MIt einer Versicherung können Sie Ihr Gastronomiebetrieb schützen.
Beim Füh­ren ei­nes Re­stau­rants oder ei­ner Bar sind Sie vie­len Ri­si­ken aus­ge­setzt, wel­che Sie im Scha­dens­fall teu­er zu ste­hen kom­men. Wir zei­gen Ih­nen, mit wel­chen ob­li­ga­to­ri­schen so­wie frei­wil­li­gen Ver­si­che­run­gen Sie sich und Ih­ren Gas­tro­no­mie­be­trieb am bes­ten schüt­zen können. 

Be­ra­tung Versicherungen

Möch­ten Sie eine kos­ten­lo­se Be­ra­tung er­hal­ten? Un­ser Part­ner kon­tak­tiert Sie ger­ne für ein un­ver­bind­li­ches Be­ra­tungs­ge­spräch. Sie pro­fi­tie­ren von ei­nem Gastro­pe­dia Ra­batt von bis zu 25 % auf den Be­triebs- und Personenversicherungen.

Ob­li­ga­to­ri­sche Versicherungen

Tabelle mit Überblick über die obligatorischen Versicherungen in der Gastronomie

Fol­gend zei­gen wir Ih­nen, wel­che Ver­si­che­run­gen Sie für sich und Ihre Mit­ar­bei­ten­den in der Gas­tro­no­mie ab­schlies­sen müs­sen. Wenn Sie eine Ein­zel­fir­ma grün­den, gel­ten Sie so­wohl als Selb­stän­di­g­er­wer­ben­der als auch als Ar­beit­ge­ber. In die­sem Fall wer­den Sie von vie­len So­zi­al­ver­si­che­run­gen als Spe­zi­al­fall be­han­delt. De­tails zu die­sen Aus­nah­men fin­den Sie in der Be­schrei­bung der je­wei­li­gen Versicherung.

1. Säu­le (AHV / IV / EO)

Fällt das Er­werbs­ein­kom­men in­fol­ge von Al­ter oder Tod des Ehe­part­ners weg, soll die Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung (AHV) den Exis­tenz­be­darf de­cken. Die AHV ist für alle in der Schweiz wohn­haf­ten oder er­werbs­tä­ti­gen Per­so­nen ob­li­ga­to­risch. Ab dem 1. Ja­nu­ar nach dem 17. Ge­burts­tag müs­sen Er­werbs­tä­ti­ge Bei­trä­ge be­zah­len. Spä­tes­tens ab dem 1. Ja­nu­ar nach dem 20. Ge­burts­tag sind alle Per­so­nen (so­mit auch Nicht­er­werbs­tä­ti­ge) beitragspflichtig.

Die In­va­li­den­ver­si­che­rung (IV) deckt das Ri­si­ko der In­va­li­di­tät auf­grund Krank­heits- und Un­fall­fol­gen ab.

Die Er­werbs­er­satz­ord­nung (EO) er­setzt den Per­so­nen, die Militär‑, Zi­vil­dienst oder Zi­vil­schutz leis­ten, ei­nen Teil des Lohn­aus­falls. Zu­dem über­nimmt die EO wäh­rend 14 Wo­chen nach der Ge­burt den Lohn­aus­fall bei Mutterschaft.

Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung (ALV)

Die Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung (ALV) er­bringt Leis­tun­gen im Fal­le der Ar­beits­lo­sig­keit, Kurz­ar­beit, wet­ter­be­ding­ten Ar­beits­aus­fäl­len und Zah­lungs­un­fä­hig­keit der Ar­beit­ge­be­rin und för­dert die Wie­der­ein­glie­de­rung von Er­werbs­lo­sen in den Arbeitsmarkt.

Grund­sätz­lich sind alle Ar­beit­neh­mer ver­si­che­rungs­pflicht. Das heisst, dass Sie auch als Ge­sell­schaf­ter ei­ner AG oder GmbH sich und Ihre Ar­beit­neh­mer bei der ALV an­mel­den müs­sen. Füh­ren Sie ein Ein­zel­un­ter­neh­men oder sind Sie Teil ei­ner Per­so­nen­ge­sell­schaft, gel­ten Sie als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­der und sind nicht versicherbar.

Ab­rech­nung der 1. Säu­le und der ALV

So­wohl Sie als Ar­beit­ge­ber als auch Ihre Ar­beit­neh­mer zah­len je 5.3 % des AHV-Brut­to­lohns als Bei­trä­ge an die AHVIV und EO. Die ALV be­trägt 2.2 % des Brut­to­lohns, wo­bei auch hier je die Hälf­te (1.1 %) vom vom Ar­beit­neh­mer bzw. Ar­beit­ge­ber be­zahlt wird.

Vor der Grün­dung oder Über­nah­me Ih­res Be­triebs müs­sen Sie sich bei der Aus­gleichs­kas­se an­mel­den. Für Mit­glie­der des Be­rufs­ver­ban­des Gastro­Suis­se ist die Ver­bands­kas­se Gastro­So­cial die zu­stän­di­ge Aus­gleichs­kas­se (ob­li­ga­to­risch). Sind Sie nicht Mit­glied von Gastro­Suis­se, mel­den Sie sich und Ihre An­ge­stell­ten bei der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Aus­gleichs­kas­se an.

Die Aus­gleichs­kas­se ent­schei­det, ob Sie als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­der oder Ar­beit­neh­mer gel­ten. Als Ar­beit­neh­mer gel­ten Sie dann, wenn Sie als Ge­sell­schaf­ter ei­ner AG oder GmbH im Un­ter­neh­men ar­bei­ten. Die AHV-Prä­mi­en sind für Selbst­stän­di­ge tie­fer als für An­ge­stell­te. Die­se Ein­tei­lung ist auch für wei­te­re Ver­si­che­run­gen wie die Un­fall­ver­si­che­rung oder Pen­si­ons­kas­se wichtig.

Be­ruf­li­che Vor­sor­ge (BVG)

Die Be­ruf­li­che Vor­sor­ge (auch Pen­si­ons­kas­se ge­nannt) soll Rent­nern ein fi­nan­zi­ell kom­for­ta­bles Le­ben über dem Exis­ten­mi­ni­mum er­mög­li­chen. Ob­li­ga­to­risch bei­trags­pflich­tig sind Ihre Mit­ar­bei­ten­den, wel­che zwi­schen 18 Jah­re und 65 Jah­re (Frau­en 64 Jah­re) alt sind und jähr­lich min­des­tens Fr. 21’510.- ver­die­nen. Sie als Ar­beit­ge­ber müs­sen we­nigs­tens die Hälf­te der Prä­mie übernehmen.

Grund­sätz­lich kön­nen Sie als Be­triebs­füh­re­rin frei ent­schei­den, bei wel­cher der vie­len Pen­si­ons­kas­sen Sie Ihre Mit­ar­bei­ter ver­si­chern. Im L‑GAV des Gast­ge­wer­bes gibt es aber ei­ni­ge zu­sätz­li­che Be­stim­mun­gen, wel­che bei der Be­ruf­li­chen Vor­sor­ge be­ach­tet wer­den müs­sen. Die wich­tigs­te Pen­si­ons­kas­se, die mit dem L‑GAV kon­form ist, ist die Ver­bands­kas­se GastroSocial.

Als selbst­stän­di­g­er­wer­ben­de Per­son sind Sie hin­ge­gen nicht ob­li­ga­to­risch der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge un­ter­stellt, kön­nen sich aber frei­wil­lig ver­si­chern las­sen. Bes­ten­falls ver­si­chern Sie sich gleich bei der­sel­ben Pen­si­ons­kas­se wie Ihr Personal.

Fa­mi­li­en­zu­la­gen

Die Fa­mi­li­en­zu­la­gen sol­len die Kos­ten, die den El­tern durch den Un­ter­halt ih­rer Kin­dern ent­ste­hen, aus­glei­chen. Alle Ar­beit­neh­mer, Nicht­er­werbs­tä­ti­ge und Selb­stän­di­ge­wer­ben­den in der Schweiz sind anspruchsberechtigt.

Als Ar­beit­ge­ber müs­sen Sie sich in im Kan­ton Ih­res Be­trie­bes ei­ner dort tä­ti­gen Fa­mi­li­en­aus­gleichs­kas­se an­schlies­sen und die Bei­trä­ge ein­zah­len. Die­se Ver­pflich­tung be­steht auch dann, wenn Sie nur Per­so­nal ohne Kin­der be­schäf­ti­gen. Die Zu­la­gen müs­sen Sie dann zu­sam­men mit dem Lohn den Ar­beit­neh­mern auszahlen.

Als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­de un­ter­ste­hen Sie der Fa­mi­li­en­zu­la­gen­ord­nung des Kan­tons, in wel­chem Sie von der AHV er­fasst sind. Sie müs­sen sich dort ei­ner Fa­mi­li­en­aus­gleichs­kas­se an­schlies­sen, auch wenn Sie selbst kei­ne Fa­mi­li­en­zu­la­gen be­zie­hen. Falls Sie An­spruch auf Fa­mi­li­en­zu­la­gen ha­ben, er­hal­ten Sie die Zu­la­gen di­rekt von der Ausgleichskasse.

Kran­ken­ver­si­che­rung (KV)

Die Kran­ken­ver­si­che­rung ist für in der Schweiz woh­nen­de Per­so­nen ob­li­ga­to­risch. Die Ver­si­che­rung ist da­bei Sa­che Ih­rer Mit­ar­bei­ter. Sie als Ar­beit­ge­ber müs­sen Ihr Per­so­nal dar­auf hin­wei­sen, dass der Ab­schluss der Ver­si­che­rung ob­li­ga­to­risch ist.

Un­fall­ver­si­che­run­gen (UVG)

Die Be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung (BUV) über­nimmt die Hei­lungs­kos­ten und die Lohn­fort­zah­lung bei ei­nem Aus­fall auf­grund ei­nes Un­falls wäh­rend der Ar­beit oder auf dem Arbeitsweg.

Sie sind als Ar­beit­ge­ber ver­pflich­tet, alle Mit­ar­bei­ter ge­gen Be­rufs­un­fall zu ver­si­chern. Als Mit­glied ei­ner AG oder GmbH gel­ten Sie auch als Ar­beit­neh­mer, falls Sie in der Ge­sell­schaft ar­bei­ten. In die­sem Fall müs­sen auch Sie ver­si­chert wer­den. Die ge­sam­ten Kos­ten der Be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung tra­gen Sie als Ar­beit­ge­ber und kön­nen nicht vom Lohn Ih­rer An­ge­stell­ten ab­ge­zo­gen werden.

Die Nicht­be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung ver­si­chert ge­gen Un­fäl­le in der Frei­zeit. Mit­ar­bei­ter, die min­des­tens 8 Stun­den pro Wo­che bzw. 32 Stun­den im Mo­nat ar­bei­ten, müs­sen ge­gen Nicht­be­rufs­un­fall ver­si­chert wer­den. Die Prä­mie der Nicht­be­rufs­un­fall­ver­si­che­rung zie­hen Sie Ih­ren An­ge­stell­ten vom Lohn ab. Sie als Ar­beit­ge­be­rin über­wei­sen den Prä­mi­en­be­trag dann an die Versicherung.

Die Un­fall­ver­si­che­rung für die BUV wie die NBUV kann über die Suva oder bei ei­ner an­de­ren zu­ge­las­se­nen Ver­si­che­rung (Pri­vat­ver­si­che­rer, Kran­ken­kas­sen, öf­fent­li­che Un­fall­ver­si­che­rungs­kas­sen) ab­ge­schlos­sen wer­den. Die Höhe der Prä­mi­en ist von der Grös­se so­wie des all­ge­mei­nen Ri­si­kos des Be­triebs abhängig.

Als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­der sind Sie nicht ob­li­ga­to­risch un­fall­ver­si­chert. Sie kön­nen sich aber frei­wil­lig bei der­sel­ben Ver­si­che­rung wie Ihr Per­so­nal ver­si­chern lassen.

Kran­ken­tag­geld­ver­si­che­rung (KTG)

Ge­mäss dem L‑GAV für das Gast­ge­wer­be sind Sie als Ar­beit­ge­ber ver­pflich­tet, für alle Ihre Ar­beit­neh­me­rin eine Kran­ken­tag­geld­ver­si­che­rung ab­zu­schlies­sen. Ist eine Mit­ar­bei­te­rin krank oder fällt sie we­gen Mut­ter­schaft aus, be­kommt sie wei­ter­hin ei­nen Teil des Lohns wäh­rend ei­ner be­stimm­ten Zeit­dau­er. Sie als Ar­beit­ge­ber müs­sen min­des­tens die Hälf­te der Prä­mie über­neh­men. Als Selbst­stän­di­g­er­wer­ben­de ist die KTG nicht ob­li­ga­to­risch, der Ab­schluss ei­ner frei­wil­li­gen Kran­ken­tag­geld­ver­si­che­rung ist aber zu empfehlen.

Für die Wahl der pas­sen­den KTG kön­nen Sie sich von ver­schie­de­nen pri­va­ten Ver­si­che­run­gen Of­fer­ten ein­ho­len, da­mit Sie de­ren An­ge­bo­te ver­glei­chen können.

Mo­tor­fahr­zeug­ver­si­che­rung

Be­sit­zen Sie Be­triebs­fahr­zeu­ge, müs­sen Sie für die­se eine Mo­tor­fahr­zeug­ver­si­che­rung ab­schlies­sen. Die Ver­si­che­rung be­zahlt, wenn mit dem ver­si­cher­ten Fahr­zeug Per­so­nen oder Sa­chen ge­schä­digt wer­den. Es kommt da­bei nicht dar­auf an, wer das Auto fährt. Zu­sätz­lich kön­nen Sie mit ei­ner Kas­ko­ver­si­che­rung Sach­schä­den am Fahr­zeug ab­de­cken. Die Kas­ko­ver­si­che­rung ist freiwillig.

Frei­wil­li­ge Versicherungen

Im Fol­gen­den stel­len wir Ih­nen die Ver­si­che­run­gen vor, wel­che nicht ob­li­ga­to­risch ab­ge­schlos­sen wer­den müs­sen, trotz­dem aber sehr zu emp­feh­len sind für ei­nen Gastronomiebetrieb.

