halb mit dem Lea­sing­ge­gen­stand nicht ma­chen, was Sie wol­len. Zu­dem ha­ben Sie kein Recht zum Er­werb, aus­ser es wird zu Be­ginn fest­ge­hal­ten. Aber Ach­tung: In ei­nem Lea­sing­ver­trag sind Sie für den Un­ter­halt des Lea­sing­ge­gen­stan­des ver­ant­wort­lich, was be­deu­tet, dass Sie die not­wen­di­gen Re­pa­ra­tu­ren vor­neh­men müssen.
  • Weg­be­din­gung der Haf­tung
    Meis­tens schliesst der Lea­sing­ge­ber die Sach­män­gel­haf­tung für die Qua­li­tät des Lea­sing­ob­jekts aus. Das heisst, dass er nicht für ei­nen de­fek­ten Lea­sing­ge­gen­stand oder für zu­ge­si­cher­te Ei­gen­schaf­ten haf­tet. Folg­lich muss der Lea­sing­neh­mer mit dem Lie­fe­ran­ten über das Pro­dukt ver­han­deln. Dies ist müh­sam und oft auch nicht erfolgreich.
  • Sie tra­gen die Ge­fahr des Lea­sing­ge­gen­stan­des
    Der Lea­sing­neh­mer trägt die Ge­fahr des zu­fäl­li­gen Un­ter­gan­ges des Lea­sing­ge­gen­stan­des. Da­mit ist ge­meint, dass der Lea­sing­neh­mer selbst für den Scha­den auf­kom­men muss, auch wenn er nicht ver­ant­wort­lich da­für ist, dass der Lea­sing­ge­gen­stand zer­stört wur­de oder nicht mehr funk­tio­niert, wie bei­spiels­wei­se durch Blitz­schlag oder Über­schwem­mung. Zu­dem muss er auch die Lea­sing­ra­ten wei­ter­be­zah­len bei Nicht­nut­zung oder Un­ter­gang der Sa­che. Des­halb ist er fak­tisch ge­zwun­gen, den Ge­gen­stand zu versichern.

Tipps zum Leasingvertrag

Über­le­gen Sie sich dar­um, ob ein Lea­sing­ver­trag wirk­lich das Rich­ti­ge für Ihre Si­tua­ti­on ist. Be­ach­ten Sie zu­dem die fol­gen­den Tipps, da­mit Sie kei­ne un­er­war­te­ten Über­ra­schun­gen er­le­ben und sich nicht in fi­nan­zi­el­le Pro­ble­me bewegen.

  • Er­kun­di­gen Sie sich über die Höhe der Lea­sing­ra­ten. Was ge­schieht bei vor­zei­ti­ger Ver­trags­auf­lö­sung? Wie wird die Höhe der Rate angepasst?
  • Ver­glei­chen Sie ver­schie­de­ne An­ge­bo­te miteinander.
  • Sei­en Sie sich be­wusst, dass Lea­sing-Wer­bung aus­schliess­lich die Vor­tei­le aufzeigt.
  • Las­sen Sie sich von den tie­fen mo­nat­li­chen Ra­ten nicht in die Irre füh­ren. Ver­lan­gen Sie die Of­fen­le­gung der ef­fek­ti­ven Kosten.
  • Stel­len Sie si­cher, dass Sie ge­nü­gend Geld zur Sei­te ge­legt ha­ben und die Kos­ten bud­ge­tie­ren. Wer die Ra­ten­zah­lun­gen nicht mehr tä­ti­gen kann, der kann auch die Aus­steigs­kos­ten nicht mehr verkraften.
  • Ein Lea­sing­ver­trag darf nur un­ter­schrie­ben wer­den, wenn Sie sich Ih­rer fi­nan­zi­el­len Si­tua­ti­on be­wusst sind. Ana­ly­sie­ren Sie Ihre fi­nan­zi­el­le Si­tua­ti­on an­hand un­se­rer Finanzanalyse.
  • Las­sen Sie bei der Rück­ga­be die Schluss­ab­rech­nung der Lea­sing­ge­sell­schaft kontrollieren.
  • Ins­be­son­de­re Ge­gen­stän­de, die teu­er sind und auf dem neus­ten Stand sein soll­ten, kön­nen für Lea­sing in Fra­gen kommen.