Füh­ren Sie be­reits vor der Er­öff­nung Ih­res Be­trie­bes eine Ri­si­ko­ana­ly­se durch. Da­bei de­cken Sie die Ri­si­ken Ih­res Gast­ge­wer­be­be­triebs auf und kön­nen sich in ei­nem nächs­ten Schritt über­le­gen, wel­che Ver­si­che­run­gen die pas­sen­den für Ih­ren Be­trieb sind. Für alle auf­ge­führ­ten Ver­si­che­run­gen gibt es ver­schie­dens­te An­ge­bo­te pri­va­ter Ver­si­che­rer. Leis­tun­gen und Preis kön­nen da­bei va­ri­ie­ren, wes­halb das Ein­ho­len von meh­re­ren Of­fer­ten zum Ver­gleich emp­foh­len wird.

Be­triebs­haft­pflicht

Schä­di­gen Sie durch Ih­ren Gast­ge­wer­be­be­trieb Per­so­nen oder Sa­chen, so wer­den Sie haft­pflich­tig. Dies kann schnell teu­er wer­den, wenn sich bspw. ein Gast auf­grund ei­ner Le­bens­mit­tel­ver­gif­tung für meh­re­re Tage ins Spi­tal muss und län­ge­re Zeit ar­beits­un­fä­hig bleibt. Sol­che Schä­den kön­nen Sie mit ei­ner Be­triebs­haft­pflicht ver­si­chern. Die Ver­si­che­rung deckt je nach Bran­che ver­schie­de­ne Ri­si­ken ab. Wir emp­feh­len Ih­nen des­halb, eine auf die Gas­tro­no­mie zu­ge­schnit­te Be­triebs­haft­pflicht abzuschliessen.

Wählen Sie Versicherungen aus, die für Ihr Restaurant passend sind

Sach­ver­si­che­rung

Eine Sach­ver­si­che­rung schützt das ge­sam­te In­ven­tar Ih­res Re­stau­rants wie Wa­ren, Ma­schi­nen, Com­pu­ter und Werk­zeu­ge. Grund­sätz­lich de­cken Sach­ver­si­che­run­gen Schä­den durch Feu­er, Was­ser oder Ein­bruch. Wich­tig ist, dass Sie den ge­nau­en Wert des In­ven­tars re­gel­mäs­sig über­prü­fen, weil die Ver­si­che­rungs­sum­me dem Er­satz­wert der Ge­gen­stän­de entspricht.

Ge­bäu­de­ver­si­che­rung

Die­se Ver­si­che­rung müs­sen Sie nur ab­schlies­sen, wenn Sie Ei­gen­tü­mer des Be­trie­bes sind. Die Ge­bäu­de­ver­si­che­rung schützt Ihre Lie­gen­schaft vor sämt­li­chen Ri­si­ken. Die Feu­er- und Ele­men­tar­ver­si­che­rung ist in den meis­ten Kan­to­nen ob­li­ga­to­risch. Die Ele­men­tar­ver­si­che­rung schützt da­bei vor Schä­den durch die Na­tur wie bspw. Ha­gel, Sturm oder Über­schwem­mun­gen. Eine Ge­bäu­de­ver­si­che­rung soll­ten Sie in je­dem Fall ab­schlies­sen, denn Schä­den am Ge­bäu­de kön­nen schnell hohe Kos­ten verursachen.

Ge­bäu­de­haft­pflicht

Ver­letzt sich ein Gast durch ei­nen her­ab­fal­len­den Dach­zie­gel oder stürzt auf­grund Glatt­eis beim Ein­gang des Re­stau­rant, wer­den Sie als Ei­gen­tü­me­rin des Ge­bäu­des haft­bar. Die Ge­bäu­de­haft­pflicht über­nimmt Schä­den, wel­che durch das Ge­bäu­de bzw. Grund­stück entstehen.

Be­triebs­un­ter­bruch­ver­si­che­rung

Muss Ihr Re­stau­rant län­ger ge­schlos­sen blei­ben z.B. we­gen ei­nes Bran­des, kann dies die Exis­tenz Ih­res Re­stau­rants ge­fähr­den. Die Ver­si­che­rung deckt in ei­ner sol­chen Si­tua­ti­on die fi­nan­zi­el­len Fol­gen des Be­triebs­un­ter­bruchs. Das heisst die di­rek­ten Kos­ten so­wie den ent­gan­ge­nen Gewinn.

Rechts­schutz­ver­si­che­rung

Falls es zu Strei­tig­kei­ten mit dem Lie­fe­ran­ten, Kun­den oder Mit­ar­bei­ter kommt, kann es in ei­nem Ver­fah­ren vor Ge­richt schnell teu­er wer­den. Die Rechts­schutz­ver­si­che­rung si­chert Sie ge­gen die fi­nan­zi­el­len Ri­si­ken sol­cher Rechts­strei­tig­kei­ten ab, hilft Ih­nen aber auch bei all­ge­mei­nen ju­ris­ti­schen Fragen.

Or­gan­haft­pflicht­ver­si­che­rung

In ei­nem Un­ter­neh­men fal­len Ver­wal­tungs­rä­te, Ge­schäfts­füh­rer oder Per­so­nen in lei­ten­der Po­si­ti­on wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen. Ver­let­zen die­se Per­so­nen Ihre Pflich­ten, kön­nen Sie scha­den­er­satz­pflich­tig wer­den. Die Or­gan­haft­pflicht­ver­si­che­rung deckt die­ses Ri­si­ko ab, in­dem sie all­fäl­li­ge Scha­den­kos­ten über­nimmt oder ab­wehrt. Eine sol­che Ver­si­che­rung ist vor al­lem bei grös­se­ren Un­ter­neh­men sinnvoll.

Fa­zit

Wir emp­feh­len Ih­nen, die ein­zel­nen Ver­si­che­run­gen sorg­fäl­tig zu ver­glei­chen. Da­mit ver­hin­dern Sie, dass Sie für be­stimm­te Schä­den oder Aus­fäl­le mehr­fach oder gar nicht ab­ge­deckt sind. Be­den­ken Sie, dass die ab­ge­schlos­se­nen Ver­si­che­run­gen für Sie fi­nan­zi­ell trag­bar sein müs­sen. Las­sen Sie sich da­her im Vor­he­r­ein gut be­ra­ten und schlies­sen Sie Ver­si­che­run­gen ab, wel­che auf das Gast­ge­wer­be zu­ge­schnit­ten sind.

Un­se­re Lösungen

Be­ra­tung Versicherungen

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Re­stau­rant kau­fen oder mieten? 

Wenn Sie ein Re­stau­rant er­öff­nen, stellt sich die Fra­ge, wel­chen Ver­trag Sie ab­schlies­sen. Wir er­klä­ren Ih­nen den Kauf­ver­trag, den Miet­ver­trag, den Pacht­ver­trag und den Fran­chise­ver­trag und zei­gen Ih­nen die Un­ter­schie­de so­wie die Vor- und Nach­tei­le auf. 

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Gastro Kassensysteme müssen schnell und einfach zu bedienen sein
An Gas­tro Kas­sen­sys­te­me wer­den hohe An­for­de­run­gen ge­stellt. Ge­ra­de in Stoss­zei­ten müs­sen die­se ein­fach und schnell zu be­die­nen sein, um kei­ne zu­sätz­li­chen War­te­zei­ten für die Gäs­te zu ver­ur­sa­chen. Wir stel­len Ih­nen die Vor- und Nach­tei­le von ver­schie­de­nen Kas­sen­sys­tem­ar­ten für Ihr Re­stau­rant oder Café vor. 

Be­ra­tung Kassensystem

Möch­ten Sie eine kos­ten­lo­se Be­ra­tung zu Kas­sen­sys­te­men er­hal­ten? Un­ser Part­ner kon­tak­tiert Sie ger­ne für ein un­ver­bind­li­ches Be­ra­tungs­ge­spräch. Gleich­zei­tig pro­fi­tie­ren Sie von ei­nem Gastro­pe­dia Ra­batt in Höhe von Fr. 100.-. Zu­dem er­hal­ten Start-up Neu­kun­den im Grün­dungs­jahr wäh­rend 6 Mo­na­ten die mo­nat­li­chen Abo­ge­büh­ren geschenkt.

Die Kos­ten für ein kom­plet­tes Sys­tem set­zen sich aus ein­ma­li­gen An­schaf­fungs­kos­ten für die Kas­sen­soft­ware und für die Ge­rä­te zu­sam­men so­wie aus mo­nat­li­chen oder jähr­li­chen Li­zenz­ge­büh­ren. Sie kön­nen sich viel Ar­beit und Är­ger spa­ren, wenn Sie die Kos­ten in Kauf neh­men und von An­fang an mit ei­nem pro­fes­sio­nel­len Kas­sen­sys­tem arbeiten. 

Auch in der Gas­tro­no­mie hält die Di­gi­ta­li­sie­rung Ein­zug und führt dazu, dass in Gas­tro­no­mie­be­trie­ben ein Wan­del von her­kömm­li­chen Re­gis­trier­kas­sen zu mo­der­nen Ta­blet­kas­sen zu be­ob­ach­ten ist. Ge­rin­ge Hard­ware­kos­ten so­wie eine hohe Be­nut­zer­freund­lich­keit kön­nen durch iPad/Tabletkassen er­reicht wer­den. Kas­sen­soft­ware­lö­sun­gen für die Gas­tro­no­mie gibt es so­wohl als Stan­dard­lö­sun­gen als auch mass­ge­schnei­der­te Lösungen.

An­for­de­rung an das Kassensystem

Da­mit das Kas­sen­sys­tem zu Ih­rem Be­triebs­kon­zept passt und den ge­wünsch­ten Funk­ti­ons­um­fang mit­bringt, ist es wich­tig, vor dem Kauf ei­nes Kas­sen­sys­tems eine ge­naue An­for­de­rungs­ana­ly­se zu er­stel­len. Las­sen Sie sich da­bei idea­ler­wei­se be­reits von ei­ner Fach­per­son beraten.

  • Wie vie­le Kas­sen wer­den be­nö­tigt? Möch­ten Sie fixe und/oder mo­bi­le Kas­sen ver­wen­den? Wel­che Pe­ri­phe­rie­ge­rä­te brau­chen Sie zu­sätz­lich (Kas­sen­schub­la­de, Be­leg­dru­cker, Kü­chen­mo­ni­tor usw.)?
  • Be­schaf­fen Sie sich die nö­ti­gen End­ge­rä­te selbst oder sol­len die­se im Pa­ket in­te­griert sein? Mit wel­chen vor­han­de­nen Ge­rä­ten muss das Kas­sen­sys­tem al­len­falls kom­pa­ti­bel sein?
  • Wel­che Op­ti­mie­rungs­mög­lich­kei­ten sol­len mit dem Kas­sen­sys­tem rea­li­siert wer­den? Wie kön­nen die Mit­ar­bei­ter mit dem Sys­tem un­ter­stützt wer­den und Zu­satz­ver­käu­fe generieren?
  • Wel­che Ba­sis­leis­tun­gen soll das Sys­tem bie­ten (Tisch­bu­chung, Re­ser­va­ti­on usw.) und wel­che Zu­satz­leis­tun­gen (bspw. Zeiterfassung)?
  • Wel­che Bud­gets müs­sen für die Erst­be­schaf­fung und die wie­der­keh­ren­den Kos­ten ein­ge­hal­ten werden?

Nach­fol­gend stel­len wir Ih­nen drei Mög­lich­kei­ten von Kas­sen­sys­te­men vor.

Wählen Sie das richtige Kassensystem für Ihren Betrieb

Kos­ten­lo­se Variante

Wie vor die­sen gan­zen tech­ni­schen Er­run­gen­schaf­ten, kön­nen Sie mit ei­ner ma­nu­el­len Kas­se von Hand ab­rech­nen. Be­ach­ten Sie aber bei die­ser Lö­sung, dass Sie das Kas­sa­buch selbst füh­ren müs­sen, kei­ne Spei­cher­mög­lich­keit für Ar­ti­kel oder Mehr­wert­steu­er­sät­ze ha­ben und ent­spre­chend auch kei­ne Da­ten­ana­ly­se über das Kas­sen­sys­tem vor­neh­men kön­nen. Da­her emp­fiehlt sich eine sol­che Vor­ge­hens­wei­se auf­grund des ho­hen Zeit­auf­wan­des und den mög­li­chen recht­li­chen Pro­ble­men nicht.

Ver­wen­den Sie bes­ser ein kos­ten­lo­ses On­line Kassensystem/POS. Über die­ses Sys­tem kön­nen Sie das Ta­ges­ge­schäft ab­wi­ckeln, Ar­ti­kel ver­wal­ten, so­wie je nach Sys­tem Ta­ges­ab­schlüs­se und Rech­nun­gen er­stel­len las­sen. Meis­tens sind die­se kos­ten­lo­sen Kas­sen­sys­te­me je­doch nicht spe­zi­fisch auf die Gas­tro­no­mie aus­ge­rich­tet. Da­her feh­len Mög­lich­kei­ten wie die Tisch­bu­chung, Re­ser­va­ti­on, die Ein­bin­dung von Kü­chen­mo­ni­to­ren, die den Ser­vice­fach­kräf­ten das Le­ben er­leich­tern und den Gäs­ten eine bes­se­re Be­treu­ung si­chern. Auch wenn das Kas­sen­sys­tem selbst kos­ten­los ist, be­den­ken Sie, dass die nö­ti­gen Ge­rä­te wie ein Ta­blet, eine Kas­sen­schub­la­de, ein Eti­ket­ten­dru­cker und al­len­falls ein Kar­ten­le­se­ge­rät den­noch ge­kauft wer­den müs­sen und auch hier Kos­ten entstehen.

Swiss21.org

Swiss21.org bie­tet in der Schweiz ein sol­ches kos­ten­lo­ses Kas­sen­sys­tem an. Sie kön­nen sich ganz ein­fach re­gis­trie­ren und star­ten so­bald Sie alle nö­ti­gen Kas­sen­ge­rä­te haben. 

Um­fas­sen­des Kassensystem

Es gibt Kas­sen­sys­te­me, die vie­le Zu­satz­funk­tio­nen be­reits ent­hal­ten. So ha­ben Sie nicht nur eine Kas­se, son­dern ein viel­fäl­ti­ges Kas­sen­sys­tem mit in­te­grier­ten Zu­satz­funk­tio­nen. Da­mit kön­nen Sie alle Ak­ti­vi­tä­ten wie Wa­ren­be­stand, Tisch- oder Re­ser­va­ti­ons­ver­wal­tung, Per­so­nal­pla­nung, On­line­re­ser­va­ti­on, Sta­tis­ti­ken und Ge­schäfts­be­rich­te di­gi­ta­li­siert in ei­nem Sys­tem ab­wi­ckeln. Trotz­dem blei­ben Sie fle­xi­bel und das Sys­tem lässt sich an Ver­än­de­run­gen an­pas­sen, in­dem Sie bei­spiels­wei­se wei­te­re Kas­sen­ge­rä­te dazu mie­ten kön­nen. Gas­tro­no­mie­spe­zi­fi­sche Lö­sun­gen bie­ten Ih­nen be­reits die Mög­lich­keit, Teil­be­trä­ge ein­zu­kas­sie­ren oder Rech­nun­gen zu split­ten und Ar­ti­kel mit Zu­satz­in­for­ma­tio­nen (bspw. All­er­ge­ne oder Wein­emp­feh­lun­gen) zu ver­se­hen, die un­ge­lern­tem oder neu­em Ser­vice­per­so­nal die kom­pe­ten­te Gäs­te­be­treu­ung ver­ein­facht. Auch Kü­chen­mo­ni­to­re kön­nen ein­ge­bun­den wer­den, um wei­te­re Zeit­er­spar­nis­se zu er­rei­chen. Die be­nö­tig­ten Ge­rä­te kön­nen Sie häu­fig di­rekt als Pa­ket bei den je­wei­li­gen An­bie­tern beziehen.

Be­ra­tung Kassensystem

Möch­ten Sie eine kos­ten­lo­se Be­ra­tung zu Kas­sen­sys­te­men er­hal­ten? Un­ser Part­ner kon­tak­tiert Sie ger­ne für ein un­ver­bind­li­ches Be­ra­tungs­ge­spräch. Gleich­zei­tig pro­fi­tie­ren Sie von ei­nem Gastro­pe­dia Ra­batt in Höhe von Fr. 100.-. Zu­dem er­hal­ten Start-up Neu­kun­den im Grün­dungs­jahr wäh­rend 6 Mo­na­ten die mo­nat­li­chen Abo­ge­büh­ren geschenkt.

In­di­vi­du­el­le Kassensoftwarelösung

Für Be­trie­be, die ei­nen sehr spe­zi­fi­schen Funk­ti­ons­um­fang be­nö­ti­gen wie bei­spiels­wei­se in­ter­na­tio­nal tä­ti­ge Ho­tel­ket­ten mit zen­tra­ler Ver­wal­tung, gibt es Soft­ware­fir­men, die in­di­vi­du­el­le Lö­sun­gen er­stel­len und an­bie­ten. Durch hohe Soft­ware­ent­wick­lungs- und ‑be­wirt­schaf­tungs­kos­ten eig­nen sich die­se Sys­te­me aber für klei­ne­re Gas­tro­no­mie­be­trie­be mit be­grenz­tem Bud­get weniger.

Fa­zit

Ver­ges­sen Sie bei der Über­nah­me oder dem Neu­auf­bau ei­nes Be­trie­bes das Kas­sen­sys­tem nicht bis kurz vor der Er­öff­nung. Das rich­ti­ge Kas­sen­sys­tem kann Ih­nen viel Zeit spa­ren und wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen lie­fern. In­ves­tie­ren Sie da­her auch hier Zeit, um das ge­eig­ne­te Sys­tem zu fin­den und las­sen Sie sich von Fach­per­so­nen beraten.

Un­se­re Lösung

Be­ra­tung Kassensystem

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Eine saubere Buchhaltung ist auch in der Gastronomie Pflicht

Buch­hal­tung in der Gastronomie 

Die Buch­hal­tung – ein zen­tra­ler Be­stand­teil ei­nes er­folg­rei­chen Gas­tro­no­mie­be­triebs. Wir ge­ben Ih­nen ei­nen Über­blick über die Be­stand­tei­le der Buch­hal­tung und zei­gen Ih­nen drei un­ter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten zur Füh­rung der ei­ge­nen Buch­hal­tung. Ab­hän­gig von Ih­ren Vor­kennt­nis­sen und der Grös­se des Be­triebs kön­nen Sie die Buch­hal­tung selbst ma­chen, ei­nen di­gi­ta­len Treu­hän­der ver­wen­den oder die Buch­hal­tung kom­plett an ei­nen ex­ter­nen Treu­hän­der übergeben. 

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Verschiedene Programme unterstützen bei der Erstellung der Schichtplanung

Schicht­pla­nung im Gast­ge­wer­be – au­to­ma­ti­siert zum Dienstplan 

Als Geschäfts­führer/in ken­nen Sie dies be­stimmt. Der Arbeits­plan für das Re­stau­rant ist er­stellt und kurz dar­auf kommt ein Mit­ar­bei­ter und will ei­nen Tag frei neh­men. Oder ein Mit­ar­bei­ter fällt krankheits­bedingt aus und schon ist der müh­sam er­arbeitete Arbeits­plan hin­fällig. Ins­be­son­de­re in der Gas­tro­no­mie wird von den Personalver­ant­wortlichen viel er­war­tet: das Ein­schät­zen des Arbeits­auf­kommens und des be­nö­tig­ten Per­so­nals, die op­ti­ma­le Zu­teilung zu den Schich­ten, das Be­rück­sich­ti­gen der Arbeits­pensen, die Urlaubs­ansprüche etc. Heu­te gibt es zahl­rei­che Pro­gram­me, die Ih­nen als Personal­verantwortliche/r die Ar­beit der Mitarbeiter­einteilung ver­einfachen kön­nen. Der fol­gen­den Ar­ti­kel bie­tet ei­nen kur­zen Überblick.

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Kellnerin berät Gast in einem Restaurant

Ak­ti­ver Ser­vice – wie gute Gäs­te­be­treu­ung den Ge­winn erhöht 

Stel­len Sie sich vor, Sie be­tre­ten als Gast ein Re­stau­rant und Ih­nen wird kei­ne Be­ach­tung ge­schenkt. Nach ei­ner ge­fühl­ten Ewig­keit be­grüsst Sie end­lich eine Ser­vice­mit­ar­bei­te­rin. Ei­gent­lich ist Ih­nen der Be­such aber be­reits ver­lei­det und Sie möch­ten das Re­stau­rant am liebs­ten wie­der ver­las­sen. Trotz­dem ge­ben Sie dem Lo­kal noch­mals eine Chan­ce. Der gan­ze Auf­ent­halt ver­läuft nach ähn­li­chem Sche­ma. Der Ser­vice ist schlecht, die Ser­vice­mit­ar­bei­ter sind un­auf­merk­sam, ge­stresst und be­ge­hen Feh­ler. Wenn Sie dann für die Be­zah­lung noch­mals lan­ge war­ten müs­sen, reicht es Ih­nen end­gül­tig. Sie ver­las­sen das Lo­kal schlecht ge­launt, ge­ben on­line eine schlech­te Be­wer­tung ab und wis­sen, dass Sie hier nicht wie­der ein­keh­ren werden.

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Mitarbeiter kümmert sich um die Hygiene im Restaurant
Wer mit Le­bens­mit­teln ar­bei­tet, muss vie­les be­ach­ten. Ge­ra­de in der Gas­tro­no­mie sind die An­for­de­run­gen an die per­sön­li­che, be­trieb­li­che und le­bens­mit­tel­spe­zi­fi­sche Hy­gie­ne hoch. Stän­dig kom­men Mit­ar­bei­ten­de im Re­stau­rant oder ei­nem an­de­ren Gastro­be­trieb mit Le­bens­mit­teln in Kon­takt. Ein un­pro­fes­sio­nel­les Ver­hal­ten kann da­bei schnell ernst­haf­te Kon­se­quen­zen ha­ben. Re­gel­mäs­si­ge Hy­gie­neschu­lun­gen fürs Per­so­nal sind des­halb sehr wich­tig, je nach Be­trieb so­gar zwin­gend vorgeschrieben. 

E‑Learning Hy­gie­ne

Ler­nen Sie pra­xis­ori­en­tiert und schnell die wich­tigs­ten Grund­la­gen zur Per­so­nen­hy­gie­ne, Le­bens­mit­tel­hy­gie­ne und Betriebshygiene.

War­um ist Hy­gie­ne wichtig?

Wer­den bei ei­ner Le­bens­mit­tel­kon­trol­le Män­gel fest­ge­stellt, kas­siert der Be­trieb eine Be­an­stan­dung oder eine Bus­se. Bei schwer­wie­gen­den Ver­ge­hen kann er so­gar ge­schlos­sen wer­den. Schlim­mer sind die ge­sund­heit­li­chen Ri­si­ken für die Gäs­te. Ver­dor­be­ne Le­bens­mit­tel kön­nen Krank­hei­ten über­tra­gen oder Le­bens­mit­tel­ver­gif­tun­gen aus­lö­sen, die bis zum Tod füh­ren können.

Wie kön­nen wir das in der Gas­tro­no­mie verhindern?

In ei­nem Re­stau­rant, ei­nem Pfleg­heim oder ei­nem Spi­tal wer­den sehr gros­se Men­gen an Le­bens­mit­teln ver­ar­bei­tet. Und mit der Men­ge stei­gen auch die Ri­si­ken. Häu­fig ar­bei­ten vie­le Per­so­nen mit, die sich ei­nen un­ter­schied­li­chen Um­gang mit Le­bens­mit­teln ge­wohnt sind. Auch die ein­ge­kauf­ten Pro­duk­te wei­sen nicht im­mer die glei­che Qua­li­tät auf. Das be­deu­tet, dass stan­dar­di­sier­te Pro­zes­se und aus­ge­bil­de­te Mit­ar­bei­ten­de be­nö­tigt wer­den, um die Ri­si­ken zu kontrollieren.

Geschulte Mitarbeitende sind wichtig für die Hygiene im Gastrobetrieb

Die Selbst­kon­trol­le

Ein wich­ti­ger Pfei­ler im Schwei­zer Le­bens­mit­tel­recht ist die Selbst­kon­trol­le. Je­der Be­trieb, der Le­bens­mit­tel her­stellt oder an­bie­tet, un­ter­steht der Selbst­kon­trol­lepflicht. Selbst­kon­trol­le heisst, dass Sie die Le­bens­mit­tel­si­cher­heit in Ih­rem Be­trieb sys­te­ma­tisch or­ga­ni­sie­ren und über­wa­chen. Je­der Gas­tro­no­mie­be­trieb muss da­für eine Per­son be­stim­men, wel­che die Ver­ant­wor­tung für die Ein­hal­tung der Vor­ga­ben trägt:

  1. Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten durch eine do­ku­men­tier­te Selbstkontrolle
  2. Si­cher­stel­lung des hy­gie­ni­schen Um­gangs mit Lebensmitteln
  3. Rück­ver­folg­bar­keit, Täu­schungs­schutz und De­kla­ra­ti­on
  4. Or­ga­ni­sa­ti­on und Schu­lung der Mitarbeitenden

So wer­den zum Bei­spiel Vor­ga­ben zur Hän­de­hy­gie­ne for­mu­liert, die Tren­nung von rein und un­rein ge­re­gelt oder die schrift­li­che All­er­gen-De­kla­ra­ti­on er­stellt. Die Ver­fah­ren wer­den in Ar­beits­an­wei­sun­gen und Merk­blät­tern be­schrie­ben. Zu­dem wird fest­ge­legt, wie die Ein­hal­tung der Ver­fah­ren kon­trol­liert wird. Um nach­zu­wei­sen, dass die An­wei­sun­gen be­folgt wer­den, ist eine Do­ku­men­ta­ti­on not­wen­dig. Die ver­ant­wort­li­che Per­son hat ent­we­der eine Wir­te­prü­fung inkl. Le­bens­mit­tel­recht ab­sol­viert oder sie kann ihre Qua­li­fi­ka­tio­nen im Le­bens­mit­tel­recht sonst nachweisen.

Die Selbst­kon­trol­le ist so für je­den Le­bens­mit­tel­be­trieb ein wich­ti­ges Füh­rungs­in­stru­ment und stellt si­cher, dass die Vor­schrif­ten des Le­bens­mit­tel­rechts ein­ge­hal­ten werden.

Hy­gie­neschu­lun­gen in der Gastronomie

Die bes­te Selbst­kon­trol­le nützt nichts, wenn sie nicht ein­ge­hal­ten wird. Ei­ner­seits muss die ver­ant­wort­li­che Per­son im All­tag kon­trol­lie­ren, dass die Selbst­kon­trol­le durch­ge­setzt wird. An­de­rer­seits müs­sen die Mit­ar­bei­ten­den re­gel­mäs­sig ge­schult wer­den. Die Schu­lung er­folgt stu­fen- und ar­beits­platz­ge­recht. Das be­deu­tet zum Bei­spiel, dass Kö­che und Hilfs­kö­che um­fas­sen­der ge­schult wer­den als Ser­vice­mit­ar­bei­ten­de oder Büropersonal.

Hy­gie­neschu­lun­gen für Betriebe

Schu­len Sie Ihre Mit­ar­bei­ten­den mit der Lern­Zen­tra­le und den in­ter­ak­ti­ven On­line-Hy­gie­neschu­lun­gen ein­fach und ef­fi­zi­ent übers Smartphone.

Bei der Pro­duk­ti­on von Le­bens­mit­teln ist die Ein­hal­tung der Hy­gie­ne­stan­dards be­son­ders wich­tig. Wer­den die Lie­fe­run­gen kor­rekt kon­trol­liert? Ist die La­ge­rung wie vor­ge­schrie­ben? Wel­che Le­bens­mit­tel sind be­son­ders ver­derb­lich? Wie rei­ni­ge ich Ma­schi­nen? Wie re­agie­re ich, wenn ich mich schnei­de? Vie­le Le­bens­mit­tel wer­den nicht er­hitzt und sind da­her be­son­ders hei­kel. Oft ist es nicht mög­lich und auch nicht sinn­voll, Hand­schu­he zu tra­gen. Des­we­gen kön­nen leicht Kei­me von den Hän­den auf Le­bens­mit­tel gelangen.