Un­se­re Lösung

Vor­la­ge Finanzanalyse

Mit der Vor­la­ge zur Fi­nanz­ana­ly­se kön­nen Sie die Bi­lanz- und Er­folgs­kenn­zah­len be­rech­nen und be­ur­tei­len las­sen. So wis­sen Sie, wo Ihr Be­trieb fi­nan­zi­ell steht. Ex­cel-Do­ku­ment mit 2 Ta­bel­len und An­lei­tung — Preis Fr. 18.-

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Down­load Vor­la­ge Renner-Penner

Die­se Ex­cel-Vor­la­ge hilft Ih­nen, eine Ren­ner-Pen­ner-Ana­ly­se für Ihre Spei­se- oder Ge­trän­ke­kar­te durch­zu­füh­ren. Ex­cel-Do­ku­ment — Preis Fr. 8.-

Da der Ge­winn pro ver­kauf­ter Ein­heit häu­fig nicht ge­nau be­stimmt wer­den kann, kön­nen Sie als An­nä­he­rungs­wert für den Ge­winn den De­ckungs­bei­trag in Fr. neh­men. Ach­tung: Im De­ckungs­bei­trag sind die Per­so­nal­kos­ten ent­hal­ten. Da­durch wird die Ana­ly­se ver­zerrt. Per­so­nal­in­ten­si­ve Spei­sen wei­sen häu­fig ei­nen ho­hen De­ckungs­bei­trag aber ei­nen tie­fen Ge­winn aus. Dies müs­sen Sie bei der In­ter­pre­ta­ti­on der Ren­ner-Pen­ner-Ana­ly­se mit dem De­ckungs­bei­trag bedenken.

Bei­spiel: Pas­ta mit haus­ge­mach­ter Sau­ce hat auf­grund der tie­fen Wa­ren­kos­ten ge­gen­über Schnit­zel Pom­mes ei­nen hö­he­ren De­ckungs­bei­trag. Be­rück­sich­tigt man die Per­so­nal­kos­ten, ist der Ge­winn beim Schnit­zel aber höher. 

Die Grund­la­gen

Um eine Ren­ner-Pen­ner-Ana­ly­se für eine Pro­dukt­spar­te durch­zu­füh­ren, be­nö­ti­gen Sie die fol­gen­den Informationen:

  • Ab­satz: An­zahl der ver­kauf­ten Pro­duk­te über ei­nen be­stimm­ten Zeitraum
  • De­ckungs­bei­trag: De­ckungs­bei­trag je­des Pro­dukts in Franken

Für die kon­kre­te Auf­lis­tung der Ab­satz­zah­len und Be­rech­nung der De­ckungs­bei­trä­ge emp­feh­len wir Ih­nen, von Hand oder mit ei­nem Be­rech­nungs­pro­gramm eine Lis­te zu ma­chen. Tra­gen Sie dar­in für ei­nen be­stimm­ten Zeit­raum Pro­dukt­na­me, Ver­kaufs­preis, Net­to­preis, Ab­satz­men­ge und Wa­ren­kos­ten ein. Der De­ckungs­bei­trag lässt sich aus dem Net­to­preis mi­nus den Wa­ren­kos­ten berechnen.

Als Hilfs­mit­tel kön­nen Sie auch un­se­re Vor­la­ge für eine Ren­ner-Pen­ner-Ana­ly­se nut­zen. Wir emp­feh­len Ih­nen, für die Ge­trän­ke- und Spei­se­kar­te je eine se­pa­ra­te Ana­ly­se zu machen.

Ein­tei­lung nach Ren­ner, Pen­ner, Ge­win­ner und Verlierer

Nach­dem Sie den Ab­satz aus Ih­rem Kas­sen­sys­tem aus­ge­le­sen und den De­ckungs­bei­trag für je­des Pro­dukt be­rech­net ha­ben, folgt die Ein­tei­lung der Pro­duk­te. Dazu wer­den der De­ckungs­bei­trag und der Ab­satz je­des Pro­dukts mit dem Durch­schnitt (Ø) des De­ckungs­bei­trags bzw. Ab­sat­zes ver­gli­chen. Dar­aus lässt sich ab­le­sen, ob ein Ge­richt ein Ren­ner, Pen­ner, Ge­win­ner oder Ver­lie­rer ist:

  • Ren­ner: Ab­satz > Ø; De­ckungs­bei­trag < Ø
  • Pen­ner: Ab­satz < Ø; De­ckungs­bei­trag > Ø
  • Ge­win­ner: Ab­satz > Ø; De­ckungs­bei­trag > Ø
  • Ver­lie­rer: Ab­satz < Ø; De­ckungs­bei­trag < Ø

Le­se­bei­spiel: Ren­ner ha­ben ei­nen über­durch­schnitt­li­chen (> Ø) Ab­satz und ei­nen un­ter­durch­schnitt­li­chen (< Ø) De­ckungs­bei­trag bzw. Gewinn.

Am Schluss ord­nen Sie je­des Ge­richt oder je­des Ge­tränk in der fol­gen­den Ma­trix ein. Je stär­ker die Wer­te je­weils vom Durch­schnitt ab­wei­chen, des­to nä­her bei den Rän­dern der Ma­trix wer­den sie platziert.