Nur durch Wis­sen und trai­nier­te Ver­hal­tens­wei­sen kön­nen Sie ei­nen pro­fes­sio­nel­len Um­gang mit Le­bens­mit­teln in der Gas­tro­no­mie ge­währ­leis­ten. Die Schu­lungs­in­hal­te rich­ten sich nach dem Be­darf im Be­trieb. Mög­li­che Schu­lun­gen sind:

  • Schu­lung Personenhygiene
  • Schu­lung Betriebshygiene
  • Schu­lung Le­bens­mit­tel­hy­gie­ne / Produktionshygiene
  • HACCP-Schu­lung
  • Gute Ver­fah­rens­pra­xis (GVP) / Gute Her­stel­lungs­pra­xis (GHP)

Re­gel­mäs­si­ge Hy­gie­neschu­lun­gen sind für alle Be­trie­be, die dem Le­bens­mit­tel­recht un­ter­ste­hen, ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben. Die Schu­lun­gen müs­sen do­ku­men­tiert und ein Schu­lungs­nach­weis muss er­bracht werden.

Fa­zit

Wer­den Le­bens­mit­tel ver­ar­bei­tet, ist ein hy­gie­ni­scher Um­gang ele­men­tar. Be­son­ders in der Gas­tro­no­mie, wo täg­lich gros­se Men­gen an Le­bens­mit­teln ver­ar­bei­tet und vie­le Gäs­te be­dient wer­den. Mit ein­fa­chen Mass­nah­men las­sen sich die Ri­si­ken mi­ni­mie­ren: Or­ga­ni­sie­ren Sie eine durch­dach­te Selbst­kon­trol­le und schu­len Sie Ihre Mit­ar­bei­ten­den re­gel­mäs­sig zu Hygienethemen.

Un­se­re Lösungen

E‑Learning Hy­gie­ne

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Hy­gie­neschu­lun­gen für Betriebe

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Inhalt des Hygienekonzepts für die Gastronomie

Hy­gie­nekon­zept er­stel­len – Selbst­kon­trol­le in der Gastronomie 

Die ge­setz­li­chen Auf­la­gen für die Er­öff­nung ei­nes Gas­tro­no­mie­be­triebs sind in al­len Schwei­zer Kan­to­nen ver­schie­den. Ei­nes ha­ben sie je­doch ge­mein­sam: Ne­ben ei­ner Be­triebs­be­wil­li­gung ver­lan­gen alle Kan­to­ne ein Selbst­kon­troll­kon­zept bzw. HACCP-Kon­­zept zur Ein­hal­tung der Le­­ben­s­­mi­t­­tel- und Hy­gie­ne­vor­schrif­ten in der Gas­tro­no­mie. Um­gangs­sprach­lich ist dar­um oft von ei­nem Hy­gie­nekon­zept die Rede.

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Motivierte Mitarbeiter in Service und Küche sind wichtig

Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on im Ser­vice und in der Küche 

Das The­ma Mo­ti­va­ti­on ist auch in der Gas­tro­no­mie wich­tig, denn die Mit­ar­bei­ten­den ha­ben in der Kü­che und im Ser­vice tag­täg­lich Ei­ni­ges zu leis­ten. Mo­ti­vier­te Mit­ar­bei­ten­de im Ser­vice und in der Kü­che sind mit der Ar­beit zu­frie­de­ner, ma­chen nicht nur Dienst nach Vor­schrift und hin­ter­las­sen auch bei Ih­nen als Be­triebs­in­ha­ber ein gu­tes Ge­fühl. Doch was mo­ti­viert Ihre Mit­ar­bei­ter? Hier sie­ben Tipps dazu.

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Mitarbeitende müssen die Deklaration kennen

De­kla­ra­ti­on von Le­bens­mit­teln in der Gastronomie 

Re­gel­mäs­sig füh­ren die Vor­ga­ben des Le­bens­mit­tel­rechts zu hit­zi­gen Dis­kus­sio­nen in der Gas­tro­no­mie. Ei­ner­seits schützt das Le­bens­mit­tel­ge­setz (LMG) Kon­su­men­ten vor un­hy­gie­ni­schen und ge­fähr­li­chen Le­bens­mit­teln. An­de­rer­seits fürch­ten sich Gas­tro­no­men vor ei­ner Über­re­gu­lie­rung bei der Hy­gie­ne und De­kla­ra­ti­on von Le­bens­mit­teln, wie jüngst beim neu­en Le­bens­mit­tel­recht LARGO.

Ne­ben dem Hy­gie­nekon­zept (HACCP-Kon­­zept) ist in der Pra­xis vor al­lem die Le­bens­mit­tel­de­kla­ra­ti­on re­le­vant. Doch wie müs­sen Sie als Gas­tro­nom All­er­ge­ne kor­rekt de­kla­rie­ren und wo wird die Fleisch­de­kla­ra­ti­on an­ge­bracht? Die fol­gen­de Check­lis­te zur Le­bens­mit­tel­de­kla­ra­ti­on soll­te Ih­nen die­se Fra­gen beantworten.

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Systemgastronomie Essensausgabe
Sys­tem­gas­tro­no­mi­sche Be­trie­be sind seit vie­len Jah­ren fes­ter Be­stand­teil der Gas­tro­no­mie. Doch was be­deu­tet Sys­tem­gas­tro­no­mie ge­nau? Was sind die Grün­de für den Er­folg? Und war­um füh­len sich vie­le Men­schen von die­sen ein­heit­li­chen Mar­ken an­ge­zo­gen? Hier fin­den Sie die Ant­wor­ten auf die­se Fragen. 

Vor­la­ge Be­triebs­kon­zept Gastronomie

Das Be­triebs­kon­zept der Bei­spiel­piz­ze­ria Flun­der hilft Ih­nen, ein ei­ge­nes Be­triebs­kon­zept für ei­nen Gas­tro­no­mie­be­trieb zu er­stel­len. Word-Do­ku­ment mit 20 Sei­ten — Preis Fr. 18.-

Was be­deu­tet Systemgastronomie?

Un­ter­neh­men der Sys­tem­gas­tro­no­mie füh­ren meh­re­re Re­stau­rants nach ei­nem stan­dar­di­sier­ten Gas­tro­no­mie­kon­zept. Da­bei wird in al­len Fi­lia­len die glei­che Pro­duk­te­pa­let­te in gleich­blei­ben­der Qua­li­tät an­ge­bo­ten. Die Gäs­te wer­den nach ei­nem Ein­bahn­prin­zip an ei­nem Aus­ga­be­be­reich, dem so­ge­nann­ten Take-Out, von Ser­vice­mit­ar­bei­ten­den be­dient. Im Ge­gen­satz zu klas­si­schen Take-Aways kön­nen die Gäs­te die Spei­sen vor Ort kon­su­mie­ren. Oft fo­kus­sie­ren sich Sys­tem­be­trie­be auf Kern­pro­duk­te wie z. B. Hamburger.

Ge­schich­te

Der Auf­stieg der Sys­tem­gas­tro­no­mie be­gann mit dem Auf­kom­men von Fran­chise-Be­trie­ben auf Au­to­bahn­rast­stät­ten. Ab den 70er-/80er-Jah­ren star­te­ten die Er­fol­ge von McDonald’s und Bur­ger King, wel­che im­mer mehr Re­stau­rants er­öff­ne­ten. Um die Jahr­tau­send­wen­de folg­ten neue Gross­un­ter­neh­men im Be­reich der ge­trän­ke­do­mi­nier­ten Gas­tro­no­mie, wie Star­bucks oder Tchi­bo. Par­al­lel dazu ex­pan­dier­ten in der Schweiz meh­re­re Un­ter­neh­men der Mit­ar­bei­ter­gas­tro­no­mie, die gros­se Betriebs‑, Krankenhaus‑, Al­ten- und Pfle­ge­heim­re­stau­rants be­trei­ben. Ins­be­son­de­re SV Group, ZFV und Com­pass Group wa­ren äus­serst er­folg­reich, wes­halb bald dar­auf auch an­de­re Play­er wie Mö­ven­pick, IKEA, Mi­gros und Coop die Sys­tem­gas­tro­no­mie als viel­ver­spre­chen­des Kon­zept entdeckten.

Systemgastronomie Selfservice

Klei­ne­re, eben­falls sehr er­folg­rei­che Un­ter­neh­men sind Bre­zel­kö­nig, Se­gaf­re­do, Caf­fè Spetta­co­lo oder Ti­bits. Die Ver­brei­tung der Sys­tem­gas­tro­no­mie blieb auch bei der Aus­bil­dung der Mit­ar­bei­ten­den nicht un­be­merkt, wes­halb in der Schweiz seit 2013 der Lehr­gang „Sys­tem­gas­tro­no­mie­fach­frau/-mann“ exis­tiert. Die­ser Lehr­gang ver­zeich­ne­te in den letz­ten Jah­ren zu­neh­men­de Abschlüsse.

Er­folgs­fak­to­ren

Der Er­folg der Sys­tem­gas­tro­no­mie kann im We­sent­li­chen auf vier Fak­to­ren zu­rück­ge­führt wer­den: Ef­fi­zi­en­ter Ein­satz der ver­füg­ba­ren Mit­tel, stren­ge Kos­ten­kon­trol­le, stän­di­ge Über­prü­fung und An­pas­sung der Ar­beits­pro­zes­se und vor al­lem eine hohe Er­war­tungs­er­fül­lung. Die ers­ten drei Fak­to­ren lie­fern eine Ant­wort auf die fi­nan­zi­el­len Her­aus­for­de­run­gen von heu­te, die von ho­hem Wett­be­werbs­druck und ver­stärk­ter Qua­li­täts­ori­en­tie­rung ge­prägt sind.
Ent­schei­dend für den Er­folg ist aber vor al­lem die sys­te­ma­ti­sche Er­fül­lung der Er­war­tun­gen durch die Sys­tem­gas­tro­no­mie. Bei der Su­che nach ei­ner Ver­pfle­gungs­mög­lich­keit ori­en­tie­ren sich Kun­den an Be­kann­tem, um mög­lichst we­nig Zeit zu ver­lie­ren und trotz­dem ein Pro­dukt mit gu­tem Preis-Leis­tungs­ver­hält­nis zu er­hal­ten. Vor al­lem in ei­ner Zeit ge­stie­ge­ner Mo­bi­li­tät, in der die Men­schen sich oft an frem­den Or­ten auf­hal­ten, treibt die­se Er­war­tungs­hal­tung die Kun­den in die sys­tem­gas­tro­no­mi­schen Betriebe.

Fa­zit

Die Kund­schaft der Gas­tro­no­mie wächst um kauf­kräf­ti­ge Rent­ner, Per­so­nen mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund und Tou­ris­ten aus Schwel­len­län­dern. Die­se drei Kun­den­grup­pen ha­ben an­de­re Be­dürf­nis­se als heu­ti­ge Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer und bie­ten des­halb auch Chan­cen ab­seits der Sys­tem­gas­tro­no­mie. Äl­te­re Men­schen seh­nen sich zwar auch nach Be­kann­tem, ha­ben je­doch mehr Zeit und hö­he­re Qua­li­täts­an­sprü­che. Gleich­zei­tig sind Be­trie­be mit in­di­vi­du­el­ler Be­treu­ung im­mer noch ge­fragt, vor­aus­ge­setzt das Be­triebs­kon­zept ist in­no­va­tiv und kann die Gäs­te­be­dürf­nis­se er­fül­len. So be­stehen Sys­tem­gas­tro­no­mie und klas­si­sche Gas­tro­no­mie gut nebeneinander.

Un­se­re Lösung

Vor­la­ge Be­triebs­kon­zept Gastronomie

Das Be­triebs­kon­zept der Bei­spiel­piz­ze­ria Flun­der hilft Ih­nen, ein ei­ge­nes Be­triebs­kon­zept für ei­nen Gas­tro­no­mie­be­trieb zu er­stel­len. Word-Do­ku­ment mit 20 Sei­ten — Preis Fr. 18.-

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Trendiges Restaurant

Trends in der Gas­tro­no­mie 2022 

Wol­len Sie sich in der Gas­tro­no­mie be­haup­ten? Dann brau­chen Sie ein un­ver­wech­sel­ba­res Pro­fil. Food­trends kön­nen eine Ori­en­tie­rungs­hil­fe bie­ten, wie Sie die Aus­rich­tung Ih­res Un­ter­neh­mens de­fi­nie­ren und Ver­än­de­run­gen in der Er­­näh­­rungs- und Ess­kul­tur un­ter­neh­me­risch nut­zen. Die Pan­de­mie hat vie­len Gastro­be­trie­ben ei­nen Di­gi­ta­li­sie­rungs­schub ver­lie­hen und krea­ti­ve Lie­­fer- oder Take-away-Lö­­sun­­­gen her­vor­ge­bracht. Vie­le Trends aus dem letz­ten Jahr wer­den sich in die­sem Jahr ver­stär­ken, zu­dem kom­men ei­ni­ge neue hin­zu. Wir ha­ben die wich­tigs­ten Trends für Sie zusammengefasst:

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Mit der Renner Penner Matrix zu den richtigen Verkaufsprioritäten

Ren­­ner-Pen­­ner-Ana­­ly­­se für Restaurants 

Als Gas­tro­nom wis­sen Sie ga­ran­tiert, wel­che Ge­rich­te und Ge­trän­ke am meis­ten Um­satz ge­ne­rie­ren. Doch ist Ih­nen auch klar, wel­che Pro­duk­te auf Ih­rer Kar­te am meis­ten zum Ge­winn bei­tra­gen? Eine Spei­se­kar­ten­ana­ly­se mit der Ren­­ner-Pen­­ner-Sys­­te­­ma­­tik hilft Ih­nen, die wah­ren „Win­ner“ Ih­res Re­stau­rants zu fin­den. Mit dem Ver­gleich von Ab­satz und Ge­winn hilft Ih­nen die Ren­­ner-Pen­­ner-Ana­­ly­­se, die rich­ti­gen Ver­kaufsprio­ri­tä­ten zu setzen.

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Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Verbänden in der Gastronomie
Mit der Mit­glied­schaft bei ei­nem Gas­tro­no­mie­ver­band pro­fi­tie­ren Sie von di­ver­sen Vor­tei­len: Bran­chen­news, Gleich­ge­sinn­te, Ver­güns­ti­gun­gen etc. Zu­dem set­zen sich die Ver­bän­de für die In­ter­es­sen der Mit­glie­der in der Öf­fent­lich­keit ein. Doch wel­cher Ver­band passt zu mir und mei­nem Restaurant? 

Wie­so ei­nem Ver­band beitreten?

Als Mit­glied ei­nes Ver­ban­des wer­den Sie lau­fend über Ver­än­de­run­gen und Ent­wick­lun­gen in der Gas­tro­no­mie in­for­miert. Heut­zu­ta­ge ist es wich­tig, dass Sie als Gas­tro­nom auf dem ak­tu­ells­ten Stand sind in Be­rei­chen wie bei­spiels­wei­se der Ge­setz­ge­bung oder Food­trends.

In ei­nem Ver­band kom­men Sie zu­sätz­lich in Kon­takt mit Per­so­nen, wel­che die glei­chen Zie­le wie Sie in Ih­rer Bran­che ver­fol­gen. Un­ter­ein­an­der kön­nen Sie Ihr Wis­sen und Ihre Er­fah­run­gen aus­tau­schen – also eine idea­le Platt­form für Networking.

Wenn Sie Mit­glied ei­nes Ver­ban­des sind, ha­ben Sie zu­dem ge­wis­se Vor­tei­le und Ver­güns­ti­gun­gen auf Dienst­leis­tun­gen. Je nach Ver­band fal­len dar­un­ter bei­spiels­wei­se eine kos­ten­lo­se Rechts­be­ra­tung, das Nut­zen di­ver­ser Platt­for­men und Check­lis­ten so­wie Ver­güns­ti­gun­gen auf di­ver­se Aus-und Wei­ter­bil­dun­gen, Un­ter­neh­mens­be­ra­tung oder Un­ter­stüt­zung bei der Buch­hal­tung und den So­zi­al­ver­si­che­run­gen.

Ver­bän­de ha­ben auch den Vor­teil, dass sie durch den Zu­sam­men­schluss vie­ler Mit­glie­der als Ein­heit bei Ver­hand­lun­gen auf­tre­ten und da­durch mehr be­wir­ken kön­nen. Ein Ver­band darf zu­dem selb­stän­dig kla­gen, wenn die Ver­bands- oder Mit­glie­der­in­ter­es­sen be­trof­fen sind.

Um Mit­glied in ei­nem Ver­band zu wer­den, müs­sen Sie ei­nen Mit­glie­der­bei­trag be­zah­len. Die Höhe des Bei­tra­ges va­ri­iert je nach Verband.

Über­sicht der Ver­bän­de in der Gastronomie

Wie in an­de­ren Bran­chen gibt es auch in der Gas­tro­no­mie ver­schie­de­ne Ver­bän­de. Wir stel­len Ih­nen ei­ni­ge vor. Da­ne­ben exis­tie­ren ver­schie­de­ne kan­to­na­le und re­gio­na­le Gastroverbände.

Gastro­Suis­se

Gastro­Suis­se ist der gröss­te gast­ge­werb­li­che Ar­beit­ge­ber­ver­band der Schweiz. Gastro­Suis­se ver­tritt die In­ter­es­sen von Hot­tele­rie und Re­stau­ra­ti­on, för­dert das Image der Bran­che und en­ga­giert sich für Be­rufs­bil­dung und Qualität.

Ca­fe­tier­Su­is­se

Ca­fe­tier­Su­is­se ist ein An­sprech­part­ner zum The­ma Kaf­fee und für in­di­vi­du­el­le Gas­tro­nom­in­nen und Gas­tro­no­men. Die­ser Ver­band un­ter­stützt sei­ne Mit­glie­der mit Dienst­leis­tun­gen und per­sön­li­cher Be­ra­tung in ih­rer täg­li­chen Ar­beit und eig­net sich be­son­ders für klei­ne­re Betriebe.

Foodtruck Ver­band Schweiz

Seit Ende 2019 ver­tritt der Foodtruck Ver­band Schweiz die In­ter­es­sen von Foodtruck Un­ter­neh­men in Po­li­tik, Wirt­schaft und Ge­sell­schaft. Zu­dem ist der Ver­band eine fach­lich kom­pe­ten­te An­lauf­stel­le für alle Fra­gen rund um Foodtrucks.

Ho­tel & Gastro-Union

Die Ho­tel & Gas­tro Uni­on stellt die gröss­te Be­rufs­or­ga­ni­sa­ti­on der Ho­tel­le­rie- und Gastro­bran­che dar. Sie set­zen sich für Netz­werk, Bil­dung und Si­cher­heit ein.

Ho­tel­le­rie­Su­is­se

Ho­tel­le­rie­Su­is­se ist der Kom­pe­tenz­part­ner für alle Be­her­ber­gungs­un­ter­künf­te. Er ver­tritt die In­ter­es­sen der na­tio­nal und in­ter­na­tio­nal aus­ge­rich­te­ten Ho­tel­be­trie­be. In Zen­trum ste­hen sei­ne Mit­glie­der und de­ren Erfolg.

SVG

Der SVG setzt sich für die Spital‑, Heim- und Ge­mein­schafts­gas­tro­no­mie ein. Sei­ne obers­ten Zie­le sind die Pfle­ge ei­nes star­ken Kom­mu­ni­ka­ti­ons­net­zes, der ge­gen­sei­ti­ge Er­fah­rungs­aus­tausch und ein um­fas­sen­des bran­chen­spe­zi­fi­sches Aus- und Weiterbildungsprogramm.

Schwei­zer Bar und Clubkommission

Die Schwei­zer Bar und Club Kom­mis­si­on ist ein Zu­sam­men­schluss aus lo­ka­len Bar- und Club­ko­mis­sio­nen. Sie ver­folgt das Ziel, die In­ter­es­sen der Nacht-Kul­tur­schaf­fen­den auf na­tio­na­ler Ebe­ne zu vertreten.

 

Ihr Ver­band fehlt? Sen­den Sie uns Ihre An­ga­ben an info@gastropedia.ch und wir neh­men Sie ger­ne auf.

Fa­zit

Beim Aus­su­chen ei­nes Ver­ban­des gibt es kein rich­tig oder falsch. Sie müs­sen für sich, Ihr Vor­ha­ben und Ih­ren Gas­tro­no­mie­be­trieb den rich­ti­gen Ver­band fin­den. Da­bei emp­feh­len wir Ih­nen, die Mit­glie­der­vor­tei­le und die Kos­ten für Sie als Gas­tro­no­min sorf­gäl­tig ab­zu­wä­gen. Tre­ten Sie ei­nem Ver­band nur bei, wenn es sinn­voll für Sie und Ih­ren Be­trieb ist und die Vor­tei­le da­bei überwiegen.

Grün­der­pfad zum ei­ge­nen Gastrobetrieb

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Mit einem guten Alleinstellungsmerkmal haben Sie einen Wettbewerbsvorteil
Die Aus­wahl an Re­stau­rants und Ca­fés ist gross und wächst ste­tig wei­ter. Vie­le Gas­tro­no­mie­be­trie­be ver­su­chen sich des­halb mit ei­nem Al­lein­stel­lungs­merk­mal von der Kon­kur­renz ab­zu­he­ben. Hier er­fah­ren Sie ei­ni­ge Tipps, wie Sie ei­nen USP für Ihr Re­stau­rant fin­den und vermarkten. 

Vor­la­ge Be­triebs­kon­zept Gastronomie

Das Be­triebs­kon­zept der Bei­spiel­piz­ze­ria Flun­der hilft Ih­nen, ein ei­ge­nes Be­triebs­kon­zept für ei­nen Gas­tro­no­mie­be­trieb zu er­stel­len. Word-Do­ku­ment mit 20 Sei­ten — Preis Fr. 18.-

Al­lein­stel­lungs­merk­ma­le in der Gastronomie

Wo das Auge hin­fällt, gibt es zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten, sei­nen Hun­ger zu stil­len. Ge­ra­de we­gen die­sem Über­an­ge­bot ist es mitt­ler­wei­le not­wen­dig, eine Ei­gen­schaft, ein Merk­mal oder eine Fä­hig­keit zu fin­den, die das ei­ge­ne Lo­kal von den an­de­ren abgrenzt.

Die­se Dif­fe­ren­zie­rung wird im­mer häu­fi­ger über ei­nen USP ge­macht. USP steht für Uni­que Sel­ling Point und wird auf Deutsch mit Al­lein­stel­lungs­merk­mal über­setzt. Da­mit wird eine ein­zig­ar­ti­ge, her­aus­ra­gen­de und schwie­rig imi­tier­ba­re Ei­gen­schaft oder eine Kom­bi­na­ti­on aus Ei­gen­schaf­ten ei­nes Un­ter­neh­mens be­schrie­ben. Rich­tig durch­dacht und gut um­ge­setzt, kann ein USP zu ei­nem nach­hal­ti­gen Wett­be­werbs­vor­teil füh­ren, was ge­ra­de in der Gas­tro­no­mie­bran­che wert­voll ist.

Kri­te­ri­en für ei­nen USP

Das Al­lein­stel­lungs­merk­mal soll­te sich an den Be­dürf­nis­sen Ih­rer Ziel­grup­pe ori­en­tie­ren, es soll­te schwie­rig zu imi­tie­ren und op­ti­ma­ler­wei­se auch schwie­rig zu er­set­zen sein. Zu­dem muss es in Preis, Zeit und Qua­li­tät rea­lis­tisch sein, denn un­er­reich­ba­re Ver­spre­chen kön­nen sehr ge­fähr­lich wer­den. Ist der USP aber sau­ber er­ar­bei­tet, wird er rich­tig um­ge­setzt so­wie auf al­len Be­triebs­ebe­nen ge­lebt, ent­steht dar­aus ein wert­vol­ler Zu­satz­nut­zen für Ihre Kundschaft.

Der USP beschreibt diejenige Eigenschaft, die das Restaurant von der Konkurrenz abhebt

Den pas­sen­den USP finden

Um den ei­ge­nen USP zu fin­den, kön­nen Sie zu­erst eine Markt­ana­ly­se durch­füh­ren. So fin­den Sie schnell her­aus, was be­reits auf dem Markt ist, wel­che Kon­zep­te funk­tio­nie­ren und wo die Po­ten­tia­le und Ge­fah­ren lie­gen. Nach die­sem Blick auf die Kon­kur­renz wen­den Sie sich den ei­ge­nen Stär­ken und Schwä­chen zu. So kann Ihre gros­se Stär­ke bei­spiels­wei­se in Ih­ren gu­ten Be­zie­hun­gen zu re­gio­na­len Bau­ern sein. Da­durch ha­ben Sie ein wun­der­ba­res An­ge­bot an fri­schem, lo­ka­lem Ge­mü­se, wor­aus Sie le­cke­re Ge­rich­te zau­bern. Eine Ih­rer Schwä­chen könn­te bei­spiels­wei­se eine eher mit­tel­mäs­si­ge Lage sein. Da­her müs­sen Sie die Kund­schaft mit Ih­ren re­gio­na­len, frisch­zu­be­rei­te­ten Ge­rich­ten überzeugen.

An­schlies­send füh­ren Sie eine Ana­ly­se aus Sicht des Gas­tes durch. Sie fra­gen und über­le­gen sich, was Ih­nen selbst als Gast wich­tig, wert­voll oder be­son­ders ist. Sie kön­nen eben­falls Gäs­te di­rekt be­fra­gen oder Freun­de und Fa­mi­lie um Rat und Vor­schlä­ge bit­ten. Bei­spiels­wei­se schät­zen es Fa­mi­li­en mit klei­nen Kin­dern eher, wenn es noch eine klei­ne Spiel­ecke hat, wäh­rend sich Se­nio­ren mehr an klei­ne­ren Por­tio­nen er­freu­en und Paa­re ein ru­hi­ges Cand­le Light Din­ner be­vor­zu­gen. Es gibt di­ver­se An­satz­punk­te, sein ei­ge­nes Al­lein­stel­lungs­merk­mal zu er­mit­teln. Bei­spiels­wei­se kön­nen Sie auf Tra­di­ti­on, nach­hal­ti­ge Pro­duk­te, Ex­klu­si­vi­tät, ge­sun­de Le­cke­rei­en oder In­di­vi­dua­li­sie­rung setzen.

Fol­gen­de Fra­gen wa­ren für So­phia bei der Su­che nach ei­nem USP hilfreich:

In der Pra­xis ist es oft­mals nicht bloss eine ein­zi­ge Ei­gen­schaft, son­dern eine Kom­bi­na­ti­on aus meh­re­ren Merk­ma­len, die für ei­nen Be­trieb zu ei­nem Al­lein­stel­lungs­merk­mal wird. So kann sich Ihr Re­stau­rant bei­spiels­wei­se durch in­di­vi­du­ell zu­sam­men­stell­ba­re Acai Bowls oder durch tra­di­tio­nel­le Wild­ge­rich­te dif­fe­ren­zie­ren. Wich­tig ist, dass das Al­lein­stel­lungs­merk­mal auf al­len Ebe­nen und in al­len Ab­läu­fen zum Tra­gen kommt.