Bei­spiel:

Beispiel einer Renner Penner Matrix für Restaurants

Le­se­bei­spiel: Spa­ghet­ti Bo­lo­gne­se und Schnit­zel Pom­mes sind bei­des Ge­win­ner. Bei­de ha­ben ei­nen ähn­li­chen Ab­satz. Der De­ckungs­bei­trag ist bei den Spa­ghet­ti aber deut­lich tie­fer. Die Schni­po sind so­mit ein „wert­vol­le­rer“ Ge­win­ner. Die ge­nau­en Wer­te des Bei­spiels fin­den Sie in der Vor­la­ge für eine Renner-Penner-Analyse.

Ana­ly­se und An­pas­sun­gen bei Preis und Vermarktung

Nun kom­men Sie zum span­nen­den Teil der Ar­beit. Be­ur­tei­len Sie nun je­des Pro­dukt und neh­men Sie An­pas­sun­gen bei Preis, Pro­dukt und Ver­mark­tung vor. Ge­hen Sie nach den fol­gen­den Grund­sät­zen vor:

  • Ren­ner lau­fen gut, brin­gen aber we­nig Ge­winn: Er­hö­hen Sie den Preis oder sen­ken Sie die Kos­ten (oder die Portionengrössen).
  • Pen­ner lau­fen schlecht, wür­den aber viel Ge­winn brin­gen: Be­wer­ben Sie die Pro­duk­te, ver­än­dern Sie das Pro­dukt oder sen­ken Sie den Preis.
  • Ge­win­ner lau­fen gut und brin­gen viel Ge­winn: Die­se Pro­duk­te fi­nan­zie­ren den Be­trieb. Sie kön­nen ru­hig noch mehr be­wor­ben werden.
  • Ver­lie­rer lau­fen schlecht und brin­gen we­nig Ge­winn: Über­le­gen Sie sich, wie man die Pro­duk­te ver­än­dern kann oder strei­chen Sie die­se aus dem Sortiment.

Fa­zit

Eine Ren­ner-Pen­ner-Ana­ly­se ist ein gu­tes Werk­zeug, um re­gel­mäs­sig die Ge­trän­ke- und Spei­se­kar­te zu ana­ly­sie­ren und den Er­folg der ver­schie­de­nen Pro­duk­te zu ver­glei­chen. Wir emp­feh­len Ih­nen, dass Sie sich re­gel­mäs­sig sol­che Ge­dan­ken zu Ver­än­de­run­gen zu ma­chen. Wir ra­ten aber drin­gend von über­stürz­ten und un­über­leg­ten An­pas­sun­gen ab. Pas­sen Sie vor al­lem bei den fol­gen­den Punk­ten auf:

  • Be­rück­sich­ti­gen Sie un­be­dingt die Per­so­nal­kos­ten. Bei der Ren­ner-Pen­ner-Ana­ly­se wird oft nur der De­ckungs­bei­trag und nicht der Ge­winn be­ur­teilt. Über­le­gen Sie sich, ob ein Pen­ner oder Ge­win­ner im­mer noch eine hohe Mar­ge ab­wirft, wenn Sie die Per­so­nal­kos­ten berücksichtigen.
  • Ver­glei­chen Sie nur ähn­li­che Pro­duk­te. Ma­chen Sie eine se­pa­ra­te Ana­ly­se für die Ge­trän­ke- und Spei­se­kar­te. Even­tu­ell ist auch eine se­pa­ra­te Ana­ly­se für kalte/warme Spei­sen sinnvoll.
  • Da die Spei­se­kar­ten­ana­ly­se Pro­duk­te ver­gleicht und mit Durch­schnitts­wer­ten ar­bei­tet, gibt es im­mer Ver­lie­rer und Pen­ner. Auch die per­fek­te Spei­se­kar­te hat Ver­lie­rer. Des­halb müs­sen Ver­lie­rer nicht zwin­gend ge­stri­chen wer­den, wenn Sie die Ent­schei­dung be­grün­den können.
  • Zu häu­fi­ge Preis- und Pro­dukt­an­pas­sun­gen kom­men nicht gut an. Er­set­zen Sie lie­ber ein­mal ein Pro­dukt, statt stän­dig den Preis zu ändern.

Un­se­re Lösungen

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Die­se Ex­cel-Vor­la­ge hilft Ih­nen, eine Ren­ner-Pen­ner-Ana­ly­se für Ihre Spei­se- oder Ge­trän­ke­kar­te durch­zu­füh­ren. Ex­cel-Do­ku­ment — Preis Fr. 8.-

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