Die Ver­mark­tung Ih­res Alleinstellungsmerkmals

Da der USP die­je­ni­ge Ei­gen­schaft um­schreibt, die das ei­ge­ne Re­stau­rant von der Kon­kur­renz ab­hebt, ist die­se om­ni­prä­sent und wird in al­len Wer­be­bot­schaf­ten, Wer­be­kam­pa­gnen und Pres­se­auf­trit­ten ein­ge­baut. Oft­mals ori­en­tie­ren sich Mar­ke­ting-Spe­zia­lis­ten bei der Fest­le­gung ei­nes Slo­gans eben­falls an ei­nem Al­lein­stel­lungs­merk­mal und ver­su­chen, die­sen pas­send ein­zu­bau­en. Sie könn­ten Sie Ih­ren USP bei­spiels­wei­se fol­gen­der­mas­sen ver­mark­ten und kommunizieren:

  • «Das gröss­te Schnit­zel der Stadt»
  • «Nur bei uns er­hal­ten Sie alle Ge­rich­te in­ner­halb 20 Mi­nu­ten»
  • «Wir ver­süs­sen Ih­nen die War­te­zeit mit Live-Mu­sik»
  • «Die gröss­te Aus­wahl an haus­ge­räu­cher­tem Fisch»
  • «Die schärfs­te Cur­ry­wurst der Stadt»
  • «Spei­sen und Gu­tes tun – Sie spen­den mit je­dem Menü»
  • «Ge­nies­sen Sie den bes­ten ve­ga­nen Käse»

Fa­zit

Durch eine smar­te Kom­bi­na­ti­on von USPs kann sich ein Lo­kal von der brei­ten Mas­se ab­he­ben und er­reicht ein Ni­veau, das für die Kon­kur­renz un­er­reich­bar ist. Und ge­nau dar­um geht es: He­ben Sie sich ab und ent­wi­ckeln Sie ein An­ge­bot, das es in die­ser Form nicht gibt. So fin­den Sie eine Ni­sche, in der Sie er­folg­reich sein werden.

Un­se­re Lösungen

Vor­la­ge Be­triebs­kon­zept Gastronomie

Das Be­triebs­kon­zept der Bei­spiel­piz­ze­ria Flun­der hilft Ih­nen, ein ei­ge­nes Be­triebs­kon­zept für ei­nen Gas­tro­no­mie­be­trieb zu er­stel­len. Word-Do­ku­ment mit 20 Sei­ten — Preis Fr. 18.-

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Ihre Idee für ein ei­ge­nes Re­stau­rant oder Café nimmt Form an, jetzt wol­len Sie sich ins Be­triebs­kon­zept stür­zen oder so­gar schon Stand­or­te aus­kund­schaf­ten? Le­gen Sie ei­nen Stopp ein und über­le­gen Sie sich eine wich­ti­ge Fra­ge: Ha­ben Sie das Zeug zum Gas­­­tro-Grün­­der? Hier fin­den Sie die Fra­gen, die Sie sich un­be­dingt stel­len müs­sen, be­vor Sie den nächs­ten Schritt in Rich­tung ei­ge­nes Re­stau­rant oder Café machen.

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Sie ha­ben sich ent­schie­den, ein Re­stau­rant, eine Bar, ein Café oder ei­nen Take-Away zu er­öff­nen? Dann ist die Zeit reif für die Fra­ge, wel­cher Stand­ort zu Ih­rem Be­trieb passt. Ihr Be­triebs­kon­zept mag noch so neu und ein­zig­ar­tig sein – stimmt der Stand­ort nicht, bleibt der Er­folg aus.

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Führungsstile in der Gastronomie
In der Gas­tro­no­mie sind tra­di­tio­nell stei­le Hier­ar­chien ge­lebt wor­den. Jun­ge Kö­che, Quer­ein­stei­ger und mo­der­ne Be­triebs­füh­re­rin­nen stel­len die­se Tra­di­ti­on im­mer mehr in Fra­ge und wäh­len ver­mehrt Füh­rungs­sti­le, die fla­che­re Hier­ar­chien er­lau­ben. Wel­chen Füh­rungs­stil le­ben Sie? In die­sem Ar­ti­kel er­fah­ren Sie al­les über das Po­ten­ti­al von gu­ten Füh­rungs­kräf­ten und ihre Aus­wir­kung auf Mit­ar­bei­ten­de und das Betriebsklima. 

Füh­rungs­hal­tun­gen und Führungsstile

Über­le­gen Sie sich kurz, wie Sie ge­gen­über Ih­ren Mit­ar­bei­ten­den auf­tre­ten: Steht die Ar­beit im Mit­tel­punkt oder Ihre Mit­ar­bei­ter? Je nach Ten­denz ha­ben Sie eine Füh­rungs­hal­tung, die eher auf­ga­ben- oder eben mit­ar­bei­ter­ori­en­tiert ist. Häu­fig be­we­gen Sie sich ir­gend­wo zwi­schen die­sen bei­den Hal­tun­gen und ten­die­ren in die eine oder an­de­re Richtung.

Ty­pi­scher­wei­se un­ter­schei­det man vier Füh­rungs­sti­le, die sich aus die­sen Hal­tun­gen ableiten:

  • Au­to­ri­tä­re Füh­rung: Sie ent­schei­den al­les selbst. Ihre Mit­ar­bei­ten­den ha­ben kein Mit­spra­che­recht und füh­ren Ihre Ent­schei­dun­gen le­dig­lich aus. Ih­nen geht es in ers­ter Li­nie um fi­nan­zi­el­le Zie­le, das Ar­beits­kli­ma ist zweitrangig.
  • Ko­ope­ra­ti­ve Füh­rung: Ihre Mit­ar­bei­ten­de ha­ben ei­ge­ne Auf­ga­ben­be­rei­che und dür­fen dar­in Ent­schei­dun­gen selbst tref­fen. Sie tei­len Ih­ren Mit­ar­bei­ten­den Auf­ga­ben­be­rei­che zu, in de­nen sie ihre Stär­ken aus­spie­len kön­nen. Sie selbst sind die Di­ri­gen­tin und ko­or­di­nie­ren Ihre Mit­ar­bei­ten­de zum ge­wünsch­ten Resultat.
  • Lais­sez-fai­re Füh­rung: Sie ge­ben die Ziel­ver­ein­ba­rung vor, Ihre Mit­ar­bei­ten­de kön­nen selbst ent­schei­den, wie sie die­se er­rei­chen wol­len. Ihre Mit­ar­bei­ten­de zei­chen sich durch hohe Selbst­stän­dig­keit und star­kes En­ga­ge­ment aus.
  • Si­tua­ti­ve Füh­rung: Sie schau­en sich die Si­tua­tio­nen und Mit­ar­bei­ter an und ent­schei­den, ob eher ein au­to­ri­tä­rer, ko­ope­ra­ti­ver oder lais­sez-fai­re Füh­rungs­stil an­ge­bracht ist. Sie zeich­nen sich da­durch aus, dass Sie so­wohl Ver­ant­wor­tung für die Qua­li­tät der Ar­beit als auch für die Wei­ter­ent­wick­lung Ih­rer Mit­ar­bei­ten­den übernehmen.

Der si­tua­ti­ve Füh­rungs­stil zeigt: Kein Füh­rungs­stil ist aus­schliess­lich gut oder schlecht – je nach Si­tua­ti­on brin­gen die Füh­rungs­sti­le un­ter­schied­li­che Vor- und Nach­tei­le. Er­in­nern Sie sich an Si­tua­tio­nen in Ih­rem Be­trieb oder an ei­ge­ne Er­fah­run­gen mit Vor­ge­setz­ten: Fin­den Sie Bei­spie­le für be­son­ders ge­lun­ge­ne Füh­rungs­per­so­nen oder Si­tua­tio­nen, in de­nen es auf­grund des Füh­rungs­sti­les zu Kon­flik­ten kam? Sol­che Über­le­gun­gen kön­nen Ih­nen da­bei hel­fen, kri­ti­sche Si­tua­tio­nen zu er­ken­nen und den kor­rek­ten Füh­rungs­stil für die be­tref­fen­de Mit­ar­bei­te­rin auszuwählen.

Unterschiedliche Führungsstile in der Gastronomie

Vor­tei­le von gu­ten Führungspersonen

Un­ter­schät­zen Sie das Po­ten­ti­al von gu­ten Füh­rungs­kräf­ten nicht. Egal, ob bei Ih­nen als Be­triebs­füh­rer oder bei der Wahl Ih­rer Kü­chen­che­fin: Gute Füh­rungs­kräf­te füh­ren zu mo­ti­vier­ten Mit­ar­bei­ten­den und ei­nem gu­ten Be­triebs­kli­ma. Al­ler­dings gibt es kein Pa­tent­re­zept für ei­nen gu­ten Vor­ge­setz­ten. Des­halb ist es wich­tig, dass Sie Ihre Per­sön­lich­keit, Ihre Mit­ar­bei­ten­den und die Si­tua­ti­on ein­be­zie­hen, wenn Sie sich für oder ge­gen ei­nen Füh­rungs­stil entscheiden.

So kön­nen Sie bei­spiels­wei­se in ru­hi­ge­ren Zei­ten Feed­back von Mit­ar­bei­ten­den ak­tiv ein­for­dern und mög­li­che Um­set­zun­gen ge­mein­sam mit Ih­ren An­ge­stell­ten dis­ku­tie­ren, also ei­nen ko­ope­ra­ti­ven Füh­rungs­stil wäh­len. Wenn es schnell ge­hen muss und nur Sie die Fach­kom­pe­tenz ha­ben, ent­schei­den Sie und for­dern die Um­set­zung ein – Sie wech­seln also in den au­to­ri­tä­ren Führungsstil.

Team­dy­na­mik

Mit­ar­bei­ten­de re­agie­ren und spie­geln teil­wei­se Ihre Vor­ge­setz­ten. Sei­en Sie sich be­wusst, dass Sie ein Vor­bild sein müs­sen. Das be­deu­tet, dass Ihre Re­ak­tio­nen auf Er­eig­nis­se – gut oder schlecht – den Mit­ar­bei­ten­den ein Bei­spiel für das ei­ge­ne Han­deln im Be­trieb ge­ben. Des­halb ist es wich­tig, dass Sie von sich selbst wis­sen, wie Sie in be­stimm­ten Si­tua­tio­nen re­agie­ren. Ge­wis­se im­pul­si­ve Re­ak­tio­nen sind kon­tra­pro­duk­tiv und ha­ben kei­nen Vor­bild­cha­rak­ter. So­bald Sie sich den Aus­lö­sern für die­se Re­ak­tio­nen be­wusst wer­den, kön­nen Sie die­se bes­ser steu­ern und so re­agie­ren, wie Sie es von Ih­ren Mit­ar­bei­ten­den erwarten.

Fa­zit

Als Vor­ge­setz­ter ha­ben Sie im Be­trieb eine ein­zig­ar­ti­ge Stel­lung und prä­gen, egal für wel­chen Füh­rungs­stil Sie sich ent­schei­den, die Un­ter­neh­mens­kul­tur im Be­trieb. Es lohnt sich, die ei­ge­ne Rol­le im Be­trieb zu re­flek­tie­ren und mit dem Wis­sen über Füh­rungs­sti­le ge­ge­be­nen­falls die ei­ge­ne Hand­lungs­wei­se je nach Si­tua­ti­on und Mit­ar­bei­ten­den an­zu­pas­sen. Denn ein gu­tes Be­triebs­kli­ma und loya­le Mit­ar­bei­ten­de sind unbezahlbar.

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Gute Mit­ar­bei­ten­de sind das Rück­grat je­des Un­ter­neh­mens. Dar­um fällt der Mitarbeiter­rekrutierung eine ent­schei­den­de Rol­le zu, auch in der Gas­tro­no­mie. Ob­wohl es in die­sem Feld spe­zia­li­sier­te HR-Pro­­­fis gibt, scha­det es nicht, ei­nen prak­ti­schen Blick „hin­ter die Ku­lis­sen“ wer­fen zu kön­nen. Als lang­jäh­ri­ger Kü­chen­chef und Gastronomie­leiter habe ich zahl­rei­che Vorstellungs­gespräche er­lebt und möch­te Ih­nen die­ses Wis­sen für künf­ti­ge Be­wer­bungs­ge­sprä­che in der Gas­tro­no­mie weitergeben.

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Verschiedene Programme unterstützen bei der Erstellung der Schichtplanung

Schicht­pla­nung im Gast­ge­wer­be – au­to­ma­ti­siert zum Dienstplan 

Als Geschäfts­führer/in ken­nen Sie dies be­stimmt. Der Arbeits­plan für das Re­stau­rant ist er­stellt und kurz dar­auf kommt ein Mit­ar­bei­ter und will ei­nen Tag frei neh­men. Oder ein Mit­ar­bei­ter fällt krankheits­bedingt aus und schon ist der müh­sam er­arbeitete Arbeits­plan hin­fällig. Ins­be­son­de­re in der Gas­tro­no­mie wird von den Personalver­ant­wortlichen viel er­war­tet: das Ein­schät­zen des Arbeits­auf­kommens und des be­nö­tig­ten Per­so­nals, die op­ti­ma­le Zu­teilung zu den Schich­ten, das Be­rück­sich­ti­gen der Arbeits­pensen, die Urlaubs­ansprüche etc. Heu­te gibt es zahl­rei­che Pro­gram­me, die Ih­nen als Personal­verantwortliche/r die Ar­beit der Mitarbeiter­einteilung ver­einfachen kön­nen. Der fol­gen­den Ar­ti­kel bie­tet ei­nen kur­zen Überblick.

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Die richtige Auswahl der Weine für das Weinkonzept
Eine an­spre­chen­de Wein­kar­te im Re­stau­rant för­dert wich­ti­ge Zu­satz­ver­käu­fe und ver­ein­facht den Ser­vice. Des­halb soll­te sie gut durch­dacht sein und ei­nem Kon­zept fol­gen. Aber wie kann man eine Wein­kar­te glie­dern und wor­auf soll­te man beim Wein­kon­zept ach­ten? Wie war das noch­mal mit der De­kla­ra­ti­on, wel­che An­ga­ben müs­sen auf der Wein­kar­te stehen? 

On­line-Wein­de­gus­ta­ti­on: Wei­ne rich­tig servieren

Zu ei­ner an­spre­chen­den Wein­kar­te ge­hört ein gu­ter Wein­ser­vice dazu. Doch wie wer­den Wei­ne rich­tig ser­viert? Ler­nen Sie an der On­line-Wein­de­gus­ta­ti­on «Wei­ne rich­tig ser­vie­ren – das müs­sen Sie wis­sen!», wor­auf es bei ei­nem gu­ten Wein­ser­vice ankommt.

In­di­vi­du­el­les Weinkonzept

Es lohnt sich, mit dem Wein­kon­zept zu star­ten. Fol­gen­de Fra­gen soll­ten Sie sich zu­erst stel­len: Wel­che Gäs­te möch­ten Sie an­spre­chen? Was sind ihre Be­dürf­nis­se? Wie gut ken­nen sich Ihre Mit­ar­bei­ten­den mit Wein aus? Hat Ihr Lo­kal eine be­stimm­te Phi­lo­so­phieEin tren­di­ges Lo­kal kann zum Bei­spiel mit Oran­ge Wine oder mit Wei­nen von ei­nem lo­ka­len Win­zer punkten.

Eine Wein­kar­te ist in­di­vi­du­ell und soll­te zum Lo­kal pas­sen. Sie dür­fen hier ru­hig auch krea­tiv sein und et­was aus­pro­bie­ren. Den­noch gel­ten ei­ni­ge Grund­sät­ze für alle Lo­ka­le. Die­se Grund­sät­ze hat So­phia auch beim Er­stel­len des Kon­zepts für Ihre Wein­bar berücksichtigt:

Ein gu­tes Wein­kon­zept al­lein ge­nügt al­ler­dings noch nicht. Ein Lo­kal ist nur so gut wie sei­ne Mit­ar­bei­ten­den. Ach­ten Sie dar­auf, dass die Mit­ar­bei­ten­den das Wein­kon­zept ken­nen und den ak­ti­ven Ser­vice be­herr­schen. Nur so kön­nen Sie si­cher­stel­len, dass sich das Wein­kon­zept auch lohnt.

Weinberatung der Gäste

Struk­tu­rie­ren Sie Ihre Weinkarte

Ne­ben ei­nem durch­dach­ten Wein­kon­zept zeich­net sich eine gute Wein­kar­te da­durch aus, dass sie ein­fach zu ge­brau­chen und leicht zu än­dern ist. In ers­ter Li­nie soll sie dem Gast die not­wen­di­gen In­for­ma­tio­nen ver­mit­teln. Trotz­dem soll sie aber ab­wechs­lungs­reich und um­fas­send sein. Hier den rich­ti­gen Mix zu fin­den, ist nicht ganz einfach.

Ty­pi­scher­wei­se wer­den Wein­kar­ten zu­erst nach Weiss- und Rot­wei­nen und an­schlies­send nach Her­kunft ge­glie­dert. Aber auch hier gilt, dass man krea­tiv sein darf, so­lan­ge ei­ner Lo­gik ge­folgt wird. Bei­spiels­wei­se kön­nen Sie die Wein­kar­te in­ner­halb von Weiss- und Rot­wei­nen auch nach dem Preis sortieren.

Un­ser Tipp: Ist ein be­stimm­ter Wein be­son­ders be­liebt oder aus­ser­ge­wöhn­lich? Lis­ten Sie den Dau­er­bren­ner in der Mit­te der Kar­te auf und emp­feh­len Sie die­sen Wein zu aus­ge­wähl­ten Ge­rich­ten. Sie wer­den stau­nen, was das für Aus­wir­kun­gen hat. Auch Wein­be­schrei­bun­gen in Form von klei­nen Steck­brie­fen sind für den Lai­en hilf­reich. Be­schrän­ken Sie sich aber un­be­dingt auf das We­sent­li­che und ver­wen­den Sie kei­ne Standardfloskeln.

Ge­stal­tung: Er­zäh­len Sie dem Gast eine Geschichte

Auch op­tisch soll die Wein­kar­te zum Am­bi­en­te und zum Ge­samt­auf­tritt des Lo­kals pas­sen. Um eine pro­fes­sio­nel­le Dru­cke­rei kom­men Sie in al­ler Re­gel nicht her­um. Ab ei­ner ge­wis­sen An­zahl an Wei­nen emp­fiehlt es sich, ne­ben der Spei­se- und Ge­trän­ke­kar­te, eine se­pa­ra­te Wein­kar­te zu ge­stal­ten. Das wirkt über­sicht­li­cher und hat den Vor­teil, dass bei sai­so­na­len Ver­än­de­run­gen nicht im­mer auch die Spei­se- und Ge­trän­ke­kar­te über­ar­bei­tet wer­den muss.

Gibt es hin­ter Ih­rem Wein­kon­zept eine Ge­schich­te? Er­zäh­len Sie sie! Wenn Sie Wei­ne von ei­nem be­son­ders in­ter­es­san­ten Win­zer be­zie­hen, schrei­ben Sie ein Por­trät über ihn. Wur­den die Wei­ne aus bio­lo­gi­schem Wein­bau er­zeugt? Er­wäh­nen Sie auch das in der Wein­kar­te. Sei­en Sie in­no­va­tiv, es gibt un­zäh­li­ge Mög­lich­kei­ten, Ge­schich­ten zu er­zäh­len. Der in­ter­es­sier­te Gast weiss das zu schätzen.

Fra­gen Sie ru­hig auch mal bei den Gäs­ten nach, wie die Wein­kar­te an­kommt. Nichts ist wert­vol­ler, als das Feed­back von Gästen.

De­kla­ra­ti­on: ge­setz­li­che Vorgaben

Zu gu­ter Letzt ent­spricht eine gute Wein­kar­te den ge­setz­li­chen Min­dest­an­for­de­run­gen. Hält man sich nicht an die ge­setz­li­chen Vor­ga­ben, kann man ge­büsst wer­den. Eine kor­rek­te Wein­kar­te ist also auch aus recht­li­cher Sicht sinn­voll. Fol­gen­de An­ga­ben müs­sen min­des­tens auf der Wein­kar­te stehen:

  • Sach­be­zeich­nung (z.B. Hu­ma­gne Rouge Hur­le­vent Va­lais AOC Les Fils de Charles Favre)
  • Pro­duk­ti­ons­land / Her­kunft (so­fern nicht aus der Sach­be­zeich­nung ersichtlich)
  • Men­ge (z.B. 0.1l, 0.2l, 0.5l, 0.75l)
  • Zu­satz inkl. ge­setz­li­cher MwSt. (Am Ende der Wein­kar­te kön­nen Sie bei­spiels­wei­se schrei­ben: Alle Prei­se sind inkl. der ge­setz­li­chen MwSt.)

Aus­ser­dem muss das Ab­ga­be­al­ter schrift­lich de­kla­riert wer­den, die­ser Hin­weis muss aber nicht in der Wein­kar­te selbst ste­hen. Ne­ben den zwin­gen­den An­ga­ben ist es sinn­voll, den Jahr­gang und die Qua­li­täts­stu­fe (AOCDOC etc.) aufzuführen.

Weinkarte erstellen

Fa­zit

Eine sorg­fäl­tig zu­sam­men­ge­stell­te Wein­kar­te, die ei­nem Wein­kon­zept folgt, über­sicht­lich ge­stal­tet ist und zu­dem den ge­setz­li­chen Min­dest­an­for­de­run­gen ent­spricht, för­dert wich­ti­ge Zu­satz­ver­käu­fe und hin­ter­lässt beim Gast ein po­si­ti­ves Ge­fühl. Da­her lohnt es sich für Gas­tro­no­men, beim Zu­sam­men­stel­len der Wein­kar­te Zeit zu investieren.

Un­se­re Lösung

On­line-Wein­de­gus­ta­ti­on: Wei­ne rich­tig servieren

Zu ei­ner an­spre­chen­den Wein­kar­te ge­hört ein gu­ter Wein­ser­vice dazu. Doch wie wer­den Wei­ne rich­tig ser­viert? Ler­nen Sie an der On­line-Wein­de­gus­ta­ti­on «Wei­ne rich­tig ser­vie­ren – das müs­sen Sie wis­sen!», wor­auf es bei ei­nem gu­ten Wein­ser­vice ankommt.

Wein­kurs Schwei­zer Gastronomiefernschule

Möch­ten Sie mehr über Wei­ne er­fah­ren und die Kennt­nis­se für ein pro­fes­sio­nel­les Wein­kon­zept er­wer­ben? Wer­den Sie mit dem Wein­kurs der Schwei­zer Gas­tro­no­mie­fern­schu­le zur Wein­ex­per­tin und ho­len Sie sich das Wis­sen rund um das span­nen­de The­ma Wein. 

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Mit dem richtigen Kaffeekonzept zum Erfolg

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Als Gastro-Gründer kommen vielfältige Anforderungen auf Sie zu
Ihre Idee für ein ei­ge­nes Re­stau­rant oder Café nimmt Form an, jetzt wol­len Sie sich ins Be­triebs­kon­zept stür­zen oder so­gar schon Stand­or­te aus­kund­schaf­ten? Le­gen Sie ei­nen Stopp ein und über­le­gen Sie sich eine wich­ti­ge Fra­ge: Ha­ben Sie das Zeug zum Gas­tro-Grün­der? Hier fin­den Sie die Fra­gen, die Sie sich un­be­dingt stel­len müs­sen, be­vor Sie den nächs­ten Schritt in Rich­tung ei­ge­nes Re­stau­rant oder Café machen. 

Per­sön­li­che Voraussetzungen

Nach­dem Sie Ih­rer Idee kri­ti­sche Fra­gen ge­stellt ha­ben, ist es an der Zeit, dass Sie sich selbst ei­ni­ge kri­ti­sche Fra­gen stel­len. Fin­den Sie her­aus, ob Sie das Zeug zum Gas­tro-Grün­der ha­ben und ob es Be­rei­che gibt, in de­nen Sie Un­ter­stüt­zung be­nö­ti­gen. Über­le­gen Sie sich kurz, wel­che Auf­ga­ben in Zu­kunft al­les auf Sie zu­kom­men. Sie wer­den je nach Or­ga­ni­sa­ti­on viel­leicht gleich­zei­tig Che­fin, Stra­te­ge, Team­lea­de­rin, Or­ga­ni­sa­tor und Buch­hal­te­rin sein. Das sind ei­ner­seits viel­fäl­ti­ge und an­de­rer­seits ganz schön vie­le An­for­de­run­gen. Des­halb lohnt es sich, wenn Sie zu Be­ginn auch sich selbst un­ter die Lupe neh­men. Da­durch er­fah­ren Sie, ob das Aben­teu­er Gas­tro­no­mie über­haupt et­was für Sie ist und falls ja, ob Sie un­ter Um­stän­den ei­nen Part­ner mit be­stimm­ten Fä­hig­kei­ten ins Boot ho­len, um gut auf­ge­stellt zu sein.

Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten

Das Grün­den ei­nes Be­trie­bes in der Gas­tro­no­mie ist eine an­spruchs­vol­le Auf­ga­be. Des­halb sind ei­ni­ge Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten be­son­ders ge­fragt und hilf­reich. Über­le­gen Sie sich bei­spiels­wei­se, wie Ihr Durch­hal­te­ver­mö­gen ist. Kön­nen und wol­len Sie über län­ge­re Zeit über­durch­schnitt­lich viel ar­bei­ten und ha­ben Sie den Wil­len, Ihre Idee um­zu­set­zen – selbst wenn es schwie­ri­ger wird, als ge­dacht? Um die ei­ge­nen Stär­ken und Schwä­chen zu er­ken­nen, hat sich So­phia die fol­gen­den Fra­gen gestellt:

Per­sön­li­che Ressourcen

Nebst Ih­ren Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten be­stim­men auch Ihre per­sön­li­chen Res­sour­cen, ob Sie er­folg­reich ein Re­stau­rant oder eine Bar er­öff­nen kön­nen. Zu den per­sön­li­chen Res­sour­cen ge­hö­ren bei­spiels­wei­se Ihr an­ge­eig­ne­tes Wis­sen und Ihre Fä­hig­kei­ten. Aber auch Ihr Um­feld oder all­fäl­li­ge Ge­schäfts­part­ner, die Sie bei der Um­set­zung Ih­rer Idee un­ter­stüt­zen. Eben­so wich­tig sind die fi­nan­zi­el­len Res­sour­cen: Wie wol­len Sie Ihre Idee fi­nan­zie­ren? Ohne ge­sun­de Fi­nan­zie­rung funk­tio­niert kein Be­trieb. Häu­fig ist es auch kei­ne gute Idee, die Gel­der Ih­rer Pen­si­ons­kas­se in die Re­stau­rant­grün­dung zu in­ves­tie­ren. Soll­ten Sie Kon­kurs ge­hen, ver­lie­ren Sie gleich­zei­tig auch das Geld aus der Pensionskasse.

Eben­falls hier­zu ge­hö­ren Ge­dan­ken zu ei­nem Plan B: Wol­len Sie ei­nen Be­trieb nur grün­den oder über­neh­men, weil Sie ge­ra­de kei­ne an­de­re Op­ti­on ha­ben? Das ist häu­fig kei­ne gute Idee, Sie brau­chen eine in­ne­re Mo­ti­va­ti­on, ein in­ne­res Feu­er, um in der Gas­tro­no­mie er­folg­reich zu sein.

Das Wie­so

Es ist ganz nor­mal, dass Sie sich nach die­sen Fra­gen über­le­gen, ob das wirk­lich eine gute Idee ist. Set­zen Sie sich trotz­dem mit die­sen teil­wei­se un­an­ge­neh­men Fra­gen aus­ein­an­der. Sie hel­fen Ih­nen da­bei, her­aus­zu­fin­den, ob Ihre Idee nicht nur für Ihr Ziel­pu­bli­kum und den Markt die rich­ti­ge ist, son­dern auch für Sie selbst. Zu­dem er­ken­nen Sie ei­ge­ne Stär­ken und Schwä­chen, was da­bei hilft ab­zu­schät­zen, wel­che wei­te­ren Schrit­te Sie gut selbst kön­nen und wo Sie Un­ter­stüt­zung benötigen.

Zu­dem ha­ben Sie jetzt die Chan­ce, Ihre Mo­ti­va­ti­on für das Vor­ha­ben her­aus­zu­fin­den – Ihr per­sön­li­ches „Wie­so“: Wie­so wol­len Sie ein Re­stau­rant, Café oder ei­nen Im­biss er­öff­nen? Wol­len Sie bei­spiels­wei­se ei­nen Ar­beits­platz ge­nau nach Ih­ren Vor­stel­lun­gen schaf­fen oder wol­len Sie an­de­ren ein spe­zi­el­les Er­leb­nis er­mög­li­chen? Es gibt so vie­le Wie­sos wie Grün­de­rin­nen, aber es lohnt sich Ihr ganz per­sön­li­ches Wie­so her­aus­zu­fin­den. Im­mer, wenn Sie an Gren­zen stos­sen, er­in­nern Sie sich an Ihr Wie­so – die per­fek­te Mo­ti­va­ti­ons­sprit­ze, um weiterzumachen.

Finden Sie die Motivation für das Vorhaben Gastro-Gründung für sich heraus

Fa­zit

Neh­men Sie sich Zeit, um Ihre per­sön­li­chen Vor­aus­set­zun­gen sorg­fäl­tig zu über­prü­fen. Nut­zen Sie die­se Chan­ce, um Ihre ei­ge­nen Stär­ken und Schwä­chen zu er­ken­nen und dem­entspre­chend die nächs­ten Schrit­te zu pla­nen. Zu­dem ha­ben Sie die Mög­lich­keit, sich Ihre per­sön­li­che Mo­ti­va­ti­on für Ihr Vor­ha­ben be­wusst zu ma­chen und so als Mo­ti­va­ti­ons­sprit­ze für spä­te­re Her­aus­for­de­run­gen einzusetzen.

Grün­der­pfad zum ei­ge­nen Gastrobetrieb

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Die Finanzierung eines Restaurants ist eine grosse Herausforderung

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Vor­la­ge Standortanalyse

Die­se Ex­cel-Da­tei hilft Ih­nen, den op­ti­ma­len Stand­ort für Ih­ren Be­trieb zu fin­den: Be­stim­men Sie die Wich­tig­keit der Stand­ort­fak­to­ren und be­wer­ten Sie po­ten­zi­el­le Standorte.

Ziel und Zweck der Standortanalyse

Der Stand­ort soll­te zum Kon­zept des Gas­tro­no­mie­be­triebs pas­sen. Nicht zu­letzt des­halb ist die Stand­ort­ana­ly­se in der Gas­tro­no­mie ein wich­ti­ger Teil des Be­triebs­kon­zep­tes. Bei ei­ner Stand­ort­ana­ly­se ver­su­chen Sie an­hand be­stimm­ter Stand­ort­fak­to­ren her­aus­zu­fin­den, ob Sie den rich­ti­gen Stand­ort für Ihr Re­stau­rant ge­fun­den ha­ben. Nach­fol­gend fin­den Sie Bei­spie­le und eine Vor­la­ge für eine mög­li­che Stand­ort­ana­ly­se in der Gastronomie.

Stand­ort­fak­to­ren bestimmen

No­tie­ren Sie sich, wel­che Stand­ort­fak­to­ren für Ih­ren ei­ge­nen Gas­tro­no­mie­be­trieb wich­tig sind. Die Stand­ort­fak­to­ren sind vom je­wei­li­gen Be­triebs­kon­zept ab­hän­gig. Ein wich­ti­ger Stand­ort­fak­tor für ein be­stimm­tes Re­stau­rant muss nicht zwin­gend auch für Ih­ren Gas­tro­no­mie­be­trieb re­le­vant sein. Die Lis­te der fol­gen­den Stand­ort­fak­to­ren für die Gas­tro­no­mie ist nicht voll­stän­dig, sie bie­tet aber eine gute Übersicht:

1. Ein­zugs­ge­biet

Fin­den Sie die ak­tu­el­le Ein­woh­ner­zahl im Ein­zugs­ge­biet so­wie im Um­kreis her­aus (z.B. Bun­des­amt für Sta­tis­tik). Op­ti­ma­ler­wei­se gibt es auch Zah­len zur Ent­wick­lung der Ein­woh­ner­zahl in den nächs­ten Jah­ren. Zie­hen Sie die­se un­be­dingt in Ihre Ana­ly­se mit ein.

2. Nach­fra­ge­po­ten­ti­al

Sei­en Sie aber vor­sich­tig bei der In­ter­pre­ta­ti­on der Ein­woh­ner­zah­len. Nur weil Ihr ge­wünsch­ter Stand­ort vie­le Be­woh­ner hat, be­deu­tet dies nicht, dass Sie vie­le po­ten­zi­el­le Kun­den ha­ben. Die Be­woh­ne­rin­nen und Be­woh­ner müs­sen nicht un­be­dingt zu Ih­rer Ziel­grup­pe gehören. 

Fin­den Sie her­aus, was die Be­woh­ner wol­len, was die ak­tu­el­len und zu­künf­ti­gen Gas­tro­no­mie­t­rends sind und in wel­che Rich­tung sich die Trends ent­wi­ckeln. Auch kön­nen Sie die ver­schie­de­nen An­bie­ter ei­nes Stand­or­tes be­ob­ach­ten. Wel­che Re­stau­rants, wel­che Bars, wel­che Take-aways sind be­liebt – und wor­in un­ter­schei­den sie sich von an­de­ren Anbietern?

Mit einer gezielten Analyse zum geeigneten Standort

3. Kauf­kraft

Re­cher­chie­ren Sie auch, wie hoch die Kauf­kraft (= durch­schnitt­lich ver­füg­ba­res Ein­kom­men) der Be­woh­ner und der Per­so­nen im Um­kreis ist, die Ih­ren ge­wünsch­ten Stand­ort be­su­chen. In ein­kom­mens­schwa­chen Ge­bie­ten fällt die Kauf­kraft grund­sätz­lich ge­rin­ger aus als in ein­kom­mens­star­ken wie bei­spiels­wei­se in der Stadt Zürich.

4. Lauf­kund­schaft

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Stand­ort­fak­tor ist das Po­ten­ti­al für Lauf­kund­schaft. Ver­glei­chen Sie da­her wie vie­le Per­so­nen an den in Be­tracht ge­zo­ge­nen Stand­or­ten vor­bei­kom­men. Eine Viel­zahl an Per­so­nen spricht für mehr po­ten­ti­el­le Laufkundschaft.

5. Fre­quenz­brin­ger

Po­si­tiv auf die Lauf­kund­schaft wir­ken sich zu­dem Fre­quenz­brin­ger aus, die sich in der Nähe vom Stand­ort be­fin­den. Fre­quenz­brin­ger wie Su­per­märk­te, Bahn­hö­fe, Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, Bü­ro­area­len, Be­hör­den usw. kön­nen die An­zahl der Lauf­kun­den er­hö­hen. Über­le­gen Sie sich zu­dem, ob Ihr Be­triebs­kon­zept zu den Fre­quenz­brin­gern passt.

6. Kon­kur­renz

Ein gut fre­quen­tier­tes Ge­biet mit Fre­quenz­brin­ger zieht nicht nur Sie, son­dern auch Wett­be­werb an. Er­mit­teln Sie die An­zahl der Kon­kur­ren­ten in Ih­rem Wunsch­ge­biet und über­prü­fen Sie, mit wel­chen Sie sich „den Ku­chen tei­len müs­sen“. Ein Kon­kur­rent ist grund­sätz­lich, wer über ein ähn­li­ches Be­triebs­kon­zept und An­ge­bot verfügt.

Viel Wett­be­werb muss kein Aus­schluss­kri­te­ri­um sein, son­dern kann die At­trak­ti­vi­tät des Stand­or­tes er­hö­hen und um­satz­för­dernd sein.

7. Miet­kon­di­tio­nen

Grund­sätz­lich gilt: Je at­trak­ti­ver ein Stand­ort ist, des­to hö­her sind die Miet­prei­se. Ein Re­stau­rant mit son­ni­ger Ter­ras­se, wun­der­schö­nem Blick auf den See und hoch fre­quen­tier­ter See­pro­me­na­de? Nicht un­mög­lich, aber mit ho­hen Miet­kos­ten verbunden.

Auf gän­gi­gen Im­mo­bi­li­en­platt­for­men wie Immoscout24 oder Ho­me­ga­te kön­nen Sie in ei­ner er­wei­ter­ten Su­che bzw. De­tail­su­che nach gast­ge­werb­li­chen Im­mo­bi­li­en fil­tern und so die Miet­prei­se an den ver­schie­de­nen Stand­or­ten vergleichen.

8. Er­reich­bar­keit

Ein gut er­reich­ba­rer Stand­ort er­leich­tert es Ih­ren Kun­den, Sie zu fin­den. In der Ag­glo­me­ra­ti­on bzw. auf dem Land soll­te ein Stand­ort mit dem Auto er­reich­bar sein und ge­nü­gend Park­plät­ze bie­ten. In der Stadt soll­te ein Stand­ort zu Fuss oder mit den öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln gut er­reich­bar sein. 

9. Lie­fe­ran­ten­zu­gang

Ihre Lie­fe­ran­ten müs­sen Mög­lich­kei­ten ha­ben, de­ren Lie­fe­rung ab­zu­la­den. Wie wich­tig der Stand­ort­fak­tor Lie­fe­ran­ten­zu­gang ist, hängt von Ih­rem Be­triebs­kon­zept ab. 

10. Räum­lich­kei­ten

Nebst dem Lie­fe­ran­ten­zu­gang soll­ten Sie auch die Ge­schäfts­räu­me und de­ren Aus­stat­tun­gen so­wie die Flä­chen­grös­se und ‑auf­tei­lung be­gut­ach­ten. Bie­tet das Ob­jekt ge­nü­gend Räum­lich­kei­ten, z.B. ein Büro, in dem Sie Ihre ad­mi­nis­tra­ti­ven Ar­bei­ten er­le­di­gen kön­nen, ein aus­rei­chend gros­ses, leicht zu­gäng­li­ches La­ger, an­ge­mes­se­ne Sanitärräume?

Gründer sollten sich Gedanken machen, ob das Restaurant gemietet oder gekauft werden soll.

Stand­ort­fak­to­ren gewichten

Nicht alle Stand­ort­fak­to­ren sind gleich wich­tig. Be­stim­men Sie da­her im nächs­ten Schritt die Wich­tig­keit der Stand­ort­fak­to­ren: 1 = nicht wich­tig, 2 = wich­tig, 3 = sehr wichtig. 

Bei­spiels­wei­se kann für ein Take-away der Fak­tor „Lauf­kund­schaft“ be­deu­tend sein, da die An­zahl der mög­li­chen Kun­den ent­schei­dend für den Um­satz ist. Die­ser Fak­tor wird des­halb mit „3“ be­wer­tet. Je­doch er­hält der Fak­tor „Räum­lich­kei­ten“ eine Ge­wich­tung von „1“, da die Ge­schäfts­räu­me ei­nes Take-aways be­schei­de­ner aus­fal­len kann.

Stand­or­te bewerten

Schät­zen Sie nun auf ei­ner Ska­la von 1–9 (un­ge­eig­net bis ide­al) die je­wei­li­gen Stand­or­te auf ihre Stand­ort­fak­to­ren ein und stel­len Sie die Wer­te in ei­ner Be­wer­tungs­ma­trix dar:

Stand­ort A bei­spiels­wei­se liegt in der In­nen­stadt Zü­rich. Die Kauf­kraft der Be­woh­ner und Per­so­nen im Um­kreis ist hoch. Je­doch ist der Stand­ort an ei­ner Stras­se ge­le­gen, wo kaum je­mand vor­bei­kommt. Da­für sind die Miet­zin­sen ver­hält­nis­mäs­sig tief. Ob­wohl der Stand­ort über ei­nen ein­fa­chen Lie­fe­ran­ten­zu­gang ver­fügt, ist der Zu­gang zum Be­trieb mit dem Lie­fer­wa­gen er­schwert, da sich der Stand­ort an ei­ner Ein­bahn­stras­se be­fin­det. Stand­ort C da­ge­gen liegt weit aus­ser­halb der Stadt Zü­rich, hat ei­nen gu­ten Zu­gang für Lie­fe­ran­ten und ist gut er­reich­bar. Das Ein­zugs­ge­biet ist da­für klein und die Kauf­kraft eher tief.

Op­ti­ma­len Stand­ort ermitteln

Nun müs­sen Sie die Ge­wich­tung mit der Be­wer­tung der Stand­or­te mul­ti­pli­zie­ren, um eine Rang­ord­nung zu er­hal­ten. Zäh­len Sie die Punkt­zahl pro Stand­ort zu­sam­men. Der bes­te Stand­ort ist der­je­ni­ge mit der höchs­ten Ge­samt­punkt­zahl. Im obi­gen Bei­spiel ent­puppt sich Stand­ort C als der bes­te Standort.

Wäh­len Sie die Stand­ort­fak­to­ren sorg­sam aus. Be­wer­ten Sie sie auf Ba­sis von glaub­wür­di­gen Quel­len. Wenn Sie sich die Er­stel­lung ei­ner sol­chen Stand­ort­ana­ly­se nicht zu­trau­en, wen­den Sie an pro­fes­sio­nel­le Standortanalysten.

Fa­zit

Je nach An­zahl der zu be­ur­tei­len­den Stand­ort­fak­to­ren kann die Stand­ort­ana­ly­se sehr auf­wen­dig sein. In­ves­tie­ren Sie trotz­dem ge­nü­gend Zeit in die Stand­ort­ana­ly­se, da­mit Sie nicht an ei­nem fal­schen Stand­ort lan­den. Denn: Ein Stand­ort­wech­sel ist kurz­fris­tig oft­mals nicht mög­lich oder mit ho­hen Kos­ten ver­bun­den und könn­te das Ende Ih­res Gas­tro­no­mie­be­trie­bes be­deu­ten. Manch­mal gibt es nicht den ei­nen Stand­ort – sei es, weil im Wunsch­ge­biet die Kos­ten zu hoch oder kei­ne pas­sen­den An­ge­bo­te vor­han­den sind. Kein Grund, gleich auf­zu­ge­ben. Es gibt al­ter­na­ti­ve Mög­lich­kei­ten, wie Sie Ih­ren Traum von der Selb­stän­dig­keit ver­wirk­li­chen kön­nen, bei­spiels­wei­se durch das Er­öff­nen von Pop-Ups oder Foodtrucks. 

Un­se­re Lösungen

Vor­la­ge Standortanalyse

Die­se Ex­cel-Da­tei hilft Ih­nen, den op­ti­ma­len Stand­ort für Ih­ren Be­trieb zu fin­den: Be­stim­men Sie die Wich­tig­keit der Stand­ort­fak­to­ren und be­wer­ten Sie po­ten­zi­el­le Standorte.

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